Immer mehr Depot-Anbieter verzichten auf Ordergebühren

16.10.2020 | 08:48

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Immer mehr Anbieter von Wertpapierdepots werben mit Gratisangeboten um Kunden. Das Verbrauchermagazin Finanztest hat die neuen Anbieter unter die Lupe genommen, zusätzlich aber auch die Depots von 35 klassischen Filial- und Direktbanken untersucht. Vor allem für Kunden, die sehr oft Wertpapiere handeln, lohnten sich die günstigen Smartphone-Broker. Ihr Angebot sei aber eingeschränkt.

Wertpapiere handeln zum Nulltarif

So sei der Handel über Xetra bei ihnen nicht möglich, schrieben die Tester. Stattdessen arbeiteten Smartphone-Broker wie Traderepublic mit einer, höchstens mit zwei Börsen zusammen. Das müsse aber kein Nachteil sein – zumindest, solange Anleger ohnehin nur bekannte ETF oder Aktien handeln wollen.

Die Tester fanden hier in keinem Fall einen nennenswerten Aufschlag gegenüber dem Xetra-Handel der deutschen Börse. Lediglich bei exotischen Wertpapieren beobachteten sie vereinzelt hohe Handelsspannen. Für eine Order verlangen die Anbieter nur einen symbolischen Euro oder sogar gar nichts.

Der günstigste Depot-Anbieter im Test

Auch bei den Direktbanken und Filialbanken sei einiges in Bewegung. So verlange der noch junge Anbieter Smartbroker für eine Xetra-Order pauschal 4 Euro zuzüglich geringer Fremdspesen. Damit setzt sich der Broker bei allen Modellfällen an die Spitze des Depot-Vergleichs. Der Broker Flatex, viele Jahre unter den Testsiegern, ist dagegen aufgrund der Einführung einer Depotgebühr abgerutscht.

Keine Gebühren beim Kauf ausgewählter Fonds und ETF

Viele Online-Broker und Direktbanken bieten ihren Kunden außerdem eine unterschiedlich große Palette rabattierter Fonds- und ETF an. Beim Kauf der Anteile müssen Anleger dann keine oder nur eine reduzierte Ordergebühr zahlen. Auch für ausgewählte Sparpläne zahlen Verbraucher bei vielen Wertpapierdepots keine Ordergebühren.