Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure
  3. Warum ist die Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure notwendig?
  4. Schadensabdeckung und Haftungsumfang
  5. Was versichert die Architekten- und Ingenieursberufshaftpflicht?
  6. Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure ist Pflicht.
  • Die Haftpflicht leistet auch bei Spätschäden.
  • Die Prämie orientiert sich am Versicherungsumfang und individuellen Einschlüssen.

Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure

Sowohl durch Länder- als auch durch Kammervorgaben handelt es sich bei der Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure um eine Pflichtversicherung. Ist der Betroffene nicht in der Lage, die Berufshaftpflichtversicherung nachzuweisen, kann dies mit einem Bußgeld geahndet werden.

Die Kammern schreiben die Police vor

Für Architekten und Ingenieure, die Mitglieder in der Kammer sind, besteht seitens der Kammer der Zwang, eine solche Police zu besitzen. Reicht der Architekt Unterlagen für ein Bauprojekt ein, kann die Kammer auch die Vorlage der Police zur Prüfung verlangen. Wer als Bauherr auf der sicheren Seite sein möchte, lässt sich den Versicherungsschein ebenfalls vorlegen.

Kündigt ein Architekt oder Ingenieur seine Berufshaftpflicht, informiert der Versicherer die Kammer darüber. Der einfachste Weg, sich über eine Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure zu informieren, stellt ein Vergleichsrechner wie beispielsweise der Verivox Berufshaftpflichtversicherungsvergleich dar.

Warum ist die Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure notwendig?

Als Architekt beginnt die Architektenhaftung bereits beim ersten unverbindlichen Beratungsgespräch und kann, auch bei Ingenieuren, bis über den Zeitpunkt der Berufsaufgabe anhalten. Inhaber von Architektur- und Ingenieurbüros haften auch für die Schäden, die durch Fehler ihrer Mitarbeiter entstehen.

Da es sich oft um Freiberufler handelt, weniger um GmbHs, reicht die Haftung in das gesamte Vermögen des Unternehmers. Ein Planungsfehler, der erst Jahre nach Fertigstellung des Objektes zu einem Schaden führt, kann für den Architekten den wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, weshalb es sich bei dieser Versicherung um eine Pflichtversicherung, auch zum Schutz des Auftraggebers, handelt. Hat der Architekt seine Tätigkeit beendet oder verfügt über kein Vermögen, bliebe der Auftraggeber auf den Kosten, die durch den Schaden entstanden sind, sitzen.

Schadensabdeckung und Haftungsumfang

Die Haftung erstreckte sich über verschiedene Bereiche der Tätigkeit.

Zu unterscheiden sind

  • Beratungsfehler
  • Überschreitung von Terminen und Budget
  • Planungsfehler

Beratungsfehler

Die Haftung beginnt bereits vor dem ersten Strich am Reisbrett. Seitens des Architekten besteht bei der Planungsberatung eine Informationspflicht hinsichtlich Fördergeldern und der notwendigen Versicherungen für den Bauherrn. Gehen dem Auftraggeber mögliche staatliche Subventionen verloren, kann der Architekt dafür in den Regress genommen werden.

Zählt es zu den Aufgaben des Architekten, bei der Auswahl der Handwerker begleitend tätig zu sein, und er kommt dieser Aufgabe nicht entsprechend nach, bestehen ebenfalls Haftungsrisiken. Dies ist der Fall, wenn sich der beauftragte Unternehmer als Fehlgriff herausstellen sollte.

Der Architekt muss die ausführenden Unternehmen überwachen. Fällt die Überwachung nur oberflächlich aus und es kommt zu Schäden am Bau oder zu Spätschäden, trifft ihn als Verantwortlicher eine Mitschuld.

Eine Haftung besteht auch, wenn er den Bauherrn nicht über notwendige, ausstehende Unterlagen informiert und es dadurch zu kostenpflichtigen Zeitüberschreitungen kommt. Das Thema Kosten spielt eine zentrale Rolle. Der Architekt muss erkennen, wenn das geplante Budget nicht ausreicht und die Grenzen überschritten werden. In diesem Fall ist es seine Aufgabe, den Bauherrn unverzüglich über diesen Umstand in Kenntnis zu setzen.

Überschreiten von Terminen und Budget

Die Analyse des Baugrundes geht dem ersten Spatenstich voraus. Der Architekt haftet für zeitliche Verzögerungen, wenn diese aufgrund einer fehlerhaften Baugrundanalyse entstehen. Das gilt auch, wenn durch einen andersgearteten, als ursprünglich angenommenen, Baugrund umfangreichere Arbeiten notwendig werden.

Planungsfehler

Die Liste möglicher Planungsfehler ist lang. Sie beginnt damit, dass wirtschaftliche Umstände oder bereits gegebene bauliche Umstände nicht berücksichtigt werden. Ist die Planung selbst fehlerhaft oder weist Lücken auf, die zu Nachbesserungen führen, muss der Architekt, respektive der verantwortliche Ingenieur dafür aufkommen.

Ein Architekt sollte sein Handwerk kennen. Dennoch kann es sein, dass durch einen ungewollten Verstoß gegen anerkannte Vorgaben der Technik ein Schaden am Objekt auftritt. Grob fahrlässig ist es schon, wenn Pläne erstellt und genutzt werden, die dauerhaft nicht genehmigungsfähig sind.

In einigen Fällen kann es notwendig sein, gesonderte Fachleute zu engagieren. Unterlässt der Architekt dies, und es entsteht ein Schaden, muss er dafür einstehen. Dies gilt auch, wenn Pläne geändert wurden, er diese aber nicht weitergibt und damit Arbeiten vorgenommen werden, die nicht im Sinne des Bauherrn sind.

Was versichert die Architekten- und Ingenieursberufshaftpflicht?

Grundsätzlich übernimmt die Berufshaftpflicht Regressforderungen aus Personenschäden, Sach- und Vermögensschäden für alle mit dem Berufsbild eines Ingenieurs oder Architekten infrage kommenden Tätigkeiten. In erster Linie handelt die Versicherung als passiver Rechtsschutz. Das heißt, zuerst prüft sie, ob dem Versicherungsnehmer ein Verschulden anzulasten ist.

Bei der Berufshaftpflicht für Architekten und Ingenieure liegt der Fokus auf Sachschäden.

Die häufigsten am Bau auftretenden Schäden entstehen laut dem Versicherer HDI durch Feuer und Wasser. Ebenfalls ein häufiger anzutreffendes Schadensereignis bilden Schäden an umliegenden Gebäuden. Ein ganz wichtiger Punkt sind Spätschäden durch Wasser oder Feuchtigkeit und Gebäudesetzungen oder Schiefstellungen. Die Kosten für Mängel am Bau betragen im Jahr rund acht Milliarden Euro.

Besonders gefährlich sind für Architekten und Ingenieure Spätschäden wie Setzungen oder Feuchtigkeitsschäden. Eine gute Haftpflichtversicherung bietet für diese Fälle eine unbegrenzte Nachhaftung, auch, wenn sich der Verantwortliche schon zur Ruhe gesetzt hat.

Architekturbüros und Ingenieurbüros sind nicht einheitlich aufgestellt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass der Versicherungsschutz so individuell wie möglich gestaltet wird. Das bezieht sich nicht nur auf die Höhe der Selbstbeteiligung, sondern auch auf die Gewichtung der individuellen Risiken. Für den einen mag weltweiter Versicherungsschutz wichtig sein, für den anderen der Einschluss der Tätigkeit als Bauträger oder Gutachter.

Umweltrisiken sind inzwischen grundsätzlicher Bestandteil der Berufshaftpflichtversicherung. Der Einschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, insbesondere für Vermögenseigenschäden, schützt den Firmeninhaber vor Kosten, die durch Fehler eines Mitarbeiters entstanden sind. Beispielsweise kann ein Mitarbeiter eine Frist versäumen, der Auftraggeber entzieht deswegen den Auftrag. Dem Architekten oder Ingenieur geht das Honorar verloren. Im Rahmen des Vermögenseigenschadens kann er den Mitarbeiter in Regress nehmen und dies über die Berufshaftpflicht regulieren lassen.

Ein weiterer sinnvoller Einschluss kann die Erweiterung des Versicherungsschutzes auf freie Mitarbeiter darstellen.

Weitere Ergänzungen

Die Berufshaftpflichtversicherung greift, wenn der Versicherungsnehmer in Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit belangt wird. Sie leistet aber nicht, wenn zum Beispiel durch einen Leitungswasserschaden die IT-Anlage ausfällt.

Die Geschäftsinhaltsversicherung stellt für diesen Fall eine sinnvolle Ergänzung dar. Schließt der Basisschutz der Berufshaftpflichtversicherung keine Cyber-Deckung mit ein, bleibt es zu überlegen, diesen Baustein ebenfalls in die Deckung zu integrieren.

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Der Beitrag für die Berufshaftpflichtversicherung richtet sich nach verschiedenen Kriterien.

Ausschlaggebend ist zum einen das jährliche Honorar des Versicherungsnehmers, allerdings ohne Mehrwertsteuer. Die Versicherungssumme spielt ebenfalls eine Rolle.

Eine Police mit drei Millionen Euro für Personenschäden und 500.000 Euro für Sachschäden ist natürlich günstiger als ein Vertrag, der für beide Positionen eine Deckungssumme von fünf Millionen Euro vorsieht.

Ein weiterer Faktor, der sich auf die Prämie auswirkt, stellt die Selbstbeteiligung dar. Die Selbstbeteiligung kann je nach Anbieter bis zu 10.000 Euro betragen.

Für eine Deckung von drei Millionen Euro für Personenschäden und 300.000 Euro für sonstige Schäden beträgt die Prämie bei einem Nettoumsatz von 200.000 Euro im Jahr, davon 50.000 Euro Fremdvergabe, bei einer Laufzeit von drei Jahren, 2.500 Euro Selbstbeteiligung und jährlicher Zahlweise zwischen rund 3.500 Euro und über 6.000 Euro.