Heute ein wenig aus der Mode gekommen, war das Haushaltsbuch in früheren Jahren fester Bestandteil der Haushaltsführung. Mit einem Blick wusste die Familie, wie es mit den Finanzen aussah, welche Ausgaben außer der Reihe möglich waren, welche nicht. Wer heute ein Haushaltsbuch führen möchte, hat außer dem klassischen Notizbuch oder dem Kassenbuch diverse elektronische Möglichkeiten.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Haushaltsbuch?
  3. Was ist der Vorteil des Haushaltsbuches?
  4. Das Haushaltsbuch führen – das muss rein
  5. Die umfassende Haushaltsbuch-App
  6. Der Haushaltsplaner
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Baufinanzierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Haushaltsbuch dokumentiert alle Einnahmen und Ausgaben eines Haushalts und deckt unnötige Ausgaben auf.
  • Für ein elektronisches Haushaltsbuch bietet sich neben Excel auch eine entsprechende App an.
  • Apps ermöglichen den Zugriff auf das Haushaltsbuch von unterwegs.

Was ist ein Haushaltsbuch?

Ein Haushaltsbuch stellt nichts anderes als die Buchhaltung für einen privaten Haushalt dar. Analog zu einer Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens notieren die Familienmitglieder auf der einen Seite alle Einnahmen, auf der anderen Seite alle Ausgaben. Am Ende des Monats kann man dann einen Saldo ziehen und sieht genau, ob es einen Überschuss im abgelaufenen Monat gab, oder ob eine Kontoüberziehung oder eine Überweisung vom Tagesgeldkonto nötig wird.

Was ist der Vorteil des Haushaltsbuches?

Im Rahmen des Haushaltsbuches werden nicht nur die Einnahmen und Ausgaben erfasst, die sich als Kontobewegungen in den Kontoauszügen finden, sondern auch alle Einnahmen und Ausgaben, die in Form einer Barzahlung erfolgen. Unabhängig davon, wie das Haushaltsbuch geführt wird, macht es Sinn, die Ausgaben in Kategorien zu untergliedern. Damit sehen die Haushaltsmitglieder nicht nur, wie viel Geld ausgegeben wurde, sondern auch wofür.

Banken machen im Rahmen einer Kreditvergabe aufgrund eines überzogenen Girokontos im Grunde nichts anderes. Sie kategorisieren die Ausgaben, um zu sehen, an welcher Stelle der Kreditnehmer zu hohe Ausgaben hatte, die letztendlich zu der Kontoüberziehung führten.

Ein Haushaltsbuch hilft auch, im Vorfeld einer Baufinanzierung zu erkennen, wie viel freies Geld zusätzlich zur Verfügung steht, um eventuell doch ein wenig mehr Immobilie zu finanzieren. Wichtig ist, dass das Haushaltsbuch nicht nur für einen oder zwei Monate geführt wird, sondern über einen längeren Zeitraum. Die Abbuchungen wiederkehrender Zahlungen wie Versicherungsbeiträge erfolgen häufig nicht monatlich, sondern viertel- oder halbjährlich oder gar jährlich.

Das Haushaltsbuch führen – das muss rein

Damit der finanzielle Status eines Haushalts sauber und belastbar ist, müssen alle Zahlungen dokumentiert werden. Die nachfolgende Übersicht hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, soll aber einen Überblick geben, welche Posten Sie auf Ausgaben- und Einnahmenseite aufschreiben sollten.

Zu den Einnahmen zählen:

  • Gehalt
  • Kindergeld
  • Wohngeld
  • Lastenzuschuss
  • Rentenbezüge

Als Ausgaben kommen infrage:

  • Wohnkosten (Kaltmiete, Nebenkosten)
  • Lebensmittel
  • Kleidung
  • Hobbies/Freizeit (Zeitungen, Bücher, Eintrittskarten)
  • Versicherungen
  • Kommunikation (Handy, Festnetz, Internet)
  • Kfz

Das elektronische Haushaltsbuch

Einfacher als die papierhafte Form zeigt sich ein elektronisches Haushaltsbuch. In der einfachsten Version hilft eine Excel-Tabelle. Zeilen und Spalten lassen sich jederzeit einfügen, für jeden Monat eine eigene Mappe anlegen. Excel ermöglicht es auch, die Mappen zusammenzuführen, um auf diese Weise immer den aktuellen Saldo zu sehen.

Haushaltsbuch online führen

Wer jedoch immer und überall auf sein Haushaltsbuch zugreifen können möchte, kommt mit einer Excel-Tabelle nur bedingt weiter. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine Online-Variante zu wählen. Dabei kann es sich um Apps handeln oder das Online-Banking.

Das Haushaltsbuch im Rahmen des Online-Bankings

Einige Banken stellen ihren Kunden im Rahmen des Online-Bankings auch ein Haushaltsbuch zur Verfügung. Der Haken daran ist allerdings, dass nicht automatisch alle Umsätze auf Konten bei anderen Kreditinstituten oder Kreditkartengesellschaften erfasst werden. In diesem Fall muss der Kontoinhaber diese Daten händisch in sein Haushaltsbuch einpflegen.

Die umfassende Haushaltsbuch-App

Verivox bietet mit Outbank eine Haushaltsbuch-App an, die nicht nur alle Konten berücksichtigt, sondern darüber hinaus auch Kreditkartenkonten, Wertpapierdepots, kurz, alle Finanztransaktionen. Bei wiederkehrenden Zahlungen, beispielsweise bei Handyverträgen, erkennt die App, um welche Form von Ausgabe es sich handelt und bietet auf Wunsch Alternativen zu dem bestehenden Vertrag an. Damit hilft dieses Haushaltsbuch automatisch und ohne eigenes Zutun des Users, Kosten zu senken und die Finanzen zu optimieren.

Optimiert wird die App durch die Möglichkeit, die Daten in den Verivox Haushaltsrechner zu übertragen. Durch die automatisierte Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben erkennt der Nutzer sofort das aktuell frei verfügbare Einkommen. Outbank ist für die Betriebssystem Mac, Android und iOS erhältlich.

Der Haushaltsplaner

Im Grunde ist ein Haushaltsplaner der logische nächste Schritt nach der ersten Auswertung des Haushaltsbuches. Ein privater Haushalt funktioniert nach den gleichen Prinzipien wie ein Unternehmen. Den Einnahmen stehen die Ausgaben gegenüber und auf der Grundlage des Saldos erfolgt die Budgetplanung für künftige Ausgaben.

Wer mittel- oder längerfristig Immobilienerwerb plant, kann seinen Haushalt, seine angestrebten Ausgaben, auf der Basis des Haushaltsbuches planen. Unnötige Ausgaben beispielsweise werden durch das Haushaltsbuch aufgedeckt, können eingestellt und das frei gewordene Geld dem Finanzierungsbudget zugerechnet werden.

Erfolgt ein konsequenter Soll-Ist-Abgleich zwischen Haushaltsplaner und den tatsächlichen Ausgaben gemäß Haushaltsbuch, ist es möglich, die Finanzen ohne weiteres zu optimieren.

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