Wer gerne in exotischen Ländern Urlaub macht und seinem Hund den Stress und den Lärm einer Flugreise ersparen will, der muss sich überlegen, wo er ihn während des Urlaubs unterbringen möchte. Bei vielen Leuten sorgen Familienangehörige oder Nachbarn während der Ferien für das Haustier. Wer jedoch nicht auf diese zurückgreifen kann, muss sich eine der folgenden Alternativen als Hundebetreuung suchen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufig werden Hunde während des Urlaubs in eine Hundepension, eine Hundetagesstätte oder ein Hundehotel gebracht.
  • Das Hundehotel sollte neben dem gewöhnlichen Hundegeruch nicht streng riechen. Schlechte, muffige Luft ist ein Hinweis auf mangelnde Hygiene.
  • Beim Hundesitting kümmern sich fremde Personen gegen Bezahlung um den Hund und dieses Betreuungsmodell erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Neben dem Aufsetzen eines Vertrags für den Tierhüter ist die richtige Versicherung ein zentrales Thema.

Die Hundepension: Optimale Hundebetreuung durch erfahrenes Personal

Häufig werden Hunde während des Urlaubs in eine Hundepension, eine Hundetagesstätte oder ein Hundehotel gebracht. Diese Einrichtungen sind genau auf die Bedürfnisse der Vierbeiner eingestellt und bieten neben einer guten Ausstattung meist auch freundliches und geschultes Personal, das sich liebevoll um die tierischen Gäste kümmert. Oft ist sogar ein Hundesalon angeschlossen.

Um sicherzugehen, dass Sie sich für die richtige Hundepension für Ihren Liebling entscheiden, sollten ein paar Kriterien Beachtung finden. Die Hundepension sollte:

  • Wurmkur und Impfpass für ihre Gäste vorschreiben;
  • den Hunden neben dem Aufenthalt im Zwinger auch Auslauf bieten;
  • nicht mehr als zwei Hunde pro Zwinger halten;
  • über einen Sachkundenachweis nach § 11 des Tierschutzgesetzes verfügen.

Außerdem sollte das Hundehotel neben dem gewöhnlichen Hundegeruch nicht streng riechen. Schlechte, muffige Luft ist ein Hinweis auf mangelnde Hygiene. Wenn aber eigenes Futter mitgebracht werden darf, ist das ein gutes Zeichen. Dieses wird vom Hund eher gefressen und er wird sich in der ungewohnten Umgebung etwas heimischer fühlen. Achten Sie auch darauf, ob das Personal viele Fragen stellt und wie es mit den Tieren umgeht – die eine oder andere Streicheleinheit kann Ihrem Vierbeiner gewiss nicht schaden. Zu guter Letzt ist es sehr aufschlussreich, sich die bereits in der Hundepension untergebrachten Hunde anzusehen. Wenn sie einen gesunden und zufriedenen Eindruck machen, kann man davon ausgehen, dass es den Tieren bei den Betreuern gut geht.

Die Alternative: Der Hundesitter

Eine andere Möglichkeit bietet das Hundesitting. Dabei kümmern sich fremde Personen gegen Bezahlung um den Hund und dieses Betreuungsmodell erfreut sich großer Beliebtheit. Für viele Menschen wird das Hundesitting vom Hobby zum Job, mit dem sie ihr Geld verdienen. Die Preise der verschiedenen Hundesitter können dabei jedoch stark variieren. In der Regel sind die Kosten für einen Hundesitter aber dennoch geringer als für eine Hundepension oder ein Hundehotel.

Allerdings sollte man bei der Wahl auch hier darauf achten, dass der potenzielle Gassi-Geher einige Qualifikationen und Erfahrung mitbringt. Der optimale Hundesitter sollte einen seriösen und pflichtbewussten Eindruck machen und sich vor allem gut mit dem Hund verstehen. Es ist ein gute Idee, den Hund und seinen zukünftigen Aufpasser einander noch vor dem Urlaub vorzustellen und sie ein wenig Zeit miteinander verbringen zu lassen. So können dann neben Gassi-Geh- und Fütterungszeiten auch aufkommende Fragen direkt geklärt werden. Auf jeden Fall sollte die in Frage kommende Person über 16 Jahre alt sein. Kindern die alleinige Versorgung eines Hundes zu überlassen gilt im Falle eines Schadens als fahrlässig – besonders bei großen Hunden. In solchen Fällen kann es sein, dass die Hundeversicherung für den Schaden nicht aufkommen muss.

Natürlich müssen dem Hundesitter die Urlaubsanschrift sowie die Telefonnummer des Tierarztes dagelassen werden. Was zunächst ein Arrangement für den Urlaub ist, entwickelt sich dann häufig zu einer langfristigen Abmachung, von der sowohl Hundehalter als auch der Hundesitter und vor allem der Hund profitieren. Dieser wird nämlich bei einer solchen Lösung nicht aus seinem gewohnten Umfeld gerissen und freut sich über die neue Gesellschaft.

Die richtige Versicherung für die Hundebetreuung

Neben dem Aufsetzen eines Vertrags für den Tierhüter ist die richtige Versicherung ein zentrales Thema. Egal ob der Hund in einer Hundepension oder einer Hundetagesstätte abgegeben oder von einem Hundesitter versorgt wird, die eigene Hundehaftpflichtversicherung haftet laut § 834 BGB nicht für Schäden, die in der Obhut eines Fremdhüters entstanden sind. Normalerweise gilt: Wenn der Hund etwas anstellt, übernimmt die Hundeversicherung mögliche Schadenersatzforderungen. Da es sich hier aber bei den Betreuern um gewerblich aktive Personen handelt, müssen diese selbst eine Versicherung abschließen. Sie haften, wenn der betreute Hund sich selbst, andere Menschen oder Tiere verletzt und deren Eigentum (auch das des Tierhüters selbst) beschädigt. Für den Hundesitter bedeutet dies, dass er eine Hundesitter-Versicherung abschließen muss. Die Hundepension muss sich ebenfalls mit einer Betriebshaftpflichtversicherung absichern.

Wer seinen Hund jedoch Familie, Freunden oder Nachbarn unentgeltlich überlässt, sollte darauf achten, dass die eigene Hundehalterhaftpflicht das Fremdhüterrisiko mit einschließt. Bei Verivox können Sie im letzten Schritt des Hundeversicherungsvergleichs überprüfen, welche Policen der verschiedenen Versicherer dies beinhalten. Allerdings gibt es einige Anbieter, bei denen Schäden, die am Fremdhüter selbst oder beispielsweise seiner Wohnung entstehen, nicht abdecken. Dieser wichtige Punkt sollte bei Abschluss des Versicherungsvertrags überprüft werden.

Hund rennt den fast menschenleeren Strand entlang

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