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So richtet man den Monitor richtig ein

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: dpa/tmn

Wer den neuen Computer-Monitor aufbaut, einschaltet und alle Einstellungen so lässt, macht sich das Leben möglicherweise unnötig schwer. Ausprobieren ist Trumpf. Denn neben Helligkeit, Schärfe und Kontrast können noch eine ganze Menge weiterer Stellschrauben gedreht werden.

1. Freizeit oder Job: Voreingestellten Modus nutzen

Um die verschiedenen Einstellungen zu ändern, hat jeder Monitor sein eigenes Menü, aufgerufen über Funktionstasten oder -rädchen am Gehäuse. Fast immer stehen jedoch mehrere Modi für verschiedene Anwendungen zur Wahl - für die Arbeit und zum Surfen, für Filme, für Spiele oder für die Bildbearbeitung.

"Für Laien ist das eigentlich die beste Adresse", sagt Leopold Holzapfel vom Fachmagazin "Chip". Denn meistens halten die Modi auch, was sie versprechen, so der Testautor: "Die Hersteller haben sich dabei schon was gedacht."

Wer mit den vorgefertigten Profilen nicht ganz glücklich ist, kann einzelne Werte dann immer noch ändern. Bei vielen Monitoren lassen sich die geänderten Einstellungen dann als benutzerdefiniertes Profil abspeichern und schnell aufrufen.

2. Helligkeit und Kontrast: Der richtige Wert

Doch welcher Wert ist der richtige? Dafür besitzt Windows die eingebaute Kalibrierhilfe DCCW, die unerfahrene Anwender Schritt für Schritt durch die richtigen Einstellungen führt. Alternativ gibt es im Internet zahlreiche Testbilder. Das "PC-Magazin" empfiehlt zum Beispiel die Testseiten für Schwarz- und Weißpunkt auf "simpelfilter.de" - damit können auch Anfänger leicht überprüfen, ob Helligkeit und Kontrast an ihrem Monitor richtig eingestellt sind.

Außerdem empfehlen die Experten, die Einstellungen für Farbtemperatur und Gamma-Wert zu überprüfen. Ein guter Startwert für die Farbtemperatur ist laut "PC-Magazin" 6500K - damit entspricht das Weiß auf dem Monitor etwa dem Tageslicht. Höhere Werte sorgen für kühlere Farben, eine niedrigere Farbtemperatur empfindet das menschliche Auge als wärmer. Der Gamma-Wert heißt auf manchen Monitoren auch Gamma-Korrektur: Damit können Nutzer gegensteuern, wenn das Display Schatten oder Farben zu dunkel oder zu hell zeigt.

3. Farben passend kalibrieren

Um die richtige Darstellung von Rot, Blau und Gelb geht es auch bei der professionellen Kalibrierung. "Damit wird gewährleistet, dass die Farben am Monitor die gleichen sind, die nachher zum Beispiel beim Ausdruck von Bildern zu sehen sind", erklärt Leopold Holzapfel. Zum Einsatz kommt dabei ein Colorimeter genanntes Messgerät. Das hängt vor dem Display und prüft, welche Farben der Monitor zeigt.

Anschließend wird die Farbdarstellung über eine dazugehörige Software oder über die eingebaute Kalibrierung des Monitors verändert. Letzteres ist die sogenannte Hardwarekalibrierung.Der Prozess ist allerdings aufwendig und nicht ganz günstig: Selbst einfache Colorimeter inklusive Software kosten in der Regel etwas mehr als 100 Euro. Wer nicht mindestens semiprofessionell Bilder bearbeitet, ist daher mit den Standardeinstellungen per Hand ausreichend gut bedient.

4. Gut für die Gesundheit

Welche Farben der Monitor zeigt, kann sogar Auswirkungen auf den Schlaf haben. Dazu gibt es zahlreiche Studien, zum Beispiel von Christian Cajochen, Leiter des Zentrums für Chronobiologie an der Universität Basel in der Schweiz. Die Faustregel ist demnach: Je mehr blaues Licht ein Display abstrahlt, desto wacher bleibt der Nutzer - und desto schlechter ist der Schlaf, wenn man kurz vorher noch zum Beispiel am PC hockt. Dagegen helfen Programme wie f.lux, die das Monitorbild der Tageszeit anpassen: Morgens gibt es kühle Farben mit hohem Blauanteil, abends warmes Licht und wenig Blau.

Und auch sonst kann ein ordentlich eingestellter Monitor die Gesundheit positiv beeinflussen - natürlich vor allem die der Augen. Wichtig ist zum Beispiel ein hoher Kontrastwert. Um augenunfreundliches Flimmern müssen sich Computernutzer heutzutage zum Glück keine Sorgen machen. "Das ist bei modernen Monitoren mit ihren hohen Wiederholraten kein Problem mehr", sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte (BVA).

Trotzdem kann es aber passieren, dass die Augen nach langer Arbeit am PC schlapp machen. Schuld daran ist aber nicht unbedingt ein falsch eingestellter Monitor. "Der Grund ist häufig, dass wir am Computer zu konzentriert arbeiten und darüber das Blinzeln vergessen", erklärt Eckert. Bewusstes Blinzeln, feuchtigkeitsspendende Augentropfen und regelmäßige Bildschirmpausen verhindern, dass es soweit kommt.

5. Stand des Monitors nicht unterschätzen

Wichtig für die Gesundheit ist außerdem, wie der Monitor steht: Im Idealfall geht der Blick auf den Monitor immer leicht nach unten. Das gilt vor allem für Menschen mit Gleitsichtbrille, sagt Augenarzt

Eckert: "Ansonsten schauen sie durch den Fernbereich ihrer Brille auf den Monitor, der aber nah vor ihnen steht." Ein höhenverstellbarer Monitor ist deshalb eine gute Wahl, so der Experte. Allerdings sind solche Modelle oft auch etwas teurer als Displays, die sich nur kippen, neigen und schwenken lassen. Im Notfall kann man sich hier aber mit einem Podest oder einem dicken Buch auf dem Schreibtisch behelfen - vorausgesetzt, der Bildschirm steht zu niedrig.