Schufa-Daten: Hier leben die zuverlässigsten Kreditnehmer

29.12.2020 | 13:00

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Wer einen Kredit aufnimmt, muss sich die Monatsraten über die gesamte Laufzeit leisten können. Dass die Kreditnehmer in Deutschland sich dessen bewusst sind, zeigen Daten der Schufa. Zu neun von zehn Verbrauchern liegen der Auskunftei ausschließlich positive Informationen zur Zahlungshistorie vor. Doch im Detail gibt es auch regionale Unterschiede.

Über 90 Prozent der Verbraucher zahlen stets pünktlich

Bei der Schufa werden unter anderem Daten zum Zahlungsverhalten gespeichert. Kommt es zu Zahlungsstörungen, zum Beispiel weil Verbraucher ihre Rechnungen nicht bezahlen oder die Monatsraten für einen Kredit, dann wird dies als Negativmerkmal in der Schufa-Auskunft eingetragen.

2019 hatte die Schufa zu insgesamt 9,1 Prozent der Verbraucher in Deutschland mindestens ein Negativmerkmal gespeichert. Das bedeutet im Umkehrschluss: Zu neun von zehn (90,9 Prozent) Verbrauchern liegen keine Informationen über Zahlungsstörungen vor.

Die wenigsten Zahlungsschwierigkeiten im Süden

Der regionale Vergleich zeigt, dass in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg 2019 am wenigsten Zahlungsschwierigkeiten zu verzeichnen waren. Der Anteil der Personen, zu denen die Schufa mindestens ein Negativmerkmal gespeichert hatte, erreichte in Bayern 6,7 Prozent. In Baden-Württemberg waren es mit 7,2 Prozent geringfügig mehr.

In Sachsen (8,4 Prozent), Thüringen (8,6 Prozent), Hessen und Niedersachsen (je 8,8 Prozent) sowie Brandenburg (8,9 Prozent) lagen die Anteile der Personen mit Zahlungsschwierigkeiten 2019 knapp unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt. In Rheinland-Pfalz erreichte der Anteil genau den Bundesdurchschnitt.

Zahlungsstörungen am häufigsten bei Bremern und Berlinern

In den Bundesländern Bremen und Berlin war der Anteil der Menschen mit Zahlungsschwierigkeiten am höchsten. Von 12 Prozent der Bremer Verbraucher über 18 Jahren hat die Schufa mindestens ein Negativmerkmal gespeichert. In Berlin liegt der Anteil bei 11,8 Prozent.

Auch in Nordrhein-Westfalen (10,9 Prozent), Sachsen-Anhalt (10,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (10,1 Prozent) lagen die Anteile der Personen mit Zahlungsschwierigkeiten mindestens einen Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt. In Hamburg (9,8 Prozent), im Saarland (9,6 Prozent) und in Schleswig-Holstein (9,3 Prozent) war der Anteil der Verbraucher mit Negativmerkmalen leicht überdurchschnittlich.