Studie: Frauen haben im Schnitt 41 Prozent weniger Vermögen

25.10.2020 | 14:18

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Beim Finanz-Vermögen klafft eine große Lücke zwischen den Geschlechtern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse „Initiative finanz-heldinnen“ der Direktbank Comdirect. Demnach verfügen Frauen durchschnittlich über 41 Prozent weniger Vermögen als Männer.

„Frauen bewegen sich in einer Negativspirale“

Besaßen Frauen 2008 mit einem durchschnittlichen Vermögen von 26.000 Euro noch 26 Prozent weniger als Männer, so wird die Differenz in diesem Jahr auf 41 Prozent prognostiziert. Die Prognose für das Vermögen von Männern wird aktuell auf ein Bruttovermögen von 61.000 Euro angesetzt. Frauen hingegen besäßen 36.000 Euro Bruttovermögen.

„Frauen bewegen sich hier in einer Negativspirale“, erklärt Comdirect-Vorstand Matthias Hach. „Zum einen verdienen sie weniger pro Stunde und erhalten damit verbunden auch eine niedrigere Rente als Männer. Zum anderen vertrauen sie beim Sparen meist auf niedrig bis gar nicht verzinste Produkte wie Sparbücher oder Girokonten und nicht auf Wertpapiere.“

Frauen investieren seltener in Aktien und Fonds

Den Angaben treten beim Blick auf die Portfolios von Frauen und Männern deutliche Unterschiede zutage. Obwohl die Zinsen bereits seit Jahren niedrig sind, legten nur 10,6 Prozent der Frauen in Aktien und Fonds an. Bei den Männern seien es immerhin doppelt so viele (20,2 Prozent). Auf lange Sicht gesehen sei es aber trotz möglicher Börsenturbulenzen für beide Geschlechter eine schlechte Entscheidung, auf diese Anlageformen für den langfristigen Vermögensaufbau zu verzichten.