Auf den ersten Blick mag eine Pferdelebensversicherung absurd klingen. Bei genauer Betrachtung kann eine solche Police aber durchaus Sinn machen. Natürlich gibt es Pferde, die "nur" in der Box stehen und mehrfach in der Woche ausgeritten werden. Es gibt aber auch Pferde, die darüber hinaus einem bestimmten Zweck dienen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wann eine Pferdelebensversicherung sinnvoll ist
  3. Leistungen
  4. Kosten
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Die Tierhalterhaftpflicht schuetzt Sie und Ihre Vierbeiner!

Das Wichtigste in Kürze

  • Beiträge orientieren sich am Leistungsumfang und am Alter der Tiere.
  • Pferdelebensversicherungen kompensieren auch den Nutzungsausfall bei Gebrauchspferden.
  • Unterschiedliche Tarife bieten differenzierte Leistungen.

Wann eine Pferdelebensversicherung sinnvoll ist

Ein Dressurpferd mit entsprechenden Preisen hat zum einen eine jahrelange Ausbildung hinter sich, zum anderen verfügt es über die notwendige Veranlagung, dass es zu einem Champion werden konnte. Ein solches Pferd stellt ein nicht unerhebliches Kapital dar. Als Hengst bietet es dem Halter die Möglichkeit, größere Summen durch die Fortpflanzung zu verdienen. Stirbt das Tier allerdings unverhofft, können sich die Kosten für die Ausbildung nicht mehr amortisieren. In diesem Fall wäre eine Pferdelebensversicherung als Kompensation durchaus angebracht.

Folgende "Nutzungsarten" von Pferden gehen hinsichtlich der Kosten weit über die eines normalen Reitpferdes hinaus:

  • Dressurpferde
  • Polopferde
  • Vielseitigkeitspferde
  • Westernpferde
  • Traber und Galopper

Zusätzlich bietet sich eine Pferdelebensversicherung auch für

  • Zuchtstuten
  • Deckhengste
  • Fohlen

an.

Was leistet eine Lebensversicherung für Pferde?

Zunächst einmal zahlt sie bei Tod des Pferdes die vereinbarte Versicherungssumme aus. Allerdings gibt es hier in Bezug auf die Todesursache und den Leistungsumfang durchaus tarifbedingte Unterschiede.

Eine mögliche Grunddeckung könnte Versicherungsschutz bei

  • Tod durch Transport
  • Blitzeinschlag oder Brand
  • Tötung in diebischer Absicht

bieten. Bei einer erweiterten Deckung käme dann noch Tod durch Krankheit oder Unfall einschließlich Nottötung dazu. Ein Premiumtarif sichert auch den Nutzungsausfall des Tieres durch Krankheit oder Unfall ab, ohne dass es zu einer Tötung kommen muss.

Eine weitere Frage ist, ab wann ein Pferd versicherbar ist. Je nach Anbieter sind bereits Fohlen versicherbar, andere Gesellschaften gewähren die Deckung erst nach der Aufzucht. Beim Höchstalter bestehen ebenfalls verschiedene Grenzen in der Lebensversicherung für Pferde. Ein Halter kann eine solche Police aber durchaus bis zum 14. Lebensjahr des Pferdes abschließen.

Pferdelebensversicherung für Fohlen

Bei einer Pferdelebensversicherung für Fohlen gelten bei einigen Anbietern andere Kriterien als für ältere Pferde. Dies hängt auch mit der Definition "Fohlen" zusammen. Als Fohlen werden Pferde eingestuft, die älter als 45 Tage und jünger als sechs Monate sind. Die Prämie fällt für Fohlen etwas höher aus als für ältere Tiere.

Die Besonderheit bei der Leistungshöhe

Je nach Tarifierung wird bei einigen Leistungsfällen nicht die vollständige Versicherungssumme ausgezahlt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Pferd nicht mehr für seinen eigentlichen Zweck genutzt werden kann, aber weiter auf der Koppel steht. Hier sehen die Versicherer eine Leistungsbegrenzung auf 80 Prozent der Versicherungssumme vor. Das Pferd geht in diesem Fall aber nicht in das Eigentum der Versicherungsgesellschaft über, sondern bleibt bei seinem Eigentümer.

Was kostet eine Pferdelebensversicherung?

Diese Frage lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten, sondern hängt von der Versicherungsgesellschaft, dem Alter des Pferdes und dem gewählten Tarif ab. Versicherungssummen sind je nach Anbieter und Tarif in einer Größenordnung ab 1.500 Euro, 5.000 Euro und 10.000 Euro möglich. Als Höchstversicherungssumme gilt ein Standard von 50.000 Euro, zu dem es allerdings auch Abweichungen geben kann.

Ein sehr populärer Anbieter berechnet im Premiumtarif für ein Pferd im Alter zwischen drei und fünf Jahren bei einer Versicherungssumme von 10.000 Euro im Vierteljahr 214,20 Euro. Wird das Tier bereits als Fohlen versichert, beläuft sich der Beitrag noch auf 187,44 Euro. Die Vertragslaufzeit ist jeweils auf zehn Jahre festgelegt.

Wer eine Lebensversicherung für Pferde berechnen möchte, kommt nicht umhin, nicht nur die Preise, sondern auch die Konditionen zu vergleichen. So gibt es durchaus Unterschiede bei möglichen Wartezeiten im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand des Tieres.

Die Tierhalterhaftpflicht schuetzt Sie und Ihre Vierbeiner!

Tierhalterhaftpflicht

  • Schutz vor finanziellem Ruin
  • Direkt wechseln und sofort sparen
  • Ihr unabhängiger Versicherungsmakler – Erstinformation