Wie funktioniert die Zahnreinigung für ein Baby?

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Viele Eltern fragen sich, wann sie bei ihrem Baby mit der Zahnreinigung beginnen müssen und wie diese sich gestaltet. Schließlich sollen die ersten Zähne des Nachwuchses möglichst lange gesund bleiben. Der nachfolgende Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zahnreinigung für Babys.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine konsequente Mundhygiene ist für Babys erforderlich, sobald der erste Zahn durchbricht.
  • Während sich für die Zeit des Zahndurchbruchs eine Reinigung mit Wattestäbchen empfiehlt, bieten sich später spezielle Kinderzahnbürsten oder Zahnputzfingerlinge an.
  • Eine Zahnbürste für Babys sollte über einen sehr kleinen Bürstenkopf, weiche Borsten und einen rutschfesten Griff verfügen.
  • Wenn Sie eine fluoridhaltige Zahnpasta verwenden, darf der Fluorid-Anteil nicht mehr als 500 ppm (Teile auf eine Million Teile) betragen.

Wann sollten Sie mit der Zahnreinigung für Ihr Baby beginnen?

Sobald sich der erste Milchzahn zeigt, sollten Sie für eine konsequente Mundhygiene sorgen. Meist brechen die ersten Zähnchen ab einem Alter von sechs Monaten durch, manchmal auch ein wenig früher. Die Zahnpflege ist auch dann erforderlich, wenn Sie Ihr Baby noch stillen. Muttermilch enthält nämlich auch Zucker.

Es empfiehlt sich, bereits vor dem Erscheinen des ersten Zahns für einen optimalen Schutz zu sorgen. Dazu eignen sich spezielle Fluorid-Tabletten. Der Mineralstoff unterstützt zum einen die Zahn- und Knochenbildung, zum anderen ist Fluorid wichtig für die Kariesprävention.

Die besten Methoden für die Zahnreinigung bei Babys

Unmittelbar nach ihrem Durchbruch sollten Sie die Zähne mit einem Wattestäbchen reinigen. Es erzeugt weniger Druck auf dem ohnehin schon gereizten Zahnfleisch Ihres Babys. Sind ein oder mehrere Zähne vorhanden, bieten sich für die Mundhygiene spezielle Kinderzahnbürsten an. Sie verfügen über einen an den kleinen Kindermund angepassten Bürstenkopf und einen rutschfesten Griff. Außerdem sind die Borsten vergleichsweise weich, was eine schonende Reinigung gewährleistet. Achten Sie darauf, die Zahnbürste mindestens alle acht Wochen zu wechseln.

Prinzipiell sollten Sie immer vom Zahnfleisch zur Krone hin putzen. Beginnen Sie mit den Außenseiten der Zähne, bevor Sie die Innenseite der Frontzähne säubern, und kümmern Sie sich zum Schluss um die Kau- und Innenflächen der Backenzähne.

Die Alternative: Zahnputzfingerlinge

Sogenannte Zahnputzfingerlinge sind insbesondere in der ersten Zeit nach dem Durchbruch eines Zahns eine interessante Alternative zu gewöhnlichen Zahnbürsten. Erstens ermöglichen es die Fingerlinge, Ihrem Baby das Zähneputzen auf eine spielerischere Art näherzubringen. Zweitens lassen sich die kleinen Zähnchen mit dem Putzutensil nach Aussagen zahlreicher Eltern sogar einfacher reinigen als mit einer Kinderzahnbürste.

Worauf Sie bei der Wahl der Zahncreme achten sollten

Die Verwendung von Zahnpasta ist erst angebracht, wenn das Baby mindestens sechs Monate alt ist. Drücken Sie lediglich eine erbsengroße Menge auf die Zahnbürste. Ab einem Alter von zwei Jahren ist es ratsam, zweimal täglich mit Zahncreme zu putzen. Bekommt das Baby keine Fluorid-Tabletten, empfehlen Zahnmediziner in jedem Fall eine fluoridhaltige Zahnpasta. Allerdings sollte diese nicht mehr als 500 ppm des Wirkstoffs enthalten. Nach der Zahnreinigung ist es wichtig, dass das Baby die Zahnpasta wieder ausspuckt und nicht hinunterschluckt.

Eine angenehme Atmosphäre bei der Zahnpflege wirkt Wunder

Damit das Kind das Zähneputzen als tägliche Routine annimmt, sollten Sie während der Mundhygiene für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen. Dazu gibt es mehrere Wege. Sie können beispielsweise ein Zahnputzlied in den Ablauf integrieren oder Ihrem Baby eine Geschichte vorlesen. In diesem Zusammenhang ist es für den Nachwuchs vor allem wichtig, die Mundhygiene als etwas ganz Selbstverständliches zu verinnerlichen.

Zahnreinigung für Babys: Weitere nützliche Tipps

Um ihr Kind an die tägliche Zahnpflege zu gewöhnen, haben Eltern verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel:

  • Vorbildfunktion nutzen: Kinder möchten immer das nachahmen, was ihre Eltern tun. Daher ist es von Vorteil, wenn das Baby Sie beim Zähneputzen beobachten kann.
  • Lob verteilen: Unabhängig davon, ob das Kind den Mund bei der Zahnreinigung weit öffnet oder die Zahnbürste selbst ergreift, sollten Sie es stets loben. Dies sorgt für positive Assoziationen mit dem Zähneputzen.
  • Auf die eigene Mundhygiene achten: Eltern sollten sich auch bestmöglich um ihre eigene Zahngesundheit kümmern. Andernfalls besteht das Risiko, Keime aus dem eigenen Rachen auf den Säugling zu übertragen.