Aigner: In Online-Netzwerken Pseudonym verwenden

10.05.2010 | 08:59

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Osnabrück - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) rät gerade jungen Menschen dazu, in sozialen Netzwerken ein Pseudonym zu verwenden, das nur Freunde kennen. Dies sagte Aigner der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Da Datenlecks sich niemals völlig ausschließen ließen, sollte auf die Nutzung des tatsächlichen Namens verzichtet werden.

Dennoch verstehe sie die Beliebtheit der sozialen Internet-Netzwerke bei Jugendlichen und deren offenherzige Nutzung gut, sagte Aigner. "Das Bedürfnis, sich im Netz mitzuteilen, ist Teil eines neuen Lebensgefühls." Die Ministerin bezeichnete es jedoch als "Illusion", dass soziale Netzwerke ein geschlossener Raum seien, der nur Freunden zugänglich sei. Aigner appellierte auch an die Wirtschaft, das Thema Datenschutz ernster zu nehmen und etwaige Datenlecks zu schließen.

Aigner selbst hatte kürzlich dem Netzwerk Facebook gedroht, ihre Mitgliedschaft zu beenden, sollte das Unternehmen seine Datenschutzpraktiken nicht verbessern. Dies gelte auch weiterhin, sagte die Ministerin. "Facebook ist zwar das weltweit größte soziale Netzwerk, beim Schutz privater Daten jedoch eines der Schlusslichter", sagte die Ministerin.