Haus- und Wohnungsbränden vorbeugen

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In Deutschland rückt die Feuerwehr pro Jahr über 200.000 Mal aus, um Haus- und Wohnungsbrände zu löschen – am häufigsten zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Wer von einem Haus- und Wohnungsbrand überrascht wird, der sollte schnell reagieren, um das Schlimmste zu verhindern. Die gute Nachricht ist: Durch effiziente Vorsichtsmaßnahmen lässt sich Haus- und Wohnungsbränden vorbeugen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Haus- und Wohnungsbrände entstehen in der Küche. Auch mit dem Kauf von zertifizierten Elektrogeräten und der Installation von Rauchmeldern können Privathaushalte einem Haus- oder Wohnungsbrand vorbeugen.
  • Ein Fettbrand sollte nicht mit Wasser, sondern mit einem Feuerlöscher oder einem trockenen Deckel gelöscht werden.
  • Sichere Elektrogeräte erkennen Verbraucher anhand von Qualitäts- und Prüfsiegel wie dem VDE-Zeichen.
  • In fast allen Bundesländern gilt die Rauchmelder-Pflicht. Durch Rauchmelder lassen sich potenzielle Brandquellen frühzeitig entdecken.

Haus- und Wohnungsbränden vorbeugen: Die wichtigsten Maßnahmen

Wer die häufigsten Ursachen von Haus- und Wohnungsbränden kennt, der weiß auch, welche vorbeugenden Maßnahmen er idealerweise ergreifen sollte. Mit den folgenden drei Vorsichtsmaßnahmen sollte jeder Privathaushalt beginnen:

  1. In der Küche entstehen die meisten Haus- und Wohnungsbrände. Beim Kochen oder Backen sollte daher Anwesenheitspflicht gelten: Privathaushalte können das Brandrisiko senken, indem die Küche beim Kochen niemals unbeaufsichtigt bleibt.
  2. Bereits beim Kauf von Elektrogeräten legt man den Grundstein, um einem Haus- oder Wohnungsbrand vorzubeugen. Das VDE-Zeichen weist beispielsweise darauf hin, dass das Produkt den nationalen und internationalen Sicherheitsstandards genügt. Beim Kauf von Elektrowaren sollten Verbraucher auf dieses und ähnliche Prüfsiegel achten.
  3. Wessen Wohnung noch über keine Rauchmelder verfügt, der sollte selbige frühestmöglich installieren lassen: Diese kleinen, lebensrettenden Geräte schlagen im Falle von Haus- oder Wohnungsbränden rechtzeitig Alarm und können so einer Ausbreitung des Feuers vorbeugen.

Haus- und Wohnungsbrände in der Küche vorbeugen: Gefahrenquelle heißes Fett

Beim Kochen sollten leicht brennbare Gegenstände wie Lappen, Servietten oder Handtücher möglichst nicht in der Nähe von Ofen oder Herd platziert werden. Als Faustregel gilt außerdem: Nie die Küche verlassen, wenn der Herd an ist! Vor allem Pfannen mit heißem Fett sollten niemals unbeaufsichtigt sein. Sind Fette wie heiße Butter oder Öle im Spiel, ist darauf zu achten, die Herdplatte nicht zu heiß zu stellen – andernfalls kann ein sogenannter Fettbrand entstehen.

Da heißes Fett ein selbstzündender Stoff ist und keine externe Zündquelle benötigt, entsteht ein Fettbrand oft schneller als gedacht: Mitunter reicht schon ein großer Fettspritzer auf der Herdplatte. Um in diesem Fall einem Haus- und Wohnungsbrand in der Küche vorzubeugen, hilft der sofortige Einsatz eines Feuerlöschers. Bei kleineren Fettbränden reicht es meist aus, einen trockenen Deckel vorsichtig über die Pfanne zu schieben, um so das Feuer zu ersticken. Fettbrände sollten nie mit Wasser gelöscht werden – denn dann spritzt das brennende Öl und verteilt sich auf die Umgebung. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Fettexplosion.

Mit hochwertigen Elektrogeräten einem Haus- oder Wohnungsbrand vorbeugen

Nicht nur in der Küche, sondern auch für die Anschaffungen sämtlicher Haushaltsgeräte gilt es, auf Qualität zu setzen. Die Investition in hochwertige Geräte lohnt sich – nicht nur im Hinblick auf die Lebensdauer der Geräte, sondern auch hinsichtlich der Sicherheit im eigenen Haushalt.

Um einem Haus- und Wohnungsbrand durch Elektrogeräte vorzubeugen, helfen außerdem die folgenden Tipps:

  • Eingeschaltete Geräte sollten niemals unbeaufsichtigt bleiben.
  • Die elektrischen Geräte sollten stets komplett ausgeschaltet und nicht nur in den Stand-by-Modus versetzt werden.
  • Wird ein Gerät nicht gebraucht, empfiehlt es sich, den Stecker zu ziehen.
  • Defekte und veraltete Geräte kann entweder der Fachverkäufer reparieren oder sie sollten schnell ersetzen werden.
  • Leicht brennbare Materialien sollten sich nicht in unmittelbarer Nähe von Elektrogeräten befinden, die sich schnell erwärmen.
  • Verbraucher sollten sich unbedingt an die Rauchmelder-Pflicht halten.

Haus- und Wohnungsbränden vorbeugen mit einem Rauchmelder

Für den privaten Wohnraum gilt in allen Bundesländern (mit Ausnahme von Sachsen) die Rauchmelder-Pflicht für Bestandsbauten. Für die Installation der Lebensretter sind die Vermieter beziehungsweise die Eigentümer zuständig. Wie funktioniert ein Rauchmelder? Wenn Rauch in das kleine Gerät eindringt, schlagen die Sensoren im Inneren des Melders Alarm und machen den Besitzer auf die Rauchquelle aufmerksam, bevor es zum Äußersten kommt. Es empfiehlt sich, Rauchmelder etwa alle zehn Jahre zu ersetzen.