Haus- und Wohnungsschutzbrief

Schlüsseldienste können richtig teuer werden. Wer das Pech hat, dass am ersten Weihnachtsfeiertag die Toilette verstopft ist, wird ebenfalls kräftig zur Kasse gebeten. Die klassische Hausratversicherung kommt für diese Kosten nicht auf. Ein Haus- und Wohnungsschutzbrief kann in solchen Fällen sinnvoll sein.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Deckungsumfang der Hausratversicherung
  3. Der Zusatzbaustein "Wohnungsschutzbrief"
  4. Wann lohnt sich ein Wohnungsschutzbrief?
  5. Gibt es einen Unterschied zum Hausschutzbrief?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Haus- und Wohnungsschutzbrief stellt eine Ergänzung der Hausratversicherung dar.
  • Er trägt die Kosten für Notfälle, beispielsweise einen Schlüsseldienst.
  • Ein Vertrag ohne Hausratversicherung ist nicht möglich.
  • Bei einem Haus- und Wohnungsschutzbrief gibt es grundsätzlich keine Selbstbeteiligung.

Deckungsumfang der Hausratversicherung

Die klassische Hausratversicherung kommt für Schäden auf, die durch

entstehen. Das Risiko Feuer schließt auch Blitzschäden und damit verbunden auch Überspannungsschäden durch Gewitter ein. Die Kosten für Schlüsseldienste, Handwerker an Feiertagen oder Kammerjäger sind nicht abgesichert.

Der Zusatzbaustein "Wohnungsschutzbrief"

Seit einigen Jahren bieten die Versicherungsgesellschaften eine Deckungserweiterung für die Hausratversicherung an, den Wohnungsschutzbrief. Der Wohnungsschutzbrief gilt als Vollkaskoschutz für Mieter und Eigentümer hinsichtlich der Wohnung oder des Hauses. Er kann nur in Zusammenhang mit einer Hausratversicherung abgeschlossen werden. Als Einzellösung ist er nicht vorgesehen. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf Risiken, die durch die klassische Hausratversicherung nicht abgedeckt sind. Dazu zählen

  • Kosten für die Wohnungsöffnung durch einen Schlüsseldienst
  • Handwerkerleistungen für Reparaturen an technischen Haushaltsgroßgeräten
  • Handwerkerleistungen für Reparaturen im Sanitärbereich und an der Heizung
  • Rohrreinigungsservice
  • Übernahme der Kosten für einen Kammerjäger bei Schädlingsbefall, zum Beispiel von Ratten
  • Aufwendungen für den Abtransport eines Bienen-, Hornissen- oder Wespennestes
  • Kinderbetreuung bei Eintreten eines Notfalls
  • 24-Stunden-Service
  • Rechtsberatung im privaten Bereich
  • Dokumenten- und Datendepot
  • Stellung einer Ersatzwohnung im Notfall
  • Unterbringung von Tieren
  • Notheizung
  • Soforthilfe, wenn Zahlungsmittel im Ausland abhandenkommen

Die Leistungsbandbreite der versicherten Risiken variiert allerdings von Versicherer zu Versicherer. Ein Vergleich der Hausratversicherungen vor Abschluss macht absolut Sinn. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, die alte Hausratversicherung zu kündigen und zu wechseln, um in allen Bereichen einen optimalen Versicherungsschutz zu erhalten. In der Regel sind die Leistungen auf 500 Euro je Schadensfall maximiert. Die Versicherer leisten bis zu 1.500 Euro im Jahr. In Bezug auf die Deckelung bestehen keine Unterschiede zwischen den Versicherern. Bei einem Haus- oder Wohnungsschutzbrief verzichten die Versicherungsgesellschaften generell auf eine Selbstbeteiligung.

Wann lohnt sich ein Wohnungsschutzbrief?

Für Mieter gilt, dass ein Blick in den Mietvertrag Auskunft gibt, inwieweit sie an Reparaturkosten beteiligt werden können. Viele Mietverträge sehen vor, dass die Mieter die Kosten für Kleinreparaturen bis zu einer Höhe von 300 Euro tragen müssen. Dazu zählen beispielsweise Rohrreinigungen oder minder dramatische Fälle von Reparaturen im Sanitärbereich.

Für die Schädlingsbekämpfung, beispielsweise Kakerlaken oder Rattenbefall, muss grundsätzlich der Vermieter aufkommen. Wer allerdings seinen Wohnungsschlüssel verliert, trägt die Kosten selbst. Der Schlüsselverlust birgt in Wohnanlagen jedoch noch ein weiteres Risiko: Handelt es sich um Schlüssel einer Schließanlage, muss diese unter Umständen ausgetauscht werden. Der Aufwand dafür kann vier- oder fünfstellig ausfallen. In diesem Fall greift die private Haftpflichtversicherung, vorausgesetzt, das Schlüsselrisiko ist Bestandteil der Police.

Ein Wohnungsschutzbrief lohnt sich auf jeden Fall dann, wenn der Versicherungsnehmer im Rahmen der Hausratversicherung hinsichtlich der versicherten Leistungen des Schutzbriefes auf der ganz sicheren Seite sein möchte. Der Beitrag fällt im Vergleich zur Leistungshöhe geradezu marginal aus.

Gibt es einen Unterschied zum Hausschutzbrief?

Der Wohnungsschutzbrief und der Hausschutzbrief unterscheiden sich nur dem Namen nach. Der Hausschutzbrief zielt auf die Bewohner eines Ein- oder Zweifamilienhauses ab.

Üblicherweise sprechen die Versicherungsgesellschaften von einem Haus- und Wohnungsschutzbrief. Während die meisten der versicherten Risiken bei Häusern und Wohnungen gleichermaßen vorkommen können, ist das Risiko von Wespen- oder Hornissennestern beispielsweise bei Einfamilienhäusern deutlich größer. Die Entfernung eines solchen Nestes kann mit bis zu 250 Euro zu Buche schlagen. Während es bei einer angemieteten Immobilie Sache des Vermieters ist, muss der Eigentümer eines Einfamilienhauses selbst für die Kosten aufkommen.

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