Ratenzahlung bei der Kfz-Versicherung vereinbaren

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Je nach Schadenfreiheitsklasse, Zulassungsbezirk und Typschlüsselnummer des Autos kann die Autoversicherung eine echte finanzielle Herausforderung darstellen. Erfreulicherweise bieten die Versicherer aber die Möglichkeit, dass die Versicherungsnehmer eine Ratenzahlung bei der Kfz-Versicherung vereinbaren können. Was bedeutet das für den Versicherungsnehmer?

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Kfz-Versicherung sind jährliche, halbjährliche, vierteljährliche und monatliche Beitragszahlungen möglich.
  • Bei Ratenzahlung fallen Zuschläge in Abhängigkeit von der Anzahl der jährlichen Raten an.
  • Der Versicherungsvergleich zeigt schon im Vorfeld, welche Autos günstiger sind und wo sich eine Ratenzahlung vermeiden lässt.

Welche Ratenzahlung ist möglich?

Vereinbart der Versicherungsnehmer Ratenzahlung, kann er verschiedene Zahlungsintervalle auswählen. Alternativ zur einmaligen jährlichen Zahlungsweise bieten die Versicherer monatliche, vierteljährliche und halbjährliche Zahlung an. Gerade bei hohen Versicherungsprämien lässt sich die Zahlung bequem stückeln.

Welche Zahlungsweise für die Autoversicherung ist die günstigste?

Die Versicherungsgesellschaften gehen bei der Bruttoprämie zunächst von einer jährlichen Zahlungsweise aus, im Voraus fällig am Anfang des Jahres. Bei einmaliger Zahlung fallen keinerlei Zuschläge an.

Welche Zahlungsweise ist die teuerste?

Es ist üblich, dass bei einer Ratenzahlung für die Kfz-Versicherung ein Zuschlag erhoben wird. Der Zuschlag orientiert sich in der Höhe an der Häufigkeit der Raten. Am teuersten fällt die monatliche Entrichtung des Beitrags aus. Ein Zuschlag von zehn Prozent ist keine Seltenheit. Bei einer vierteljährlichen Zahlung der Prämie berechnen die Gesellschaften üblicherweise fünf Prozent Aufschlag, bei halbjährlicher Zahlung noch drei Prozent.

Angenommen, der jährliche Beitrag beläuft sich auf 750 Euro. Für die Ratenzahlungen ergibt sich dann folgendes Bild:

  • Halbjährliche Zahlung: 386,25 Euro, im Jahr 772,50 Euro.
  • Vierteljährliche Zahlung: 196,88 Euro, im Jahr 787,50 Euro.
  • Monatliche Zahlung: 68,75 Euro, im Jahr 825 Euro.

Es wird ersichtlich, dass die finanzielle Bequemlichkeit ihren Preis hat. Ein Unterschied von 75 Euro im Jahr bei monatlicher Zahlung gegenüber einmaliger Zahlung im Jahr gibt zu denken. Auf der anderen Seite lässt es sich aber nicht immer vermeiden.

Wann lohnt sich die Ratenzahlung?

Die Antwort, wann es sinnvoll ist, die Begleichung der Kfz-Versicherung auf mehrere Teilbeträge aufzuteilen, liegt auf der Hand. Anfang des Jahres werden in der Regel auch noch andere Zahlungen fällig, die einmalig im Jahr anfallen. Die 750 Euro für die Autoversicherung in unserem Beispiel tun dann weh. Bevor das Konto in das Minus läuft und Dispozinsen von durchschnittlich zehn Prozent auflaufen, ist es betriebswirtschaftlich nachvollziehbarer, den Beitragsaufschlag von drei oder fünf Prozent für die halbjährliche oder vierteljährliche Zahlung in Kauf zu nehmen.

Was ist empfehlenswert?

Wer bei der Kfz-Versicherung sparen möchte, kann die Weichen schon vor dem Autokauf stellen. Der Gutachterausschuss der Versicherungswirtschaft erstellt jedes Jahr eine Analyse in Bezug auf die Unfallhäufigkeit der einzelnen Fahrzeugtypen. Daraus erfolgt die Einstufung in das Typklassenverzeichnis, welches wiederum ein Baustein bei der Berechnung der Versicherungsprämie darstellt. Dabei wird nicht pauschal der VW Golf VI auf die Unfallhäufigkeit überprüft, sondern jede Modellvariante für sich.

Vor dreißig Jahren galt, je mehr PS, desto teurer die Prämie. Dieser Sachverhalt hat sich heute grundlegend geändert. Es gibt Autos, die zwar klassisch von Fahranfängern genutzt werden, die aber gerade vor dem Hintergrund höherer Unfallzahlen auch eine höhere Versicherungsprämie mit sich bringen. Zu diesen Autos zählen in der Regel ältere Kleinwagenmodelle wie VW Golf, Opel Corsa, Ford Fiesta, Fiat Punto oder Uno, oder der Nissan Micra. Die Liste ist lang.

Gerade für Fahranfänger oder für Autos, die als Zweitwagen zunächst in der Schadensfreiheitsklasse 2 eingestuft werden, lohnt sich im Vorfeld ein Vergleich. Das geht recht einfach und dauert, je nach Anzahl der zu überprüfenden Autos nicht lange. Im Kfz-Versicherungsvergleich lässt sich der Fahrzeugtyp auch ohne Kfz-Schein auswählen. Auf diese Weise lassen sich die Autos herausfiltern, für die eine Ratenzahlung in der Kfz-Versicherung wegfallen kann oder auf halbjährliche Zahlungsweise beschränkt ist.

Kfz-Kosten setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen

Wer sich besonders viel Mühe machen möchte, schaut auch noch, wie hoch der durchschnittliche Verbrauch ausfällt und wie im Mittel die Werkstattkosten angesetzt werden. Aus der Kombination Betriebskosten – Treibstoff – Versicherung ergibt sich dann, welches Auto am Ende wirklich das günstigste ist.