Studie analysiert den CO2-Fußabdruck der IKT-Branche

05.02.2020 | 04:39

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Der Informations- und Kommunikationstechnologie-Sektor (IKT) bleibt laut einer Ericsson-Studie trotz des enorm gestiegenen Datenverkehrs konstant bei 1,4 Prozent der weltweiten Emissionen.

Die am Dienstag veröffentlichte Ericsson-Studie "A Quick Guide to Your Digital Carbon Footprint" analysiert den CO2-Fußabdruck der IKT-Branche. Die Studie beleuchtet nicht nur den reinen Stromverbrauch von IKT-Produkten, sondern auch CO2-Emissionen, die während des gesamten Lebenszyklus von Smartphone, Router & Co. anfallen.

Vielschichtige Entwicklungen

Die Entwicklung des IKT-Sektors ist vielschichtig. Zwar fallen direkt CO2-Emissionen bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Produkten an. Gleichzeitig können neue Lösungen auch Verhalten und Präferenzen der Nutzer nachhaltig verändern. So ersetzen heute Skype-Konferenzen viele Geschäftsreisen; Musik-Streaming hat zwar den Datenverbrauch deutlich erhöht, jedoch auch die Produktion und Verarbeitung von CDs massiv gesenkt.

Potenzial durch Ökostrom

Der Stromverbrauch im Mobilfunk ist laut der Studie konstant geblieben, obwohl der weltweite Datenverkehr um das Zehnfache gestiegen sei. Die gesamte IKT-Branche sei für rund 3,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich, stehe aber für zirka sechs Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Potenzial bleibt: Der Studie zufolge könne der CO2-Fußabdruck des IKT-Sektors um über 80 Prozent reduziert werden, wenn der gesamte verbrauchte Strom aus regenerativen Quellen käme.