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Telekom-Preiserhöhung bei Festnetz-Telefonie: Sparen mit Mobilfunk-Alternative

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Die Deutsche Telekom macht analoge Telefonanschlüsse teurer. Anfang Oktober hebt der Bonner Konzern die Preise von zwei älteren reinen Telefontarifen um bis zu elf Prozent an. Doch welche Alternativen gibt es? Laut Analyse von Verivox lassen sich beispielsweise mit einem günstigen Mobilfunktarif über 200 Euro im Jahr sparen.

Telekom nennt Kostensteigerung als Grund für die Preiserhöhung

Betroffene Telekom-Bestandskunden zahlen im Zuge der Preiserhöhung ab dem 1. Oktober 2022 jeweils 2 Euro mehr pro Monat für die Sprachtarife ohne Internetanschluss. Die Mehrkosten pro Jahr liegen jeweils bei 24 Euro. Der Telekom-Tarif „Call Start“ kostet künftig monatlich 23,95 Euro (bislang 21,95 Euro). Der Preis für den noch älteren Tarif „Call Start Standard “ steigt von 18,95 Euro auf 20,95 Euro pro Monat.

Die Telekom begründet die Verteuerung der Telefontarife auf Anfrage von Verivox mit Kostensteigerungen "bei der Technik bzw. der vorzuhaltenden aufwändigen Infrastruktur für reine Sprachtarife". Kundinnen und Kunden haben ein Sonderkündigungsrecht. Beide Tarife werden insbesondere von älteren Menschen genutzt, die ausschließlich telefonieren und auf einen Internetzugang verzichten möchten.

Reine Telefontarife nur noch vereinzelt zu finden

Doch welche Alternativen gibt es? Telefontarife sind ohne Kombination mit einem Internetanschluss kaum noch zu haben. Die bundesweit auftretenden Telekom-Wettbewerber Vodafone, 1&1 und O2 bieten ausschließlich Kombitarife aus Internet und Telefonie an – abseits von Sonderaktionen allesamt teurer als die Telefontarife der Telekom.

Vereinzelt gibt es regional günstigere Alternativen, wie etwa beim Münchener Provider M-net (19,90 Euro inkl. Telefon-Flatrate) oder dem Berliner Kabelnetzbetreiber Pyur, der für Kunden ab 60 Jahren einen Kabelanschluss mit Telefonanschluss und Telefon-Flat für 15 Euro pro Monat bereithält. Eine Einschränkung gibt es: Günstige Call-by-Call-Telefonate sind nur über Telekom-Anschlüsse möglich, nicht bei alternativen Anbietern. Mit diesen Sparvorwahlen vergünstigen sich Gespräche ins Ausland oder in die Mobilfunknetze nicht selten um das Zehn- oder Zwanzigfache.

"Angebote für reine Sprachtelefonie haben in Deutschland kaum noch Bedeutung. Die Telekom zählte im zweiten Quartal 2022 lediglich 2,8 Millionen Sprachtelefonanschlüsse von Privat- und Geschäftskunden", sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. "Längst dominieren Doppel-Flatrates für Internet und Telefonie den Markt, oft ergänzt um weitere Produkte wie IP-Fernsehen, Streamingdienste oder Mobilfunk – alles aus einer Hand."

Mobilfunk statt Festnetz: Mobiles Telefonieren spart über 200 Euro

Als Alternative zu den verteuerten Festnetzanschlüssen bietet sich der Wechsel zu einem günstigen Mobilfunktarif an – sofern das Handynetz in der Heimatregion stabil genug ist. Passende Tarife inklusive Allnet-Flat für alle deutschen Netze gibt es schon ab rund fünf Euro im Monat.

Damit liegt die monatliche Ersparnis im Vergleich zum Telekom-Tarif „Call Start“ bei bis zu 19 Euro bzw. 228 Euro im Jahr. Selbst im teuersten Mobilfunknetz (Telekom) lässt sich die monatlich zu zahlende Summe mehr als halbieren. Dank Allnet-Flat sind auch Gespräche in die Handynetze kostenlos. Diese werden in den „Call Start“-Tarifen dagegen zum Preis von 19 Cent pro Minute abgerechnet.