Berufshaftpflichtversicherung für Freiberufler: Vergleich 2019

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Abgrenzung freie Berufe gegen Gewerbetreibende
  3. Berufshaftpflichtversicherung Freiberufler auf Vermögensschäden beschränkt
  4. Die Betriebshaftpflicht – Schutz bei Personen- und Sachschäden
  5. Die Inhaltsversicherung
  6. Die Vertrauensschadenversicherung
  7. Sind Freelancer über den Auftraggeber versichert?

Das Wichtigste in Kürze

  • Berufshaftpflicht für Freiberufler ist nicht für alle freien Berufe gesetzlich vorgeschrieben.
  • Die Berufshaftpflicht bietet nur Schutz bei Vermögensschäden.
  • Die Risiken Personen- und Sachschäden müssen über die Betriebshaftpflicht abgedeckt werden.
  • Eine Inhaltsversicherung übernimmt den Versicherungsschutz für das Home-Office.

Abgrenzung freie Berufe gegen Gewerbetreibende

Im Sprachgebrauch werden Freiberufler und Gewerbetreibende häufig unter dem Oberbegriff Selbstständige zusammengefasst. Es gibt allerdings in steuerlicher Betrachtung einen wesentlichen Unterschied. Gewerbetreibende müssen über einen Gewerbeschein verfügen, Gewerbesteuer entrichten und eine umfassendere Buchführung nachweisen als ein Freiberufler. Die Gruppe der Freiberufler ist eng umfasst. Folgende Definition gilt für freie Berufe:

  • Die selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit
  • Die selbstständige Berufstätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsingenieure, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Ingenieure und Architekten
  • Ähnliche Berufe

Berufshaftpflichtversicherung Freiberufler auf Vermögensschäden beschränkt

Bei einer Berufshaftpflichtversicherung für Freiberufler handelt es sich um eine reine Vermögensschadenhaftpflicht. Diese kommt auf, wenn dem Kunden oder Mandanten ein finanzieller Schaden entsteht. Dies kann der Fall sein, wenn ein Steuerberater die Steuererklärung falsch ausfüllt und sein Mandant zu viel Steuern bezahlen muss. Es kann auch der Fall eintreten, dass ein Online-Redakteur eine Lieferfrist für einen Artikel überschreitet und sein Auftraggeber daraufhin von dessen Kunden in Regress genommen wird.

Wichtig ist, dass die Prämie der Berufshaftpflichtversicherung abhängig vom Beruf des Versicherungsnehmers berechnet wird. Ein Künstler zahlt einen geringeren Beitrag als ein Rechtsanwalt oder Arzt. Die Höhe der Versicherungssumme ist bei den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen auf mindestens 250.000 Euro festgelegt. Die Versicherer bieten aber durchgängig auch höhere Versicherungssummen an, auch für eine freiwillige Berufshaftpflichtversicherung.. Mithilfe des Versicherungsvergleichs für Berufshaftpflichtversicherungen lässt sich schnell die Höhe des Beitrags für die einzelnen Berufszweige ermitteln.

Beispiele für Schäden, welche explizit durch die Berufshaftpflicht für Freiberufler abgedeckt werden:

  • Ein Notar macht bei der Beurkundung eines Vertrages einen Fehler, der für seinen Mandanten einen finanziellen Nachteil mit sich bringt.
  • Einem Architekten unterläuft bei der Kalkulation ein Fehler, der Bauherr muss deutlich mehr aufwenden als geplant.
  • Ein Steuerberater stellt die Steuererklärung seines Mandanten fehlerhaft aus, es kommt zu einer massiven Steuernachforderung.
  • Einem Arzt unterläuft ein Behandlungsfehler, der Patient trägt einen dauerhaften Schaden davon.
  • Ein Onlineredakteur kopiert einen bereits vorhandenen Text und verkauft diesen als Original weiter. Der Käufer wird nach Veröffentlichung wegen Urheberrechtsverletzung verklagt.

Die Betriebshaftpflicht – Schutz bei Personen- und Sachschäden

Da die Berufshaftpflichtversicherung nur bei Vermögensschäden leistet, hat der Freiberufler keinerlei Versicherungsschutz, wenn ein Dritter durch ihn einen Personen- oder Sachschaden erleidet und Schadensersatzforderungen stellt. Dieses Risiko kann ihn seine wirtschaftliche Existenz kosten. Was auf den ersten Blick unwahrscheinlich klingt, hat es aber alles schon gegeben. Die Reinigungskraft in einem Fotoatelier wischt den Fußboden feucht auf, ein Kunde kommt herein, rutscht aus und verletzt sich. Der Fotograf wird zu Schadensersatz verurteilt. Die Betriebshaftpflichtversicherung kann in diesem Fall existenzsichernd sein.

Die Betriebshaftpflicht greift aber nicht nur für den Freiberufler selbst, sondern auch für seine Mitarbeiter. Beschädigt ein Mitarbeiter im Büro eines Auftraggebers einen Gegenstand, muss der Versicherungsnehmer dafür einstehen. Die Haftpflicht prüft, ob die Schadensersatzforderung gerechtfertigt ist. Wenn ja, kommt sie für die entstandenen Kosten auf.

Immer mehr Freiberufler und gewerbliche Freelancer sind im Onlinebereich tätig. Entweder nutzen sie das Web intensiv für ihre Arbeit, oder ihr Beruf basiert auf einer Onlinetätigkeit, beispielsweise als Webtexter. Das Internet hat durch die stetig wachsende Cyberkriminalität zu massiven Risiken geführt. Wichtig ist daher, dass die Betriebshaftpflicht auch Cyberrisiken mitversichert. Dazu zählt beispielsweise der Ausfall einer IT-Anlage bei Kunden, nachdem eine vom Versicherungsnehmer mit einem Virus infizierte Mail weitergeleitet wurde. Eine Cyberversicherung oder IT-Versicherung greift auch, wenn eigene Daten zerstört wurden, und übernimmt die Kosten für die Wiederherstellung.

Mit der Berufs- und der Betriebshaftpflicht sind jedoch noch nicht die Risiken abgesichert, welche im privaten Alltag auftreten können. Für solche Fälle gibt es die private Haftpflichtversicherung. Diese kann als Zusatzbaustein in die Betriebshaftpflicht integriert werden. Möglicherweise fällt die Prämie für die Kombination günstiger aus, als bei zwei Einzelverträgen.

Der Beitrag aus der Betriebshaftpflichtversicherung ergibt sich aus dem Umsatz und / oder der Anzahl der Mitarbeiter und den möglichen zusätzlichen Einschlüssen, welche sich branchenabhängig ergeben können.

Beispiele für Schäden, die durch eine Betriebshaftpflicht gedeckt sind

  • Einem Dachdecker fällt der Hammer aus der Hand und durchschlägt die Windschutzscheibe eines vor dem Haus geparkten Autos.
  • Der Mitarbeiterin eines Steuerberatungsbüros fällt in der Küche eine Pfanne in das Spülbecken, welches splittert.
  • Ein Reisebüro notiert dem Kunden die falsche Abflugzeit für seine Reise.
  • Der Betreiber eines Vergleichsportals im Internet verstößt gegen die Datenschutzgrundverordnung und wird auf Schadensersatz verklagt.

Die Inhaltsversicherung

Viele Freiberufler arbeiten von zu Hause aus. Die Versicherungen decken die Büroausstattung im Rahmen der Hausratversicherung aber nur selten ab, wenn der Versicherungsnehmer ein separates Zimmer als Büro nutzt. Hochwertige Rechner sind teuer. Um im Schadensfall die Kosten nicht selbst tragen zu müssen, empfiehlt sich eine Inhaltsversicherung. Diese kommt für die Kosten auf, die aufgrund von Schäden durch

  • Einbruchdiebstahl
  • Feuer und Blitz
  • Leitungswasser
  • Sturm

entstehen. Die Inhaltsversicherung stellt das gewerbliche Pendant zur Hausratversicherung dar.

Unabhängig, ob Berufshaftpflicht für Freiberufler, Betriebshaftpflicht oder Inhaltsversicherung, mit dem Vergleichsrechner finden Sie in kürzester Zeit das für Sie beste Angebot.

Die Vertrauensschadenversicherung

Die Vertrauensschadenversicherung ist den meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen kaum bekannt. Die Thematik ist auch recht speziell. Es handelt sich dabei um eine Deckung, welche für Schäden, die durch kriminelle Handlungen von Mitarbeitern entstehen, greift. Im Rahmen der Vertrauensschadenversicherung sind sowohl das Unternehmen als Versicherungsnehmer als auch geschädigte Dritte vor den finanziellen Folgen einer solchen Handlung geschützt. Zu den versicherten Risiken zählt neben Unterschlagung auch Betrug, Sabotage, Diebstahl, Untreue oder Sachbeschädigung. Kurz, gedeckt sind alle Handlungen, welche nach Paragraf 823 BGB (Schadensersatzpflicht) geahndet werden können.

Unter diese Versicherung fallen auch sogenannte CEO-Fraud-Tatbestände. In diesem Fall imitieren Betrüger online firmeninterne Überweisungen, die dann allerdings auf fremde Konten umgeleitet werden.

Die Dunkelziffer für innerbetriebliche Kriminalität liegt bei rund 50 Prozent der gemeldeten Fälle. Grund ist die Angst der Unternehmen vor einem massiven Imageverlust.

Sind Freelancer über den Auftraggeber versichert?

Die Antwort auf diese Frage hängt von der Auftragsgestaltung, von der Art des Auftrages und der vertraglichen Grundlage ab. Arbeitet der Freelancer vor Ort bei seinem Kunden, kann er durchaus unter den Versicherungsschutz des Auftraggebers fallen. Natürlich muss die Haftpflichtversicherung des Auftraggebers den Einschluss Dritter ebenfalls vorsehen.

Ein Steuerberater, der im Auftrag eines Mandanten eine Steuererklärung ausfüllt und dabei einen Fehler macht, ist natürlich nicht durch den Mandanten abgedeckt. Gleiches gilt für den Web-Texter, der einen Auftrag zu spät liefert. Hier liegt die Haftung ausschließlich bei dem Texter.

Anders sieht es im Baugewerbe aus, auch wenn hier wenige Freelancer unterwegs sind. Eine Bauträgerhaftpflicht kann durchaus so gestaltet sein, dass sie auch alle Subunternehmer mit einschließt.

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