Kinder und soziale Medien - Tipps für Eltern

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Der richtige Umgang mit sozialen Netzwerken ist gerade für Kinder und Jugendliche nicht immer einfach. Zu unbedacht werden Informationen preisgegeben oder Seiten mit fragwürdigen Inhalten benutzt. Eltern können dabei auf einige Dinge achte und damit Einfluss auf das Nutzungsverhalten ihrer Kinder im Internet nehmen.

Sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken

Informieren Sie sich über die Aktivitäten Ihres Kindes im Internet und suchen Sie das Gespräch mit den Kindern. Am einfachsten bekommen Sie Einblick in die Funktionen eines sozialen Netzwerkes, wenn Sie sich selbst ein eigenes Benutzerkonto in den Netzwerken anlegen. Machen Sie sich ein Bild von den Einstellungen der Privatsphäre des jeweiligen Netzwerkbetreibers und prüfen Sie, ob Nutzer die Kontrolle über die eigenen Daten haben. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, dass jedes Verhalten in sozialen Netzwerken zu Konsequenzen im realen Leben führen kann.

Zeit in sozialen Netzwerken verbringen

Der Zugang zu sozialen Netzwerken ist durch Smartphones und Tablets heute so einfach wie nie zuvor. Wenn Sie wissen wollen, wie viel Zeit Ihr Kind mit diesen Angeboten und Programmen verbringt, prüfen Sie zum einen den Tagesablauf und suchen Sie das Gespräch. Da heutzutage ein Großteil des Soziallebens in der digitalen Welt stattfindet, müssen Kinder und Jugendliche für den Umgang mit sozialen Medien sensibilisiert werden. Auf Verbote sollte verzichtet werden, da soziale Kontakte Ihres Kindes dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Medienkompetenz zielgerichtet aufbauen

Wichtig ist, dass Sie selbst das Medium Internet und insbesondere die Funktionsweise sozialer Netzwerke sowie Chatprogramme kennen. Gemeinsam mit Ihren Kindern können Sie dann über die verschiedenen Online-Aktivitäten sprechen. Chancen und Risiken können diskutiert werden und es findet eine frühzeitige und regelmäßige Aufklärung statt.

Angaben in sozialen Netzwerken

Auf private Angaben wie Telefonnummer, Adresse und Wohnort oder die E-Mail-Adresse sollte, sofern dies möglich ist, verzichtet werden. In jedem Fall sind die Einstellungen (Privatsphäre) in sozialen Netzwerken stets so zu wählen, dass private Angaben nicht öffentlich sichtbar sind. Es bleibt bei der Grundregel, dass persönliche Daten nur an Personen weitergegeben werden sollten, die man gut kennt und denen man vertraut.

Verwendung von Daten und Informationen

Laut geltendem Recht dürfen die sozialen Netzwerke keine Daten an Dritte weitergeben, ohne eine explizite Einwilligung des Nutzers eingeholt zu haben oder etwa durch eine behördliche Anordnung hierzu aufgefordert zu werden. Welchen Grundsatz die jeweiligen Unternehmen verfolgen, entnehmen Sie den jeweiligen Datenschutzbestimmungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Inhalte, wie Fotos, Videos oder Texte, die Nutzer in sozialen Netzwerken verbreiten, bleiben in der Regel im Eigentum des jeweiligen Nutzers und dürfen von den Unternehmen einzig in dem Profil des jeweiligen Eigentümers abgebildet, aber nicht anderweitig verwendet werden. Die Unternehmen sind dazu verpflichtet, die Daten und Informationen nach Kündigung der Mitgliedschaft zu löschen.

Mobbing und Belästigung in sozialen Netzwerken

Nur der Ansatz von strafbaren Handlungen gegen Kinder und Jugendliche sollte von Beginn beobachtet und dokumentiert werden. Mitteilungen oder öffentliche Posts mit derartigen Inhalten können ausdruckt oder als Screenshots (Bildschirmkopie) gespeichert werden. Kommt Mobbing in sozialen Netzwerken vor, liegt fast immer ein Verstoß gegen die Regeln des Betreibers vor. Wenden Sie sich in einem solchen Fall schnellstmöglich an den Betreiber und schalten Sie gegebenenfalls die Polizei ein. Da das Internet extrem schnelllebig ist, sollten Sie keinesfalls zögern sondern sofort handeln.

Unterstützung durch Experten

Seitdem soziale Netzwerke existieren beschäftigen sich verschiedene Initiativen, Vereine und Verbände mit den Gefahren dieser Angebote. Beziehen Sie diese Experten mit ein, wenn Ihr Kind Probleme in sozialen Netzwerken bekommt. Wenden Sie sich zuvor jedoch immer an den Betreiber des jeweiligen Angebotes und räumen Sie eine angemessene Reaktionszeit ein. Bei weiteren Fragen empfehlen wir:

jugendschutz.net

SCHAU HIN!

Freiwillige Selbstkontrolle (FSM)