Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände

Die Hausratversicherung bietet im Schadensfall den finanziellen Ausgleich für abhandengekommene oder zerstörte Besitztümer des Versicherungsnehmers. Dabei gilt es aber, bestimmte Unterscheidungen zu berücksichtigen. Welche das sind, erläutert dieser Ratgeber.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Welcher Versicherungsschutz besteht in der Hausratversicherung?
  3. Was ist in der Hausratversicherung abgedeckt?
  4. Einbruchdiebstahl – die Tür als Gebrauchsgegenstand
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hausratversicherung unterscheidet zwischen Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen auf der einen Seite und beispielsweise Wertsachen auf der anderen Seite.
  • Für Fahrräder und Wertsachen bestehen Entschädigungsgrenzen abseits von der Versicherungssumme.
  • Grundsätzlich gilt der Versicherungsschutz für alle nicht fest mit dem Gebäude verbundenen Gegenstände.
  • Der Versicherungsschutz erstreckt sich in erster Linie auf den Versicherungsort, durch die Klausel der Außenversicherung aber auch auf externe Aufenthaltsorte des Versicherungsnehmers.

Welcher Versicherungsschutz besteht in der Hausratversicherung?

Die Hausratversicherung ersetzt Schäden, welche durch die versicherten Risiken

entstehen. Dabei müssen sich die beschädigten oder abhanden gekommenen Sachen entweder am Versicherungsort, der Wohnung des Versicherungsnehmers oder, im Rahmen der Außenversicherung, an seinem Aufenthaltsort befinden.

Was ist in der Hausratversicherung abgedeckt?

Die Hausratversicherung deckt alle nicht fest mit dem Gebäude verbundenen Gegenstände in der Wohnung. Die Unterscheidung zwischen „fest verbunden“ und „nicht fest verbunden“ ist wesentlich, gerade für die Bewohner eines Einfamilienhauses. Häufig gehen Versicherungsnehmer davon aus, dass die Wohngebäudeversicherung alleine ausreichend ist. Dem ist nicht so. Die Wohngebäudeversicherung erstreckt sich nur auf das Haus und die damit fest verbundenen Teile wie Einbauschränke oder Teppichboden. Im Fall eines Brandes kommt es zu einer Aufteilung, welche Versicherung welche beschädigten Sachen ersetzt.

Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände als Hausrat

Fragt man Versicherungsnehmer, was ihr Hausrat gefühlt wert ist, kommt als Antwort meist der Anschaffungspreis für Möbel, Fernseher, Stereoanlage und Computer. An den vollständigen Inhalt des Kleiderschrankes denken viele erst im zweiten Durchgang. Den Inhalt der Speisekammer oder der Gefriertruhe vergessen die meisten völlig. Bücher im Übrigen auch. Viele Versicherer bieten inzwischen auch einen Schadensersatz, wenn die Kühltruhe ausfällt und das Gefriergut entsorgt werden muss.

Die Versicherungssumme greift zu 100 Prozent bei den sogenannten Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen. Dazu zählen grob umrissen

  • Möbel,
  • Lose Teppiche,
  • Kleidung,
  • Elektronik wie Fernseher,
  • Lebensmittel,
  • Bücher und CDs.

Davon abweichend gehören aber noch andere Dinge zum Hausrat, die nicht oder nur bedingt dem Gebrauch dienen und nicht unter die eigentliche Versicherungssumme fallen. Damit sind in erster Linie Wertsachen gemeint. Für Fahrräder gelten ebenfalls gesonderte Entschädigungsgrenzen.

Sonderfall Fahrrad

Strittig ist häufig die Frage, ob, und wenn ja, wie, das Fahrrad versichert ist. Zunächst bietet die Hausratversicherung einen Einschluss für Fahrräder prozentual abhängig von der Versicherungssumme. Die Bandbreite erstreckt sich in der Regel von einem Prozent bis 20 Prozent. Angenommen, die Versicherungssumme beläuft sich auf 50.000 Euro und der Fahrradeinschluss auf zehn Prozent. In diesem Fall sind die Räder der Versicherungsnehmer bis zu einer Höhe von 5.000 Euro mitversichert.

Allerdings machen viele Gesellschaften Einschränkungen. Räder sind nur versichert, wenn sie nachts in der Zeit zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens entwendet werden. Wer sein Fahrrad umfänglich versichert wissen möchte, also auch gegen einfachen Diebstahl ohne vorangegangenen Einbruch, muss seine Hausratversicherung um die sogenannte Fahrradklausel erweitern.

Der einfache Versicherungsschutz leistet nicht, wenn das Rad beispielsweise aus dem Hof entwendet wurde.

Wertsachen

Eine weitere Klausel in der Hausratversicherung bezieht sich auf Wertsachen. Auch für Wertsachen gilt, dass diese nur bis zu einem bestimmten Prozentsatz in der Hausratversicherung versicherbar sind. Je nach Anbieter sind sie bis zu fünf oder zehn Prozent beitragsfrei mitversichert. Wünscht der Versicherungsnehmer einen höheren Schutz - bis zu 40 Prozent sind normalerweise versicherbar - wird dafür eine gesonderte Prämie berechnet.

Als Wertsachen stufen die Versicherer

  • Schmuck,
  • Münzen,
  • Briefmarken,
  • Edelmetalle,
  • Wertvolle Teppiche,
  • Gobelins,
  • Gemälde,
  • Skulpturen,
  • Wertpapiere (bis zu einem maximalen Gegenwert),
  • Sparbücher (bis zu einem maximalen Gegenwert),
  • Bargeld (bis zu einem maximalen Gegenwert)

ein. Gerade bei Wertsachen, wie auch bei allen anderen werthaltigen Gebrauchsgegenständen, empfiehlt es sich, Fotos anzufertigen, mögliche Stempeleindrucke oder Seriennummern zu notieren und gegebenenfalls Expertisen ausstellen zu lassen.

Einbruchdiebstahl – die Tür als Gebrauchsgegenstand

Dringt ein Täter gewaltsam in die Wohnung ein, bedeutet dies meist auch eine beschädigte Tür oder ein kaputtes Fenster. Beide Dinge sind im weiteren Sinne Gebrauchsgegenstände. Die Hausratversicherung trägt in diesem Fall auch die Kosten für die Reparatur oder den Austausch. Policen mit erweitertem Deckungsumfang übernehmen im Zweifelsfall auch die Bewachung der Räumlichkeiten, wenn die Tür nicht sofort repariert oder ausgetauscht werden kann.

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