Onlinekredite im Test: Über 6.000 Euro Unterschied bei den Zinskosten

12.09.2020 | 03:57

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Wer einen Kredit benötigt, sollte vor dem Abschluss unbedingt mehrere Anbieter vergleichen. Das zeigt ein aktueller Test des Deutschen Kundeninstituts im Auftrag des Fachmagazins „Euro am Sonntag“. Je nach Modellfall mussten Verbraucher bei den teuersten Banken bis zu 6.171 Euro mehr Zinsen zahlen als bei den günstigsten Anbietern.

Onlinekredite von 13 überregionalen Banken geprüft

Für den Test wurden die Onlinekredite von 13 überregionalen Banken geprüft. 10 davon bieten bonitätsabhängige Kredite an, drei Institute vergeben ihren Kredit zum Festzins. Die Prüfer entwarfen zehn Musterfälle für unterschiedliche Kreditnehmer. Angefragt wurden Ratenkredite in Höhe von 5.000 bis 35.000 Euro mit 2 bis 7 Jahren Laufzeit. Neben den Zinskonditionen floss auch die Qualität des Kundenservice bei Anfragen per Telefon und E-Mail ins Gesamtergebnis ein.

Vergleichen lohnt sich – bis zu 6.171 Euro Kostenunterschied

Das Testergebnis zeigt, wie wichtig ein sorgfältiger Anbietervergleich vor dem Kreditabschluss ist. Vor allem bei hohen Kreditbeträgen und langen Laufzeiten wirken sich Zinsunterschiede stark auf die Kosten aus. Für einen Kredit über 35.000 Euro mit 7-jähriger Laufzeit mussten die Testkunden beim teuersten Anbieter 6.171 Euro mehr Zinsen zahlen als bei der günstigsten Bank. In diesem Modellfall machte die Targobank mit einem Effektivzins von 1,74 Prozent das günstigste Angebot.

Diese Banken schnitten am besten ab

Auch in der Gesamtbewertung sicherte sich die Targobank den Testsieg. Auf Platz 2 und 3 folgen die bonitätsabhängigen Onlinekredite der Postbank und der Norisbank, die ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet wurden. Unter den bonitätsunabhängigen Krediten wurde das Angebot der Deutschen Kreditbank (DKB) am besten bewertet. Alle Anbieter mit Spitzenplatzierung finden Verbraucher auch bei Verivox.

Zum Kreditvergleich

Die vollständigen Testergebnisse sind im Fachmagazin „Euro am Sonntag“ (Ausgabe 34/2020) erschienen. Im Internet sind die Ergebnisse bei Börse-Online veröffentlicht.