Handystrahlung - schädlich oder nicht?

Ratgeber / Mobiles Internet

Bild: Elektrosmog Bild: ©Wolfgang Cibura/fotolia.com / Text: Verivox

Die Annahme, dass die Strahlung von Smartphones oder Handys schädliche Wirkung auf den Menschen hat, kann auf eine Untersuchung Mitte der 1980er Jahre zurückgeführt werden. Behauptet wurde, dass in einem Umkreis von 200m um einen Mobilfunkmast Krebserkrankungen zunahmen. Einen tatsächlichen Beleg konnte die Untersuchung nicht erbringen, da der angebliche Sendemast gar nicht existierte.

Informationsübertragung durch Radiowellen

Unbestritten erfolgt die Übertragung von Informationen an ein Smartphone, sowie von diesem weg, über elektromagnetische Wellen oder Radiowellen. Diese sind nicht mit denen zu vergleichen, die wir in Mikrowellen zum Erwärmen von Nahrungsmitteln verwenden. Funkwellen sind deutlich schwächer und haben derartige Effekte nicht. Auch die Annahme, dass Funkwellen in Großstädten oder Ballungsräumen schädlicher sind, stimmt nicht. Hier ist die Netzabdeckung besser. Zwar werden deutlich mehr Verbindungen hergestellt, diese benötigen allerdings nur schwache Welle aufgrund der Nähe zur Sendestation. Dennoch wurden über Jahre hinweg Untersuchungen zu den Gefahren von Funkwellen durchgeführt.

Keine Gesundheitsrisiken nachweisbar

In Dänemark ergab eine Langzeitstudie, an der sich fast 10 Prozent der Bevölkerung über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren beteiligten, dass kein erhöhtes Risiko für Krebs oder Hirntumore durch das Mobiltelefon entsteht. Dennoch ist bis heute nicht eindeutig geklärt, ob Gefahren dieser Art durch das Telefonieren entstehen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (engl. „International Agency for Research on Cancer”, IARC) betitelt Radiowellen dennoch als “möglicherweise krebserregend”. Diese Bezeichnung tragen aber auch Kaffesäure und Antibiotika.

Strahlungsarme Smartphones

Die Strahlungswerte von Smartphones werden mit dem sogenannten SAR-Wert angegeben. Dieser hält fest, wie viel Strahlung pro Kilogramm Körpermasse ausgesendet wird. Wer als Verbraucher auf Nummer Sicher gehen möchte, findet heute eine große Auswahl an strahlungsarmen Smartphones.

Wer als Mobilfunknutzer den auf den eigenen Körper einwirkenden SAR-Wert möglichst gering halten möchte, kann einfache Verhaltensmaßnahmen anwenden:

  • Das Telefon erst nach dem Verbindungsaufbau ans Ohr halten;
  • so kurz wie möglich telefonieren;
  • durch eine Freisprecheinrichtung, ein Headset oder einen Retro-Telefonhörer Abstand zum Gerät halten;
  • bei schlechtem Empfang das Gespräch beenden;
  • das Telefon nicht eng am Körper tragen;
  • auch strahlungsarme Smartphones und Handys möglichst oft einfach ausschalten.

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