Bei einem Abwasserschaden handelt es sich um einen speziellen Wasserschaden, bei dem verunreinigtes Wasser austritt. Meist kommt dieses aus Toilette, Dusche, Waschmaschine oder Spülmaschine.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Ursachen des Abwasserschadens
  3. Folgeschäden und gesundheitliche Gefahren
  4. Schnelle Hilfe bei einem Abwasserschaden
  5. Welche Versicherung zahlt?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die häufigste Ursache für einen Abwasserschaden sind alte kaputte Abwasserrohre.
  • Die Folgen eines Abwasserschadens sind in der Regel gravierender als die eines normalen Wasserschadens.
  • Um sich vor den hohen Kosten, die durch einen Abwasserschaden entstehen können, zu schützen, kann eine Haushaltsversicherung abgeschlossen werden.

Ursachen des Abwasserschadens

Es gibt verschiedene Ursachen, die für einen Abwasserschaden verantwortlich sein können. Die häufigste Ursache sind alte kaputte Abwasserrohre durch die, je nach Größe des Lecks, kleinste bis große Mengen Abwasser austreten und in Wohn- oder Kellerräume fließen. Eine weitere Ursache für Abwasserschäden ist eine verstopfte Leitung. Wenn das Wasser durch die Leitungen nicht abfließen kann, kommt es zu einem Rückstau, Wasser staut sich zurück und kommt in Bad oder Küche wieder zum Vorschein.

Folgeschäden und gesundheitliche Gefahren

Die Folgen eines Abwasserschadens sind in der Regel gravierender als die eines normalen Wasserschadens. Bei einem Abwasserschaden ist das austretende Wasser häufig durch Bakterien, Schadstoffe oder Fäkalien verunreinigt. Das ist nicht nur schwer zu beseitigen, sondern kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen.

Wie bei einem normalen Wasserschaden werden durch das austretende Wasser Wände und Böden feucht. Diese können dadurch kaputt gehen und auch Möbel sind hiervon betroffen, wenn sie an den feuchten Stellen platziert sind. Eine weitere Folge der Feuchtigkeit ist Schimmelbefall. Feuchtigkeit ist für Schimmel der ideale Nährboden, um sich auszubreiten. Durch den Schimmel können Wände, Böden und Mobiliar zerstört werden. Auch die Auswirkungen auf die Gesundheit sind zu bedenken. Unter anderem kann Schimmelpilzbefall toxisch auf den Mensch wirken, Atemwegserkrankungen und Allergien auslösen und das Immunsystem schwächen.

Zusätzliche Folgen eines Abwasserschadens können ein penetranter Geruch, Bakterien, Schmutz oder Schadstoffe sein.

Schnelle Hilfe bei einem Abwasserschaden

Bei einem Abwasserschaden sollte möglichst schnell gehandelt werden, da andernfalls immer mehr Wasser austritt und die Schäden immer größer werden. Durch die möglicherweise extrem schweren Folgen eines Abwasserschadens, sollte man nicht zögern, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Zuerst wird dann das Rohr repariert oder ausgetaucht. Ist der Schaden durch einen Wasserrückstau entstanden, wird die Verstopfung beseitigt. Sobald kein weiteres Wasser austritt, kann mit der Beseitigung der Schäden begonnen werden.

Dazu müssen zuerst feuchte Stellen getrocknet werden, was durch drei verschiedene Methoden möglich ist. Die Feuchtigkeit kann durch spezielle Druckaggregate aus den feuchten Materialien herausgepresst und schließlich durch einen Kondensationstrockner getrocknet werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Adsorptionstrocknung, bei der die Feuchtigkeit durch ein spezielles Silikatgel aufgenommen wird und dann in Schläuchen nach außen transportiert wird.

Die dritte Möglichkeit zur Beseitigung der Feuchtigkeit ist die Mikrowellentrocknung. Sie wird allerdings nur selten angewandt, da sie um einiges aufwändiger ist. Hierbei werden Mikrowellenstrahlen auf die nassen Flächen gerichtet, welche so sehr schnell trocknen. Allerdings wird wegen der Strahlengefahr bei der Mikrowellentrocknung ein speziell ausgebildeter Fachmann benötigt.

Sobald die Räume trocken sind, kann mit der Abtötung von Schimmelpilzen, Bakterien und anderen Schadstoffen begonnen werden. Dies geschieht durch Begasung oder bestimmte Chemikalien. Hierbei sollte man darauf achten, dass diese rückstandsfrei sind, da sich sonst Giftstoffe aus den Chemikalien im Raum anlagern können und eine Gefahr für die Gesundheit entsteht.

Welche Versicherung zahlt?

Um sich vor den hohen Kosten, die durch einen Abwasserschaden entstehen können, zu schützen, kann eine Haushaltsversicherung abgeschlossen werden. Hierbei ist es jedoch wichtig das Kleingedruckte zu lesen, denn nicht jede Versicherung trägt die Kosten für einen Abwasserschaden.

Falls Ihre Versicherung die Kosten nicht trägt, können Sie ihre Hausratversicherung kündigen und eine neue Police abschließen, welche diese Schäden übernimmt. Die Hausratsversicherung ist nur bei privaten, nicht gewerblichen Häusern möglich.

Aus diesem Grund sollten sich Betriebe mit einer Umwelthaftpflichtversicherung versichern, welche für mögliche Abwasserschäden aufkommt. Eine Elementarversicherung dagegen kommt in der Regel nicht für die Schäden durch Abwasser auf. Sie zahlt nur nach Überschwemmungen durch beispielsweise Hochwasser.

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