So fahren Sie sicher durch den Herbst

26.10.2020 | 09:19

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Der Herbst kann wunderschön sein, birgt aber für Autofahrer so manche Tücken. Mit ein paar Dingen an Bord, ist man aber gut gewappnet.

Der Herbst hält meist das komplette Spektrum an Wetterbedingungen bereit: Von Sonne bis Regen, von Wind bis Sturm und von warm bis eiskalt ist alles dabei. Mit der Umstellung auf die Winterzeit verschiebt sich für viele Autofahrer zudem die Fahrt zur Arbeit in die Morgendämmerung und der Rückweg in die Dunkelheit.

Für bessere Sicht: gute Wischblätter

Wenn die Wetterbedingungen nur mäßig sind, vielleicht noch Regen und Nebel die Sicht behindern, sind gute und funktionstüchtige Scheibenwischblätter besonders wichtig. Denn eine ordentlich von Regen- oder Nebeltropfen befreite Scheibe verbessert die Sicht enorm und trägt zur Verkehrssicherheit bei. Heiße Sommertage samt UV-Strahlen können den Wischblättern ordentlich zusetzen, so dass sie brüchig werden. Kommt es trotz Reinigung der Scheibe und der Wischblätter zu Schlierenbildung, ist es im Herbst höchste Zeit, Geld in neue Wischblätter zu investieren. Damit sie möglichst lange ihren Dienst verrichten, ist es für Freiluftparker bei drohenden Nachtfrösten hilfreich, während der Nacht ein Stück Karton oder spezielle Folien unter die Scheibenwischer zu legen: So bleibt nicht nur die Scheibe eisfrei, auch das Festfrieren der Wischer wird verhindert.

Für besseres Sehen-und-Gesehen-Werden: eine Plakette

Funktionierende und korrekt eingestellte Scheinwerfer sind gerade im Herbst ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Damit Autofahrer den Zustand ihrer Beleuchtungsanlage überprüfen lassen, bieten jedes Jahr viele Werkstätten und Prüfstellen von Automobilclubs und Überwachungsorganisationen kostenlose Checks an. Hier werden Nebel-, Such- und andere erlaubte Zusatzscheinwerfer sowie das Fern- und Abblendlicht bei den teilnehmenden Werkstätten kontrolliert. Außerdem nehmen die Tester Begrenzungs- und Parkleuchten, Bremslichter, Schlusslichter, Blinker, Warnblinkanlage und die Nebelschlussleuchte unter die Lupe. Die nach bestandenem Lichttest an der Frontscheibe platzierte Plakette fungiert bei Polizeikontrollen als Beleg für geprüfte Licht-Anlagen.

Fürs Fahren: Frostschutz

Schon im Herbst gibt es oftmals Frost. Daher sollte man rechtzeitig den Frostschutz der Kühlflüssigkeit überprüfen. Das kann man im Rahmen eines Winterchecks in einer Werkstatt vornehmen lassen, aber auch selbst testen. Frostschutzmittel sorgen dafür, dass der Gefrierpunkt für die Kühlflüssigkeit deutlich sinkt. Bis zu welcher Temperatur das vorhandene Kühlwasser im Fahrzeug flüssig bleibt, klärt man am besten mit einem Frostschutzprüfer. Idealerweise schützt der Frostschutz bis minus 20 Grad oder kälter. Zeigt das Messgerät eine höhere Temperatur an, füllt man Frostschutzmittel nach. Auch die Flüssigkeit zur Reinigung von Front- und Heckscheibe sowie für die Scheinwerfer sollte gecheckt werden.

Gegen Liegenbleiben: Überbrückungskabel

Apropos Frost: Der setzt auch der Autobatterie zu. Schon ein kühler Herbst bringt angeknackste Exemplare an den Rand der Erschöpfung – wenn Licht, Sitzheizung und Scheibenwischer im Dauerbetrieb arbeiten. Nur ein ordentlich gewarteter Akku startet den Motor auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig. Deshalb sollten die sechs Kammern korrekt befüllt sein und der Akku ausreichend Spannung haben. Wenn die Batterie schon im Herbst Schwierigkeiten hat, den Motor zu starten, ist wahrscheinlich ein Wechsel angesagt. Zudem empfiehlt es sich, für Notfälle ein Starterkabel dabei zu haben.

Für alle Fälle: Praktische Helferlein

Gegen das Beschlagen von Scheiben gehört ein Schwamm oder Tuch ins Auto. Wenig Platz nimmt auch eine Taschenlampe ein und sollte immer an Bord sein. Wer abends eine Panne hat oder abends den Wischwasserbehälter auffüllen muss, weiß die Leuchtkraft etwa in dunklen Motorräumen zu schätzen. Und natürlich können im Herbst so langsam wieder Eiskratzer, Handbesen und eine warme Decke zurück an Bord. Und in diesem Herbst gehören auch Ersatz Mund-Nase-Masken und eine Flasche Desinfektionsmittel ins Auto.

Autorin: Elfriede Munsch