Lastgangzähler

Ein Lastgangzähler ist eine besondere Bauform des Stromzählers. Er bestimmt kontinuierlich den Stromverbrauch eines Abnehmers. Lastgangzähler sind präziser, aber auch hochpreisiger als handelsübliche Stromzähler für Haushalte.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie funktioniert ein haushaltsüblicher Stromzähler?
  3. Wie funktioniert ein Lastgangzähler?
  4. Wie wird ein Lastgangzähler abgelesen?
  5. Was kostet ein Lastgangzähler?
  6. Welchen Vorteil hat der Verbraucher durch einen Lastgangzähler?
  7. Sind Lastgangzähler nur für Stromverbraucher sinnvoll?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Gewerbestrompreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Großabnehmern und Industriekunden im Einsatz: Der Lastgangzähler ermittelt den Stromverbrauch im 15 Minuten Takt.
  • Die Ablesung der präzisen Lastgangzähler erfolgt vollautomatisch und ist recht kostspielig.
  • Der Vorteil dieser Messgeräte liegt in der schnellen Reaktion auf Stromspitzen im Verbrauch oder unbemerkte Stromausfälle.

Wie funktioniert ein haushaltsüblicher Stromzähler?

Ein Hausstromzähler läuft kontinuierlich das ganze Jahr hindurch. Zu einem bestimmten Stichtag wird der verbrauchte Strom abgelesen. Mit den ermittelten Jahressummen wird nicht nur der ausstehende Zahlungsbetrag ermittelt. Das Ergebnis des Hausstromzählers ist ebenfalls die Grundlage für die kommenden monatlichen Abschläge. Dazu wird der ermittelte Stromverbrauch mit dem bisherigen Tarif verrechnet. Das Ergebnis wird durch zwölf Monate geteilt.

Wie funktioniert ein Lastgangzähler?

Der wesentliche Unterschied zwischen einem Lastgangzähler und einem Hausstromzähler besteht in seiner Ableseperiode. Für Industriekunden und andere Großabnehmer ist ein jährliches Ableseverfahren viel zu vage. Bezieht ein Verbraucher von seinem Stromanbieter 100.000 kWh oder mehr im Jahr, stellt der Energieverbrauch einen hohen Einzelposten bei seinen laufenden Kosten dar. Um diese stets möglichst präzise im Blick zu haben, ist eine kürzere Mess- und Auswertungsperiode notwendig als einmal pro Jahr, wie bei Haushalten üblich. Der Stromverbrauch wird daher mit einem Lastgangzähler im 15-Minuten-Takt ermittelt.

Wie wird ein Lastgangzähler abgelesen?

Da eine manuelle Ablesung des Stromverbrauchs an einem Lastgangzähler viel zu aufwendig wäre, geschieht die Ablesung an diesen Geräten vollautomatisch. Durch ein ergänzendes Modul ist auch die Datenübertragung drahtlos und über weite Entfernungen möglich. Die vor Ort benötigte Ausstattung wird vom Netzbetreiber festgelegt; die Kosten dafür müssen vom Kunden getragen werden.

Was kostet ein Lastgangzähler?

Lastgangzähler sind die präzisesten Messinstrumente für den Stromverbrauch, die am Markt erhältlich sind. Entsprechend hochwertig und hochpreisig sind sie auch. Man kann als Abnehmer mit zusätzlichen Kosten von mehreren Hundert Euro für einen Lastgangzähler mit Übertragungsmodul rechnen.

Welchen Vorteil hat der Verbraucher durch einen Lastgangzähler?

Da ein Lastgangzähler beständig Auskunft über den eigenen Stromverbrauch gibt, kann durch eine zeitnahe Registrierung starken Stromverbrauchsschwankungen entgegengewirkt werden. Partielle, unbemerkte Stromausfälle oder starke Anstiege im Stromverbrauch können mithilfe des Gerätes festgestellt werden. Wird eine Stromspitze festgestellt, kann deren Ursache ermittelt und beseitigt werden. So werden Schäden durch überlastete, defekte oder stillstehende Elemente in der eigenen Anlage vermieden.

Vor allem gibt ein Lastgangzähler auch Endkunden ein Höchstmaß an Planungssicherheit. Mit den exakten Werten eines Lastgangzählers lässt sich der kommende Stromverbrauch exakt prognostizieren. Damit sind Zukäufe von günstigen Paketangeboten seitens der Stromanbieter besonders wirtschaftlich umsetzbar.

Sind Lastgangzähler nur für Stromverbraucher sinnvoll?

Im Zuge der Energiewende verschwimmen zusehends die Grenzen zwischen Stromanbieter und Stromverbraucher. Solar- und Windkraftanlagen gehören zum Energiemix dazu. Diese Kontingente müssen aber auch präzise verwaltet werden. Stromspitzen, wie sie beispielsweise durch Starkwinde an Windparks entstehen, müssen bei der Lenkung der Energieströme berücksichtigt werden können. Deshalb sind auch Energie emittierende Anlagen ab einer bestimmten Größe mit Lastgangzählern ausgestattet. Mithilfe dieser stetigen Überwachung können Überkapazitäten am Markt verhindert werden, indem man einfach die Leistung des Kraftwerks drosselt.

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