DSL und Kabel: Was sind die Unterschiede?

DSL (englisch: „Digital Subscriber Line“, deutsch: „digitaler Teilnehmeranschluss“) ist ein digitaler Übertragungsstandard für Internetverbindungen. Der Datentransfer erfolgt dabei ausschließlich über Kupferkabel. Die Breitband-Technologie wird über die Telefonleitung realisiert und ermöglicht Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s.

Kabelnetzbetreiber bieten Kabelinternet über das Fernsehkabel an. Telefonie wird ebenfalls über das Internet ermöglicht, meist in Form von Voice-over-IP.

Der Vorteil von Kabelinternet gegenüber klassischem DSL ist das höhere Übertragungstempo. Bei Kupferkabeln verringert sich nämlich mit jedem Meter die Signalqualität und damit automatisch die Datentransferrate. Dafür kann beim Kabelanschluss die Bandbreite schwanken, wenn viele Nutzer gleichzeitig im Internet sind. In ausgebauten Gebieten können über Kabel derzeit bis zu 400 Mbit/s erreicht werden.

Bei den meisten DSL-Angeboten für Privatkunden handelt es sich um ADSL-Zugänge, deren Leistung für die durchschnittliche Nutzung vollkommen ausreicht. Die kostenintensiveren SDSL-Zugänge sind eher auf Geschäftskunden ausgelegt, die größere Datenmengen ins Internet übertragen müssen.

Unterschiede zwischen VDSL und DSL

Der wesentliche Unterschied zwischen DSL und VDSL („Very High Speed Digital Subscriber Line“) besteht in den Übertragungsgeschwindigkeiten. Bei VDSL wird ein Teil der Datensignale per Glasfaser transportiert; so werden schnellere Geschwindigkeiten erreicht. Die technische Weiterentwicklung nennt sich Vectoring. Das Herunterladen wird dabei auf bis zu 100 Mbit/s beschleunigt, das Hochladen auf bis zu 40 Mbit/s.

Zwar nimmt die Übertragungsrate auch bei Glasfaserkabeln mit jedem Meter ab – der Rückgang ist aber im Vergleich zu Kupferkabeln marginal. Die hohe Datenübermittlungsrate von VDSL vermindert die Ladezeiten im Vergleich zu DSL enorm, sodass Nutzer selbst datenintensive Multimedia-Angebote problemlos abrufen können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Server diese Geschwindigkeiten ebenfalls zulässt.

Ein weiterer Unterschied besteht in der Art der Übertragung: Kupferkabel übertragen die Daten mittels elektrischer Impulse; bei Glasfaser handelt es sich um ein optisches Übertragungsmedium, die Daten werden in Form von Lichtsignalen von den Verteilerstationen in die Haushalte weitergeleitet.

 

Unterschiede
DSL Kabel
Übertragungstechnik Internetzugang über die Telefonleitung Internetzugang über das Fernsehkabel
Geschwindigkeiten Bis zu 16 Mbit/s; bei VDSL bis 100 Mbit/s Bis zu 400 Mbit/s
Verfügbarkeit Nach Anschlussadresse Nach Anschlussadresse und Ausbaugebiet des Kabelnetzes
Stabilität der Leitung Stabile Übertragungsraten Schwankungen in der Übertragung möglich

 

VDSL – schnell und auf mehreren Kanälen gleichzeitig unterwegs

Nutzern von DSL-Angeboten stehen in der Regel die üblichen Download-Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s zur Verfügung. Wer nur mit Regelmäßigkeit seine E-Mails liest und welche versendet, gelegentlich im Internet surft und Mediendateien wie MP3-Musiktitel herunterladen möchte, kommt mit DSL sehr gut aus. VDSL empfiehlt sich vor allem dann, wenn Kunden Triple-Play-Angebote – d. h. Internet, Telefonie und Fernsehen über nur einen einzigen Anschluss – nutzen möchten. Triple-Play macht es beispielsweise möglich, Fernsehprogramme in HD-Qualität auf mehreren Kanälen parallel zu schauen und/oder parallel unterschiedliche Videos zu streamen. Insbesondere Familien und Wohngemeinschaften profitieren davon, verschiedene Multimedia-Angebote gleichzeitig nutzen zu können.

IPTV dank VDSL

Internet-Provider wie Vodafone oder die Telekom stellen das sogenannte IPTV zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Fernsehbetrieb, bei dem das Gerät die Signale nicht über Antenne, terrestrisch oder Satellit, sondern über eine Internetleitung empfängt. Dank der hohen Übertragungsraten von VDSL können Nutzer auch HD-Inhalte auf ihrem Fernsehgerät anschauen. Ein großer Vorteil von IPTV ist die Möglichkeit für zeitversetztes Fernsehen (Timeshifting), auch lässt sich das Programm jederzeit anhalten. Mit IPTV ist eine sehr große Bandbreite an Programmen – darunter zahlreiche Spartensender – realisierbar.

Tarifdetails beachten

Bei der Entscheidung für ein VDSL-Angebot sollten Kunden stets die Tarifdetails berücksichtigen. Die Provider unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des Monatspreises, sondern auch bei der Mindestvertragslaufzeit, den Einrichtungsgebühren, der mitgelieferten Hardware und den Versandkosten. Zudem führen einige Anbieter eine Internet-Drosselung durch, sobald ein bestimmtes Datenvolumen verbraucht ist.

Der Start von VDSL in Deutschland

Den Beginn und Ausbau des VDSL-Netzes in Deutschland leitete die Deutsche Telekom 2006 ein –allerdings zunächst nur in zehn Städten und in überschaubarem Rahmen. Zwei Jahre später stand die neue Breitbandtechnik bereits in den 40 größten Städten Deutschlands in vielen Gegenden zur Verfügung.

Im Jahr 2010 einigten sich die Provider mit der Telekom bezüglich der Nutzung der VDSL-Infrastruktur. Den Konkurrenzunternehmen war es fortan gestattet, Telekom-VDSL in den eigenen Tarifen anzubieten. Da die Telekom eine hohe Leitungsmiete berechnet, investieren viele Provider inzwischen in eine eigene VDSL-Infrastruktur. Vor allem Vodafone treibt den Ausbau eigener Netze stetig voran.

DSL-Typ
Bedeutung
ADSL Asymmetrisches DSL: Download- ist höher als Upload-Geschwindigkeit
SDSL Symmetrisches DSL: Download- und Upload-Geschwindigkeit sind gleich schnell
VDSL Very high-rate Digital Subscriber Line: Ermöglicht eine Downstream- von bis zu 100 Mbit/s und eine Upstream-Geschwindigkeit von bis zu 40 Mbit/s

 

 
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