Das Wichtigste in Kürze

  • Bewachungskosten entstehen, wenn die Wohnung nach einem Schadensfall für Dritte zugänglich ist und das Risiko einer Plünderung besteht.
  • Die Übernahme der Bewachungskosten muss Vertragsbestandteil sein.
  • Im Schadensfall sollten Versicherte sich sofort mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen.

Wann entstehen Bewachungskosten?

Wenn beispielsweise nach einem Brand oder einem Einbruch die Wohnung für Dritte leicht zugänglich ist, macht es Sinn, einen Wachdienst für den Schutz der Wohnung zu beauftragen. Damit soll verhindert werden, dass noch brauchbare Einrichtungsgegenstände oder sonstige Besitztümer des Versicherungsnehmers noch im Nachhinein gestohlen werden. Die dafür anfallenden Aufwendungen werden als Bewachungskosten bezeichnet.

Übernimmt die Versicherung die Bewachungskosten?

Die Hausratversicherung übernimmt die Bewachungskosten, wenn die folgenden zwei Voraussetzungen dafür gegeben sind:

  • Die Notwendigkeit der Bewachung resultiert aus einem versicherten Schadensereignis.
  • Der Versicherungsvertrag sieht die Übernahme der Bewachungskosten vor.

Rechnet der Wachdienst nicht direkt mit der Versicherung ab, muss der Versicherungsnehmer eine Rechnung vorlegen. Grundsätzlich sollte sich der Geschädigte sofort an seinen Versicherer wenden, wenn die Notwendigkeit zur Bewachung besteht. Er kann dann auch klären, ob seine Police die Übernahme der Bewachungskosten vorsieht und die Deckungszusage sowie die Regulierung klären.

Wann die Versicherung keine Bewachungskosten bezahlt

Resultiert die Notwendigkeit zur Bewachung der versicherten Wohnung nicht aus einem versicherten Risiko, besteht auch kein Anspruch auf Kostenübernahme. Feuer und Einbruchdiebstahl zählen zu den versicherten Grundrisiken in der Hausratpolice. Anders sieht es aus, wenn beispielsweise durch Schneedruck das Dach des Wintergartens eingedrückt wird und den Zugang zum Haus ermöglicht. Schneedruck gilt als Elementarschaden.

Elementarschäden müssen in der Regel gegen eine Mehrprämie mitversichert werden. Der Beitrag für die Elementarschadendeckung richtet sich nach der Postleitzahlregion, in der sich die versicherte Wohnung befindet. Die deutschen Versicherer unterscheiden nach fünf Risikozonen in Deutschland.


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