Aufräumungskosten können beispielsweise aufgrund eines Brands, Rohrbruchs oder Orkans entstehen. Denn bei einem größeren Schaden fallen für gewöhnlich nicht nur durch den Ersatz der zerstörten Gegenstände Kosten an: Auch die Aufräumarbeiten schlagen je nach Schadensfall mit teilweise enormen Summen zu Buche. Eine passende Versicherung schützt vor diesen Unkosten.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aufräumungskosten: Definition
  3. Beispiele für Aufräumungskosten
  4. Welche Versicherung übernimmt die Aufräumungskosten?
  5. Welche Kosten übernehmen die Versicherungen nicht?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aufräumungskosten übernimmt entweder die Hausratversicherung oder die Gebäudeversicherung.
  • Für Schäden an privat genutzten Gegenständen ist die Hausratversicherung zuständig.
  • Bei Schäden an einer Immobilie übernimmt die Gebäudeversicherung die Aufräumungskosten.

Aufräumungskosten: Definition

Die Aufräumungskosten stellen Aufwendungen dar, die notwendig sind, um die Schadenstätte in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Dies beinhaltet neben dem Aufräumen auch den Abtransport beschädigter sowie zerstörter Gegenstände zur nächstgelegenen Ablagerungsstätte und gegebenenfalls deren Entsorgung. Von Aufräumungskosten spricht man dann, wenn die entsprechenden Gegenstände den Versicherungsort endgültig verlassen. Das Aufräumen der Schadensstätte ist nicht auf den Versicherungsort beschränkt, sondern bezieht sich beispielweise bei einer Immobilie ebenso auf das Grundstück und die Umgebung.

Insbesondere nach einem Wohnungs- oder Hausbrand können die Aufräumungskosten sehr hoch ausfallen. Ein Grund dafür sind die in jeder Wohnung vorhandenen Kunststoffe (beispielsweise in Fernsehgehäusen oder Bekleidung), bei deren Verbrennung giftige Substanzen entstehen. Infolgedessen wird Brandschutt in vielen Fällen als gefährlicher Abfall gewertet. Bereits ein Container mit fünf Kubikmetern gewöhnlichem Bauschutt sorgt für Unkosten von etwa 400 Euro. Handelt es sich um asbesthaltigen oder sonstigen giftigen Müll, fallen die Kosten noch einmal deutlich höher aus.

Beispiele für Aufräumungskosten

Zu den versicherten Kosten gehören nicht nur die Aufwendungen, die unmittelbar durch das Aufräumen der Wohnung und den Abtransport des Schutts zu einer Deponie anfallen. Auch die folgenden Kostenstellen lassen sich beispielsweise für gewöhnlich den Aufräumungskosten zurechnen:

  • Neue Türschlösser und deren Einbau (falls ein Einbrecher die Schlüssel gestohlen hat)
  • Beaufsichtigung der Wohnung oder Immobilie (falls keine andere Möglichkeit besteht, diese zu sichern)
  • Aufenthalt in einem Hotel oder einer vergleichbaren Unterbringung (falls die Wohnung oder Immobilie durch den Schadensfall nicht mehr nutzbar ist)
  • Transport und Lagerung von Hausrat (falls notwendig)

Welche Versicherung übernimmt die Aufräumungskosten?

Grundsätzlich trägt die Aufräumungskosten entweder die Hausratversicherung oder die Gebäudeversicherung. Welcher Versicherer die Kosten übernimmt, hängt vom Einzelfall ab. Werden privat genutzte Gegenstände wie die Wohnungseinrichtung beispielsweise durch ein Feuer oder einen Rohrbruch in Mitleidenschaft gezogen, ist die Hausratversicherung zuständig. Besteht der Schaden dagegen direkt an der Immobilie oder Wohnung, trägt die Gebäudeversicherung die Aufräumungskosten.

Übernahme der Aufräumungskosten durch die Hausratversicherung

Aufräumungskosten sind in den meisten Hausratversicherungen enthalten. Die Kostenübernahme bezieht sich allerdings lediglich auf die im Versicherungsschutz eingeschlossenen Gegenstände. Für gewöhnlich ersetzt die Versicherung Kosten bis zur Gesamtversicherungssumme zuzüglich zehn Prozent. Damit ist gewährleistet, dass selbst im Falle eines Totalschadens ein gewisser Betrag für die Aufräumungskosten bereitsteht.

Bei einem geringen Versicherungsschaden empfiehlt es sich unter Umständen, die Wohnung in Eigenregie aufzuräumen. Handelt es sich beispielsweise lediglich um einen kleinen Wasserschaden, ist keine Fachkraft notwendig, um das Wasser aufzuwischen. Für die Einsparungen und die Eigenleistung bedanken sich Versicherungsgesellschaften in der Regel mit einer finanziellen Anerkennung. Die exakte Summe ist im Wesentlichen vom Umfang der erbrachten Arbeiten abhängig.

Übernahme der Aufräumungskosten durch die Gebäudeversicherung

Auch in der Mehrheit der Gebäudeversicherungen sind die Aufräumungskosten im Versicherungsschutz enthalten. Meist existiert im Vertrag eine Position, an welcher sie zusammen mit den Abbruchkosten, den Bewegungskosten sowie den Schutzkosten genannt werden. Die Versicherung kommt nicht nur für die Instandsetzung der Immobilie beziehungsweise Wohnung auf, sondern entsorgt auch den (kontaminierten) Bauschutt.

Allerdings sollten Verbraucher bedenken, dass die Aufräumungskosten die Versicherungssumme unter Umständen überschreiten können. In einer solchen Situation muss der Versicherte die Differenz aus den Aufräumungskosten und dem versicherten Betrag selbst zahlen. Den Optimalfall stellt ein unbegrenzter Versicherungsschutz dar, den einige Gesellschaften anbieten.

Welche Kosten übernehmen die Versicherungen nicht?

Auch wenn der Versicherungsschutz zahlreiche Aufwendungen abdeckt, gibt es einige Kostenpositionen, die Versicherungen im Zusammenhang mit der Aufräumung für gewöhnlich nicht übernehmen. Dazu zählen beispielsweise die Kosten für die Dekontamination des Bodens, falls durch Löschwasser Chemikalien ins Erdreich gesickert sind. Allerdings besteht über eine Zusatzklausel oftmals die Möglichkeit, derartige Aufwendungen mitzuversichern. Selbiges gilt für die Kosten zur Beseitigung entwurzelter Bäume.

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