Konsumlaune steigt wieder: Interesse an Krediten ebenso

25.03.2021 | 16:36

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Trotz des anhaltenden Lockdowns scheint die Konsumlaune der Deutschen langsam wieder anzuziehen. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Norisbank zeigt, nehmen die Konsumpläne der Verbraucher immer konkretere Formen an. Die Anschaffungsneigung sei so hoch wie seit 2017 nicht mehr.

Verbraucher wieder in Kauflaune

Zuversicht auf dem Vormarsch: Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie steige aktuell die Anzahl der Befragten, die eine größere Anschaffung tätigen wollen, wieder stark an. Das berichtet die Norisbank und verweist auf die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact. Während im letzten Jahr die Anschaffungspläne der Deutschen signifikant einbrachen, zeige sich derzeit ein bemerkenswerter Aufschwung bei der Konsumplanung.

Aktuell plane fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) einen größeren Kauf – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Umfragen aus dem Herbst (17 Prozent) und dem Frühjahr (18 Prozent) des letzten Jahres. Eine so starke Anschaffungsneigung wie derzeit habe man zum letzten Mal 2017 ermittelt, heißt es bei der Direktbank.

Niedrige Zinsen machen Kredite attraktiv

Zugleich sei auch die Bereitschaft der Verbraucher gestiegen, die eigenen Konsumwünsche mit einem Kredit zu finanzieren. „Viele Kunden wollen offensichtlich die derzeit noch anhaltende historische Niedrigzinsphase nutzen“, so die Studienmacher. Aktuell seien Kreditangebote besonders attraktiv und viele erwarteten perspektivisch wieder steigende Zinsen. Während 2019 gerade mal die Hälfte der Deutschen bereit war, für eine größere Anschaffung eine Finanzierung in Erwägung zu ziehen, seien es aktuell 61 Prozent.

Konsumwunsch Nummer 1 ist das Auto

Geht es um größere Anschaffungen, so wollen die Deutschen ihr Geld vor allem für einen fahrbaren Untersatz ausgeben – sei es nun mit einem Autokredit oder vom eigenen Ersparten finanziert. Bei der jüngsten Befragung nehmen Autos und Motorräder bei der Frage nach den geplanten Anschaffungen wieder den Spitzenplatz ein. Nachdem im Herbst 2020 angesichts des zweiten Lockdowns nur 44 Prozent den Kauf eines Autos oder Motorrads planten, sind es trotz der immer noch anhaltenden Einschränkungen des alltäglichen Lebens aktuell 55 Prozent.