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Router an Provider zurücksenden: Was passiert mit den Mietgeräten?

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die Rücksendung von Routern bieten die Provider meist Retourenscheine an, sodass Kunden keine Versandkosten entstehen.
  • Zurückgesandte Router werden von den Internetanbietern möglichst aufbereitet und wiederverwertet.
  • Ist keine weitere Nutzung mehr möglich, werden die alten Router fachgerecht entsorgt.

Wer einen Festnetzanschluss mit Internettarif bestellt, erhält von dem Internetanbieter in der Regel einen WLAN-Router zur Verfügung gestellt. Dieser ist je nach Provider kostenlos inklusive oder gegen eine monatliche Miete nutzbar. Doch was passiert mit diesen Routern, wenn der Vertrag beendet wird oder der Anbieter aus technischen Gründen einen Routertausch gegen ein aktuelleres Modell vornimmt? Werden die Altgeräte wiederverwertet oder vernichtet? Da die Router meist kein Eigentum der Kunden sind, müssen diese wieder an die Internetanbieter zurückgeschickt werden. So handhaben die Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 die Rücknahme alter Router.

Telekom: Prüfung und Weitervermietung oder Entsorgung

Bei der Telekom werden zurückgenommene Speedport-Router im eigenen Servicecenter technisch und optisch geprüft. Falls die Router technisch noch aktuell sind, werden sie an andere Kunden vermietet oder als Service-Tauschgeräte eingesetzt. Doch das ist nicht immer möglich. Veraltete oder nicht reparable Geräte würden fachgerecht zerlegt und verwertet.

Die Telekom erleichtert Kunden die Rücksendung von gekündigten Mietgeräten. Online unter https://retoure.telekom-dienste.de/miete kann ein Retourenschein erstellt werden. Es entstehen laut Telekom hierfür keine Versand- oder Bearbeitungskosten.

Vodafone: Viele Router werden möglichst wiederverwertet

Vodafone ist nach der Übernahme von Kabel Deutschland und Unitymedia auch als Kabelnetzbetreiber in ganz Deutschland aktiv. Seit 2010 werden bei Vodafone die Modems und TV-Receiver aufbereitet, die Kunden zurückschicken. Damit hatte Vodafone im Frühjahr 2020 bereits fünf Millionen Geräte wiederverwertet.

Die zurückgesendete Hardware wird beim Vodafone-Logistikdienstleister zerlegt und Zubehör wie Kabel, Fernbedienungen, Endgerät und Kartonagen voneinander getrennt. Die Endgeräte sowie die Zubehörteile werden dann einer Aufarbeitung, also einem Refurbsihment, unterzogen.

Wichtig: Bei diesem Prozess werden laut Vodafone alle Daten gelöscht und die Geräte auf Werkseinstellungen gesetzt. Bei Bedarf erfolge auch ein Gehäusetausch und eine "Endreinigung". Nach der Aufarbeitung werden die Geräte mit dem Zubehör wieder verpackt und eingelagert und im Rahmen von Kundenaufträgen gegebenenfalls wieder zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

Es werden laut Vodafone so viele zurückgeschickte Router wie möglich wieder in den Kreislauf gebracht. Hier kommt es aber auch auf den Gerätetyp an. So sei die Aufarbeitungsquote bei Routern mit der aktuellen Technik DOCSIS 3.1 recht hoch, weil die Geräte selbst noch nicht alt sind.

Bei der davorliegenden Gerätegeneration würden die Geräte nach Möglichkeit maximal aufgearbeitet und z. B. als Tauschgerät bei Defekten genutzt. Die Aufarbeitungsquote sei bei solchen älteren Geräten aber geringer. In vielen Fällen würden Kunden, auch abhängig vom gewählten Tarif, modernere Geräte erhalten. Informationen zum Thema Retoure von Routern und anderen Geräten hält Vodafone online https://www.vodafone.de/hilfe/alles-zu-retoure-widerruf.html bereit. Dort lässt sich auch ein Retourenschein im Netz beantragen.

1&1: Router werden Eigentum der Kunden - defekte Router gehen an AVM zurück

Bei 1&1 behalten Kunden die genutzten Fritz!Box-Router nach Vertragsende. Die Zurücksendung der Router nach Ende eines Vertrags an 1&1 sei daher in der Regel nicht erforderlich.

Möchten Sie defekte Geräte für einen Austausch an 1&1 zurücksenden oder nach einem Monat im Rahmen des 1&1 Prinzips von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen, nutzen Sie das Retouren-Label, das dem Gerät beiliegt. Ist es nicht mehr vorhanden, können Sie ein neues kostenfrei anfordern.

Bei 1&1 wird zunächst geprüft, ob ein Defekt vorliegt. Defekte DSL-Router werden an den Hardware-Partner AVM zurückgeschickt. Defekte Geräte außerhalb der Garantiezeit führt 1&1 dem Elektroschrott und einer sachgerechten Entsorgung zu. Darüber informiert der Anbieter online unter www.1und1.de/entsorgung. Alle anderen Geräte werden laut 1&1 mittels eines Refurbishment-Prozesses zur weiteren Verwendung, wenn möglich wieder aufbereitet und dienen beispielsweise als Austauschgeräte.

Der Anbieter weist darauf hin, dass 1&1 HomeServer über eine Garantie von 5 Jahren verfügen und noch lange Zeit nach dem Kauf und einem eventuellen Vertragsende mit Firmware-Updates versorgt werden. Die Garantie gelte für Defekte am Gerät, die nicht vom Kunden verursacht worden. Blitzschaden, Wasserschaden oder verbogene Kontakte seien dagegen von der Garantie ausgeschlossen.

o2: Sehr alte Router können Kunden optional selbst entsorgen

Auch O2 verwendet zurückgesendete Router nach Möglichkeit wieder. Dies ist laut o2 abhängig von Gerätemodell und Gerätezustand. Bei sehr alten Gerätemodellen hätten Kunden aber zusätzlich die Wahl, das Gerät selbst zu entsorgen.

Die Rücksendung der Mietrouter ist für die Kunden kostenfrei. Im Online-Retourenportal unter https://dsl-retoure.o2online.de/start können o2-Kunden sowohl einen Rücksendeauftrag erstellen (Eingabe der Seriennummer des Routers) als auch den Rücksendestatus verfolgen. Dort erhalten Kunden auch ein kostenloses Versandetikett inklusive einer mobilen Paketmarke (QR-Code). Den QR-Code kann man an einer Packstation oder direkt in einer Postfiliale verwenden.