Eine Hundeschule kann sich lohnen, vor allem wenn die Hundehalter selbst noch unerfahren sind. Die Hundeschule sozialisiert Hund und Halter gleichermaßen. Es gibt allerdings eine Voraussetzung für den Besuch der Hundeschule.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Voraussetzungen für die Hundeschule
  3. Hundehaftpflicht und Hundeschule
  4. Die Hundeschule lohnt sich
  5. Ab welchem Alter sollte ein Welpe in die Hundeschule?
  6. Kosten der Hundeschule
  7. So erkennen Sie eine gute Hundeschule
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Die Tierhalterhaftpflicht schuetzt Sie und Ihre Vierbeiner!

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hundeschule hilft dem Halter, das Hundeverhalten zu verstehen.
  • Eine Hundehaftpflicht und Impfungen sind Voraussetzungen für die Teilnahme.
  • Die Kosten richten sich nach Gruppengröße und Lerninhalten.

Voraussetzungen für die Hundeschule

Grundsätzlich besteht nicht in allen Bundesländern die Pflicht, eine Hundehalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. Lediglich in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen muss jeder Hundehalter eine solche Police vorweisen. In Nordrhein-Westfalen hängt die Versicherungspflicht von Größe und Gewicht des Hundes ab. Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sehen eine Versicherungspflicht vor, wenn das Tier auffällig wurde. In Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein basiert die Versicherungspflicht auf einer Rasseliste.

Hundeschulen orientieren sich jedoch nicht nur an der jeweiligen gesetzlichen Vorgabe. Niemand weiß, ob sein Hund beim Spiel oder durch eine ängstliche Reaktion eine andere Person, deren Eigentum oder deren Hund schädigt. Deshalb ist eine Hundehalterhaftpflichtversicherung Voraussetzung, dass der Besuch in der Hundeschule erlaubt wird. Neben der Versicherung muss der Halter aber auch nachweisen, dass sein Tier geimpft und entwurmt ist. Dies gilt sowohl für die Hundeschule als auch für die Welpenschule.

Hundehaftpflicht und Hundeschule

Das Thema Haftpflichtversicherung betrifft bei einer Hundeschule beide Seiten, die Hundehalter und die Schule. Für Hundeschulen gilt, dass sie ebenfalls eine Haftpflichtversicherung besitzen sollten. Allerdings fällt diese Haftpflichtversicherung unter die Sparte Betriebshaftpflichtversicherung. Der Vertrag sichert den Inhaber der Hundeschule und seine Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit mit fremden Hunden ab, sollten diese zu Schaden kommen. Vertragsbestandteil ist bei Bedarf auch die Absicherung von Pensionstieren, wenn an die Hundeschule noch eine Hundepension angegliedert ist.

Auch wenn viele Hundetrainer nicht auf einem eigenen Gelände arbeiten, sondern entweder im Freien oder auf der Anlage eines Hundevereins, sollten die Risiken auch bei einer mobilen Hundeschule abgesichert sein. Immerhin übernimmt der Trainer für die Dauer der Schulstunde die Verantwortung für die Tiere.

Die Hundeschule lohnt sich

Wer zum ersten Mal einen Hund hält, stellt sich die Erziehung des Tieres möglicherweise leichter vor als gedacht. Rassespezifische Eigenschaften und die Sozialisation als Welpe tragen ihren Teil dazu bei, wie schnell das Tier lernt und Kommandos befolgt. Eine Hundeschule dient aber nicht nur der Ausbildung des Hundes. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit des Trainers liegt darin, dem Hundehalter die Verhaltensweisen des Hundes zu erläutern und den Halter ebenfalls auszubilden. Die Hundehalter lernen darüber hinaus, wie sie sich in Stresssituationen verhalten müssen.

Wer Hunde beobachtet, sieht, dass diese in einer normalen Situation niemals frontal aufeinander zugehen, sondern sich seitlich nähern. Wer zu seinem Welpen oder Junghund Vertrauen aufbauen möchte, sollte beispielsweise diese Annäherungsweise auch für sich beherzigen.

Die Hundeschule bietet weitere Vorteile. Zum einen sind Hunde Rudeltiere, die meisten fühlen sich wohl, wenn sie unter ihresgleichen sind. Damit hat die Hundeschule auch für Junghunde jenseits des Welpenalters einen positiven Einfluss auf die Sozialisation. Der Lerneffekt im Rudel wird dadurch verstärkt, dass der eine Hund vom anderen abschaut.

Von der Welpenschule in die Hundeschule

Als Vorstufe zur Hundeschule gilt die Welpenschule. In der Welpenschule geht es weniger um Ausbildung als vielmehr darum, die Sozialisation der jungen Hunde zu fördern und ihr Wesen nachhaltig positiv zu prägen. Dazu gehört, dass sie mögliche Ängste vor anderen Hunden verlieren und auch später in Stresssituationen stabil bleiben.

Inhalte der Hundeschule

Hundeschulen bieten neben der klassischen Grundausbildung von "Sitz", "Platz" und "bei Fuß" auch die Möglichkeiten den Hund weiter auszubilden. Im ersten Schritt käme die Begleithundeprüfung, gefolgt von Schutzhund I und Schutzhund II oder andere Bausteine.

Ab welchem Alter sollte ein Welpe in die Hundeschule?

Theoretisch kann ein Welpe ab dem ersten Tag, an dem er in seinem neuen Zuhause ist, eine Welpenschule besuchen. Allerdings wird die Ausbildung eines Welpen von vorneherein eingeschränkt, da die Konzentrationsphase eines Welpen vergleichsweise kurz ist.

Für Junghunde gilt, dass sie in die Schule gehen können, wenn sie dem Welpenalter entwachsen sind, sprich mit vier oder fünf Monaten. Dies hängt vom Wesen des einzelnen Tieres ab. Allerdings werden die Hundehalter eines beobachten, wenn der Vierbeiner ca. ein Jahr alt ist: Von einem Tag auf den anderen ist alles bis dahin gelernte vergessen – willkommen in der Pubertät. Hier hilft nur eins: praktisch von vorne anfangen.

Kosten der Hundeschule

Die Bandbreite reicht von fünf Euro in der Stunde für Welpenschule bis zu 100 Euro für spezielles Einzeltraining. Der Preis richtet sich unter anderem danach, wie viele Teilnehmer der Kurs hat. Dazu kommt, ob die Schule Material, beispielsweise für Apportierübungen, stellt, oder der Halter dieses selbst mitbringen muss. Die Ausbildung zum Begleithund fällt beispielsweise mit deutlich weniger Aufwand aus als die Schutzhundausbildung.

So erkennen Sie eine gute Hundeschule

Der Begriff Hundetrainer ist nicht geschützt. Es kann folglich jeder für sich als Hundetrainer Werbung machen. Allerdings erkennt man eine gute Schule beispielsweise daran, ob sie etabliert und seit vielen Jahren am Markt ist. Ein weiterer Aspekt ist die Durchfallquote der Hunde und ihrer Halter bei Prüfungen. Es gibt weitere Merkmale, die eine gute Hundeschule ausmachen:

  • Kleine Gruppen
  • Rückerstattung der Kursgebühr, wenn nach der ersten Stunde abgebrochen wird.
  • Trennung nach kleinen und großen Hunden.
  • Der Trainer verfügt über den Sachkundenachweis gemäß Paragraf 11 Tierschutzgesetz.
  • Es wird ausschließlich mit Lob, nicht mit Strafe gearbeitet.
  • Kein Kasernenton, weder den Hunden noch dem Halter gegenüber.

Die Tierhalterhaftpflicht schuetzt Sie und Ihre Vierbeiner!

Tierhalterhaftpflicht

  • Schutz vor finanziellem Ruin
  • Direkt wechseln und sofort sparen
  • Ihr unabhängiger Versicherungsmakler – Erstinformation