WLAN-Router beim Provider buchen: So viel kostet ein Mietgerät

22.11.2021 | 17:02

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Neben den monatlichen Kosten für einen Festnetz-Internettarif sollten die teils nicht unerheblichen Kosten für die Hinzubuchung eines WLAN-Routers beachtet werden. Die meisten Internetanbieter stellen ihren Kunden einen Router nur kostenpflichtig zur Nutzung zur Verfügung. Auf Sicht von 24 Monaten können Kosten von teils über 200 Euro anfallen.

Router selbst kaufen oder beim Provider mieten

Zur Nutzung eines Internetzugangs per DSL-Anschluss oder Kabelnetz mit mehreren Geräten ist ein Router erforderlich. Kunden können sich einen WLAN-Router selbst im Handel kaufen oder optional bei ihrem Provider zum Internettarif hinzubuchen. Je nach Modell können dabei auf Sicht von 24 Monaten Kosten von regulär bis zu knapp 240 Euro anfallen. Zum Vergleich: Ein aktueller, gut ausgestatteter Fritz!Box-Router beispielsweise ist im Handel zu Preisen von rund 200 Euro und mehr erhältlich.

Fritz!Box-Router bei fast jedem Provider erhältlich

Ob Vodafone, 1&1, O2 oder PŸUR: Bei diesen Internetanbietern haben Kunden die Wahl zwischen einem Fritz!Box-Router des Berliner Herstellers AVM oder teils Geräten anderer Hersteller. Lediglich die Telekom vermarktet nur ihre eigenen Speedport-Router. In den meisten Fällen ist die Bereitstellung eines WLAN-Routers durch den Provider mit monatlichen Kosten verbunden. Doch es gibt Ausnahmen: Der Kabelnetzbetreiber Vodafone etwa stellt seinen Internetkunden den eigenen WLAN-Kabelrouter Vodafone Station aktuell kostenlos zur Verfügung. Eine Fritz!Box gibt es dagegen nur kostenpflichtig.

Trend zum schnellen WLAN-Standard Wi-Fi 6

Immer mehr WLAN-Router unterstützen inzwischen den schnellen WLAN-Standard Wi-Fi 6, der höhere Übertragungsraten im WLAN-Netz ermöglicht. Dazu gehören für die Nutzung am DSL-/VDSL-Anschluss beispielsweise die Fritz!Box 7590 AX und 7530 AX sowie die HomeBox 3, bei Internet per Kabelnetz sind etwa die Fritz!Box 6660 sowie die Vodafone Station für Wi-Fi 6 geeignet.

Kosten zwischen rund 3 Euro und 10 Euro pro Monat für Mietrouter

Wer sich gegen den Kauf eines eigenen Routers entscheidet und stattdessen einen Mietrouter seines Providers verwendet, muss je nach Anbieter mit monatlichen Kosten zwischen knapp 3 Euro und bis zu fast 10 Euro rechnen. Bei der Telekom lässt sich zum Beispiel der Router Speedport Smart 4 im Rahmen des Heimnetz Paket Smart für 5,95 Euro monatlich nutzen. Soll es der Router Speedport Pro Plus sein, werden 9,95 Euro pro Monat berechnet. Vodafone stellt seinen Kunden neben dem kostenlosen Kabelrouter Vodafone Station die Fritz!Box 6660 Cable für rund 5 Euro monatlich zur Verfügung. Einen DSL-Router in Form der EasyBox 805 gibt es bei dem Anbieter für 2,99 Euro pro Monat. Die Fritz!Box 7590 kostet monatlich 5,99 Euro.

1&1 vermarktet verschiedene Fritz!Box-Modelle unter der eigenen Bezeichnung HomeServer. Hinter dem günstigsten Modell HomeServer verbirgt sich eine Fritz!Box 7520, die 4,99 Euro monatlich kostet. Der schnellste WLAN-Router von 1&1 ist der HomeServer Sppeed+ (Fritz!Box 7590 AX), der mit 9,99 Euro monatlich zu Buche schlägt. Bei O2 können sich Kunden zwischen einer Fritz!Box ab knapp 5 Euro pro Monat und der HomeBox 3 für rund 4 Euro monatlich entscheiden. Die Fritz!Box 6660 Cable stellt der Kabelnetzbetreiber PŸUR regulär für 3 Euro monatlich bereit. Bei Mietroutern fallen auch nach Ende der meist 24-monatigen Mindestvertragslaufzeit oft weiterhin monatliche Entgelte an. Bindet man sich langfristig an einen Internetanbieter, kann ein eigener Router daher günstiger sein.

Im Rahmen von Aktionen profitieren Neukunden immer wieder mal von Gratismonaten für verschiedene Routern. Beachtet werden sollte, dass je nach Anbieter unter Umständen eine einmalige Routerbereitstellungsgebühr anfallen könnte.

Das müssen Nutzer von Mietroutern beachten

Bei einem Mietrouter ist der Internetanbieter für die technisch einwandfreie Nutzbarkeit zuständig. Bei einem Defekt wird der Router gegen ein neues Gerät ausgetauscht. Der Provider spielt zudem aus der Ferne automatisch Firmware-Updates auf den Router auf. Ein Nachteil: Mietrouter erhalten solche Aktualisierungen je nach Provider teils deutlich später als Nutzer, die über einen eigenen WLAN-Router verfügen. Bei Kaufgeräten sind die Besitzer selbst für das Einspielen von aktuellen Updates zuständig. Bei einem Defekt müssen sich Nutzer von Kaufgeräten an den Hersteller wenden. Kündigt ein Kunde seinen Internetvertrag, muss das Mietgerät in der Regel an den Provider zurückgesandt werden.