Häuser im Umland teilweise halb so teuer wie in der Stadt

23.08.2020 | 11:02

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Seit Beginn der Corona-Krise können viele Deutsche aus dem Home-Office arbeiten. Wohl auch künftig werden immer mehr Arbeitnehmer auf den täglichen Weg ins Büro verzichten und stattdessen ganz oder teilwiese von zu Hause arbeiten können. Dadurch könnte der Hauskauf im Umland großer Städte noch attraktiver werden. Eine Auswertung des Internetportals Immowelt zeigt: In einer Autostunde Entfernung sind Immobilien teilweise nicht einmal halb so teuer wie in der Stadt.

Wo Häuser im Umland nur halb so teuer sind

Für die Untersuchung wurden die Angebotspreise von Einfamilienhäusern in acht ausgewählten Großstädten und deren Umland ausgewertet. Am größten ist die Ersparnis demnach im Umland von Frankfurt. Wer eine Stunde aus der Bankenmetropole hinauszieht, kann 52 Prozent der Kosten sparen. Statt 695.000 Euro im Stadtgebiet kosten Häuser in der 60-Minuten-Zone im Mittel 337.000 Euro. Kaum niedriger sind die Preisunterschiede zwischen Stadt und Umland in Hamburg (49 Prozent) und Stuttgart (47 Prozent).

Im Münchner Umland sparen Hauskäufer eine halbe Million

Auch in München lohnt sich der Blick weit aus der Stadt hinaus. Während in der Stadt Einfamilienhäuser im Mittel 1,19 Millionen Euro kosten, sind es bei einer einfachen Pendelstrecke von einer Stunde 649.000 Euro. Das ist eine Ersparnis von 45 Prozent oder umgerechnet von gut einer halben Million Euro.

Sanierungsbedarf bei der Baufinanzierung einkalkulieren

Wer aus der Stadt hinauszieht, sollte aber beachten, dass die Häuser in den ländlichen Umlandgemeinden häufig älter sind als in der Stadt. Das macht sich bei der Bausubstanz bemerkbar. Bei der Planung ihrer Baufinanzierung sollten Käufer also Mehrkosten für Renovierung und Sanierung berücksichtigen.

Schon ab 100.000 Euro lassen sich im Umland vieler Städte Immobilien finden. Immowelt empfiehlt, bei solchen Objekten aber nochmal die gleiche Summe an Renovierungskosten einzukalkulieren.

Kaum noch Ersparnis im nahen Umland

Eine Autostunde Entfernung zur Stadt ist für Berufspendler, die täglich fahren müssen, eine Menge. Doch wer deutlich näher an die Stadtgrenze ziehen möchten, muss mit erheblich höheren Preisen rechnen.

In Hamburg etwa kostet ein Einfamilienhaus in der 60-Minuten-Zone 285.000 Euro, 50 Minuten entfernt sind es schon 325.000 Euro und bei einer halben Stunde Distanz 445.000 Euro. Die Ersparnis zum Preis in der Stadt von 558.000 Euro beträgt dann nur noch 20 Prozent.

In anderen Großstädten sind die Unterschiede sogar noch geringer. Wer 30 Minuten außerhalb von Berlin kauft, spart nur noch 5 Prozent. In den an München angrenzenden Gemeinden sind genauso wie im Stadtgebiet Preise jenseits der Millionenmarke normal.