Smart Meter

Nach dem Willen der EU sollen in ganz Europa „intelligente Stromzähler“ oder „Smart Meter“ eingeführt werden. Diese sollen sowohl den Energieversorgern als auch den Verbrauchern helfen, effizienter mit Energie umzugehen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Energieverbrauch per Smart Meter in Echtzeit kontrollieren
  3. Smart Meter kann zu Energieeinsparungen führen
  4. Smart Meter-Vorteile für Versorger: Mehr Daten und Fernabschaltung
  5. Bis 2032 soll die Umstellung auf Smart Meter abgeschlossen sein
  6. Den Umstieg auf die Smart Meter zahlen die Verbraucher

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Smart Meter misst detailliert, wann wie viele Kilowattstunden verbraucht wurden.
  • Der Stromverbrauch kann als Kurvendiagramm mit einer Zeitachse dargestellt werden.
  • Verbrauchsdaten werden an den Stromanbieter gesendet und aufbereitet. Jede Viertelstunde bekommt das Unternehmen dadurch eine Übersicht, wie viel Strom verbraucht wird und kann dementsprechend kalkulieren.
  • Bis 2032 soll die Umstellung auf Smart Meter in Deutschland abgeschlossen sein.

Energieverbrauch per Smart Meter in Echtzeit kontrollieren

Die klassischen Stromzähler, auch „Ferraris-Zähler“ genannt, verrichten ihre Arbeit in den allermeisten deutschen Haushalten. Sie messen die verbrauchten Kilowattstunden und stellen diese mit einem Zählwerk dar. Einmal jährlich wird der Verbrauch entweder vom Kunden selbst oder vom örtlichen Netzbetreiber abgelesen und an den Stromanbieter übermittelt, der daraus die Jahresabrechnung erstellt.

Während der traditionelle Drehzähler verbrauchte Kilowattstunden addiert und zwischen Zeiten oder Tarifen in der Regel nicht unterscheidet, misst der neue Zähler detailliert, wann wie viele Kilowattstunden verbraucht wurden. Hierfür wird im Sekunden- oder Minutentakt die Leistung sämtlicher elektrischer Geräte im Haushalt gemessen - egal ob Kühlschrank, HiFi-Anlage, Toaster oder Fernseher. Diese Daten werden dann von dem Zähler entweder per Stromleitung, UMTS oder DSL-Router an den Stromanbieter und den Verbraucher selbst gesendet.

Smart Meter kann zu Energieeinsparungen führen

So hat man anhand seines Rechners den Stromverbrauch rund um die Uhr im Blick - nicht nur von zu Hause aus, sondern über Internet auch weltweit. Auch Rechnungen können so monatlich statt jährlich erstellt werden. Der Stromverbrauch kann so als Kurvendiagramm mit einer Zeitachse dargestellt werden. Wird das Licht angeknipst, schlägt die Kurve wie bei einem Aktienindex aus. So kann man sehen, wann und wofür Strom verbraucht wird und kann so den Stromverbrauch gezielt steuern. Gleichzeitig wird deutlich, welche Geräte wirklich viel Strom verbrauchen und wie man mit diesen Stromfressern am sparsamsten umgeht. In einem Pilotprojekt der EnBW konnte so laut Angaben des Konzerns jeder dritte Pionier seinen Stromverbrauch während der Testphase um mehr als zehn Prozent senken.

Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass es sich dabei immer um zeitlich begrenzte Aktionen handelt, die nur teilweise auf das Verbrauchsverhalten im Alltag rückschließen lassen. Zusätzlich müssen die bekanntesten „Stromfresser“ wie Gefriergeräte und Kühlschränke müssen immer laufen. Die Benutzung von Wasserboiler, Unterhaltungselektronik, Ofen und Herd hängt von der Alltagsroutine der Verbraucher ab. Um das Verbrauchsverhalten zu ändern, kann der Einsatz von Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülmaschine und Bügeleisen noch am ehesten beeinflusst werden. Aber auch hier setzt die Wohnsituation oft enge Grenzen.

Smart Meter-Vorteile für Versorger: Mehr Daten und Fernabschaltung

Auch der Stromversorger zieht seine Vorteile aus dem neuen Zähler. Denn die Verbrauchsdaten werden auch an den Stromanbieter gesendet und aufbereitet. Jede Viertelstunde bekommt das Unternehmen dadurch eine Übersicht, wie viel Strom verbraucht wird und kann dementsprechend kalkulieren. Datenschützer befürchten einen Missbrauch der so anfallenden Daten.

Eine weiterer Vorteil für die Versorgern bieten die Smart Meter, die nicht nur Daten senden, sondern auch empfangen können. Bei einem solchen "bidirektionalen" Zähler kann der Versorger die Stromversorgung bei Zahlungsverzug nun per Knopfdruck unterbrechen - die Verhängung von Stromsperren wird weniger kostenintensiv.

Bis 2032 soll die Umstellung auf Smart Meter abgeschlossen sein

m Juni 2016 hat der Bundestag ein Gesetz auf den Weg gebracht, der den Umstieg auf die neuen Geräte regelt. Ab 2017 werden gewerbliche Verbraucher mit einem Stromverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden pro Jahr mit den Geräten ausgestattet. Ab 2020 sind alle Verbrauchsstellen mit einem Stromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden dran. Bei geringeren Verbräuchen sieht der Gesetzgeber keine Pflicht zum Umstieg vor. Ob in Privathaushalten ein Smart Meter verbaut wird, entscheiden aber die Netzbetreiber oder die Vermieter. Bis zum Jahr 2032 soll es keine alten Stromzähler in Deutschland mehr geben.

Den Umstieg auf die Smart Meter zahlen die Verbraucher

Die Kosten für den Umbau müssen die Verbraucher bezahlen. Auch die jährlichen Kosten für den Betrieb der Smart Meter werden wohl höher sein als bei den bisherigen Zählern. Der Gesetzgeber sieht zwar Obergrenzen vor, die der möglichen Ersparnis durch die intelligenten Stromzähler entsprechen sollen. Doch viele Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass die Verbraucher am Ende draufzahlen werden.

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