Seit es Smartphones mit Frontkameras und die sozialen Medien gibt, fluten Selfies das Internet. Fast jeder hat schon mal solch ein digitales Selbstporträt von sich geschossen. Und aufgrund der Beliebtheit der schnellen Schnappschüsse gibt es inzwischen auch diverse Hilfsmittel, wie beispielsweise Selfie-Sticks, mit denen Selfies noch besser gelingen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Selfie? Eine Definition
  3. Kurioses zum Thema Selfie
  4. Verschiedene Selfie-Arten
  5. Ein Selfie machen – so geht’s
  6. Selfie-Sticks
  7. Das perfekte Selfie: Tipps für gelungene Selbstporträts
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt Handytarife vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wortneuschöpfung "Selfie" ist englischen Ursprungs und existiert bereits seit 2002.
  • Mit ein paar simplen Tricks und Hilfsmitteln lässt sich das Selbstporträt perfektionieren.

Was ist ein Selfie? Eine Definition

Das Wort Selfie lässt sich vom englischen Wort "self" (zu Deutsch "selbst") ableiten. Etwa um 2002 kam dieser Begriff auf – zunächst in Australien. Im deutschen Sprachgebrauch gewann der Begriff jedoch erst ab 2011 an Bedeutung. Er bezeichnet ein Selbstporträt, das entweder mit der Digitalkamera oder mit dem Smartphone angefertigt wird. Die meisten Selfies werden mit der speziell für diese Aufnahmen gedachten Frontkamera von Smartphones geschossen. Diese liegt im Gegensatz zur Hauptkamera in der Regel auf der Vorderseite des Mobiltelefons. So hat man sich selbst im Blick, während man knipst, und kann verschiedene Winkel und Gesichtsausdrücke ausprobieren und gleichzeitig im Display überprüfen. Selfies haben vor allem im Rahmen der sozialen Netzwerke stark an Bedeutung gewonnen. Denn anders als bei zufällig aufgenommenen Schnappschüssen hat der Abgebildete bei einem Selfie die volle Kontrolle darüber, wie er sich nach außen präsentieren möchte.

Kurioses zum Thema Selfie

2013 erklärte das Oxford English Dictionary "Selfie" zum Wort des Jahres. Unter dem Hashtag #selfie sind auf Facebook, Twitter und Instagram mehrere Hundertmillionen Fotos zu finden. Auch Prominente haben sich längst vom Selfie-Trend anstecken lassen: Eines der berühmtesten Selfie entstand auf der Oscar-Verleihung 2014, als Ellen DeGeneres Schauspieler wie Meryl Streep, Brad Pitt, Kevin Spacey und Angelina Jolie um sich scharte und ein Gruppenselfie knipste.

Selfies können sogar lebensgefährlich sein: Seit 2014 wird vermehrt von tödlichen Unfällen berichtet, die in Zusammenhang mit Selfies stehen: So sollen wiederholt Menschen mit dem Smartphone in der Hand in die Tiefe gestürzt sein, weil sie beim Fotografieren einen unachtsamen Schritt zu viel gemacht haben.

Verschiedene Selfie-Arten

Das klassische Selfie zeigt das Gesicht und einen Teil des Oberkörpers – Ganzkörper-Selfies sind deutlich seltener. Dadurch, dass Selfies meist mit der Frontkamera und ausgestrecktem Arm geknipst werden, ist der Kamera-Radius eingeschränkt.

  • Das Mirrorselfie oder Spiegelselfie löst genau dieses Problem und wird mithilfe eines möglichst großen Spiegels und mit der Hauptkamera des Handys aufgenommen.
  • Das Gruppenselfie oder Ussie (vom Englischen "us", auf Deutsch "uns") zeigt mehrere Personen und ist je nach Gruppengröße und Armlänge des Handybesitzers eine kleine oder größere Herausforderung.
  • Welfie ist ein Kofferwort aus Work-out und Selfie und bezeichnet ein Selfie, das während des Trainings aufgenommen wurde.
  • Das Kofferwort Belfie (von "butt", dem englischen Wort für "Hintern") bezeichnet ein Foto, das den Fokus auf das eigene Gesäß legt.
  • Auf einem Bifie zeigt sich die Fotografin in einem Bikini.
  • Das Drelfie (abgeleitet vom englischen "drunk" für betrunken) zeigt den Fotografen nach dem ein oder anderen Gläschen zu viel

Es lassen sich jedoch nicht nur verschiedene Selfie-Arten unterscheiden; es gibt auch immer wieder neue Selfie-Trends. Zu den bekanntesten zählt das sogenannte Duckface: Vor allem Mädchen und junge Frauen fotografieren sich dabei mit zu einem Schmollmund gespitzten Lippen – häufig, um sich ein schmaleres Gesicht zu zaubern. In jüngerer Zeit greifen Selfies diesen Trend aber überwiegend ironisch auf.

Ein Selfie machen – so geht’s

Ein Selfie zu machen ist kein Hexenwerk: Wer sich selbst fotografieren möchte, der öffnet einfach die Kamera-App seines Smartphones und stellt diese von der Haupt- auf die Frontkamera um. Das funktioniert bei den meisten Telefonen über ein Pfeilsymbol rechts neben dem Auslöser. Der ausgestreckte Arm bildet nun die ideale Distanz zwischen Kamera und Gesicht – selbstverständlich empfiehlt es sich, mit Abständen, Positionen und Perspektiven zu experimentieren, bevor der Auslösebutton betätig wird. Schließlich hat so gut wie jeder eine Schokoladenseite, die er gerne präsentieren möchte. Viele Handys ermöglichen inzwischen, über die seitlichen Lautstärkeregler oder die Entsperrtaste Fotos zu machen, sodass beim Selfie-Knipsen mit ausgestrecktem Arm keine Verrenkungen notwendig sind. Wer sein Foto direkt verschicken oder posten möchte, der kann mithilfe von Apps wie Facebook oder WhatsApp Fotos schießen und sofort online weiterleiten.

Selfie-Sticks

Sobald auf dem Selfie etwas mehr als nur das eigene Gesicht zu erkennen sein soll, wird es schwierig. Wer auch den Hintergrund einfangen oder ganze Gruppen auf einem Selfie vereinen will, der kann inzwischen einen sogenannten Selfie-Stick oder Selfie-Stab zur Hilfe nehmen. Dieser besteht aus einer Halterung für das Smartphone, das über USB oder Klinkenstecker angeschlossen wird, einer teleskopartig ausfahrbaren Stange sowie einem Griff, auf dem sich ein Auslöserknopf befindet. Durch den vergrößerten Abstand hat der Fotograf nun wesentlich mehr Spielraum, was Hintergrund, Winkel oder Kamera-Radius anbelangt. Vor allem als Reise-Gadget sind diese Selfie-Stangen beliebt. Zwar gab es bereits seit 1983 vergleichbare Vorrichtungen, doch erst ab 2014 gewann der Selfie-Stick an Popularität.

Das perfekte Selfie: Tipps für gelungene Selbstporträts

100 Selfies auf dem Handy, aber keines genügt den eigenen Ansprüchen? Wer ein paar Tipps beherzigt, dem gelingen schnell bessere Aufnahmen:

  • Die Lichtverhältnisse müssen stimmen: Am besten eignet sich sanftes Tageslicht für Fotoaufnahmen – etwa am Morgen oder späten Nachmittag. Zu wenig Tageslicht, Blitz oder auch künstliches Licht führen auf dem Foto oft zu Bildrauschen, roten Augen oder einem unschönen Gelbstich. Auch die Mittagssonne eignet sich nur bedingt für Selfies, denn der Lichteinfall in der prallen Mittagssonne sorgt für besonders harte Schatten.
  • Ein vorteilhafter Kamerawinkel wirkt Wunder: Den meisten Menschen schmeichelt es, wenn sie sich von leicht über der eigenen Augenhöhe fotografieren. So wirken die Augen größer und ein eventuelles Doppelkinn wird weniger stark betont.
  • Ein häufiger Selfie-Fehler: Der Fotograf betrachtet sich selbst im Display, statt lächelnd in die Kameralinse zu blicken. Ein freundlicher Blick in die Kamera ist aber notwendig, damit die Person auf dem Selfie wach und sympathisch wirkt.
  • Eine aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung wirkt sich selbst dann auf das Selfie aus, wenn nicht der ganze Körper zu sehen ist. Für ein gutes Selbstporträt gilt also: Rücken gerade, Bauch rein, Brust raus und Schultern zurück – natürlich am besten, ohne dabei verkrampft oder angestrengt zu wirken.

All jene, denen diese Tipps noch nicht ausreichen, können zusätzlich auf diverse Bearbeitungstools und Filter zurückgreifen, um ihre Fotos aufzubessern. Ob schwarz-weiß, im Vintage-Look oder weichgezeichnet – so lässt sich das Beste aus den Selfies herausholen.

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