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18.09.2019 um 20:57 Uhr Sehr gut!
18.09.2019 um 20:44 Uhr Der Stromwechsel hat schnell funktioniert.
18.09.2019 um 20:36 Uhr Sehr gut
18.09.2019 um 20:36 Uhr alles ok

Fast 1.000 Gasanbieter, doch nicht jeder ist verfügbar

Rund die Hälfte der Haushalte in Deutschland heizt mit Gas. Entsprechend groß ist der Gasmarkt hierzulande. Seit dem Jahr 2006 können private Verbraucher zwischen unterschiedlichen Gasanbietern auswählen. Es gibt insgesamt fast 1.000 Gasanbieter, die meisten von ihnen liefern ihr Gas jedoch nur in bestimmte Gebiete. Welche Gasversorger an einem bestimmten Wohnort verfügbar sind, erfährt man am leichtesten mit Hilfe des Gaspreisvergleichs. Nach Eingabe der Postleitzahl und des ungefähren Jahresverbrauchs erscheint eine Liste passender Gasversorger. So wird der Gasmarkt transparent und übersichtlich dargestellt.

Gasmarkt war lange Zeit an den Markt für Heizöl gekoppelt

Die Preise auf dem deutschen Gasmarkt haben sich für lange Zeit an den Heizölpreisen orientiert und sind diesen mit einem zeitlichen Verzug von etwa sechs Monaten gefolgt. Der Grund dafür waren die langfristigen Lieferverträge, welche von den Ferngashändlern mit den Erdgasproduzenten in Russland und Norwegen abgeschlossen wurden. Die Abnahmepreise wurden an die Entwicklung der Rohölpreise gekoppelt, um die Investitionen in die Infrastruktur des Gasmarktes abzusichern.

Seit 2010 gelten auf dem Gasmarkt neue Regeln

Die traditionelle Ölpreisbindung spielt auf dem Gasmarkt seit einigen Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Gründe sind vielfältig. Einen Teil dazu hat der sogenannte „Schiefergas-Boom“ in den USA beigetragen. Der dortige Gasmarkt war früher auf den Import angewiesen, doch mit der Förderung unkonventioneller Schiefergasvorkommen durch das umstrittene „Fracking“ haben sich die USA zum größten Erdgasproduzenten der Welt entwickelt. Dadurch kommt es auf den globalen Märkten zu einem Überangebot an Gas, das günstig an Spotmärkten verkauft wird. Diese grundsätzliche Änderung des Gasmarktes hat viele Ferngashändler kalt erwischt. Da sie nach wie vor in langfristigen ölpreisindizierten Lieferverträgen gefangen waren, mussten sie deutliche Verluste hinnehmen. In der Zwischenzeit konnten jedoch in vielen Fällen bessere Konditionen ausgehandelt werden.

Tipp: Nach dem Ende der Heizperiode auf dem Gasmarkt umsehen

Das meiste Gas wird stets in der Heizperiode zwischen Oktober und März verbraucht. Gerade vor oder während dieser Zeit gibt es die meisten Gaspreiserhöhungen. Preisbewusste Verbraucher sollten sich daher im Frühjahr nach dem Ende der Heizperiode auf dem Gasmarkt umschauen: Wer dann einen Tarif mit mindestens einjähriger Preisgarantie abschließt, muss in der kommenden Heizperiode keine Preiserhöhung fürchten.

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