So schätzen Sie den Wert Ihres Hausrats richtig

24.01.2017 | 09:29

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Hamburg / Heidelberg - Die Waschmaschine läuft über, ein Kabel fängt Feuer - Unfälle zuhause passieren oft und die Schäden am Hausrat kosten schnell ein paar Tausend Euro.

Erstattet werden solche Schäden von einer Versicherungssumme ermitteln:

1. Inventarliste anlegen

Die erste Möglichkeit den Wert des Hausrats zu ermitteln: eine Inventarliste anlegen. Auf dieser Liste werden alle zum Hausrat zählenden Gegenstände inklusive ihrem Wert festgehalten. Zum Hausrat zählen nicht nur Möbel, Kleidung, Elektrogeräte oder Wertsachen. "Auch Vorräte in der Küche gehören dazu", sagt Boss. Hier sollte festgehalten werden, welche Lebensmittel sich üblicherweise in der Speisekammer befinden.

Video aufnehmen

"Am besten ist es, wenn Sie von jedem Raum ein Video machen, das Sie dann an einem sicheren Ort aufbewahren", rät Boss. "Im Leistungsfall können Sie so außerdem nachweisen, dass zum Beispiel ihr Sofa tatsächlich ein Designer-Stück war."

Rechnungen aufbewahren

Doch am besten werden auch Rechnungen der teuren Gegenstände aufgehoben.

2. Hausrat schätzen

Wem eine Inventarliste zu aufwendig ist, der kann seinen Hausrat auch schätzen. "Hier kann die Faustformel "650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche" helfen", sagt Boss. Das kann sich zum Beispiel lohnen, wenn der Hausrat sehr umfangreich ist. Allerdings ist diese Faustformel im Zweifel ungenau.

3. Hausrat-Deckung bei Bedarf anpassen

Verbraucher sollten sich nach einer größeren Neuanschaffung (z. B. einem hochwertigen TV-Gerät) bei ihrer Hausratversicherung melden und die Versicherungssumme überprüfen lassen. Andernfalls entgeht Versicherten womöglich ein Teil der Schadenssumme.

4. Rund um den Umzug: Was ist wichtig?

Wer umzieht, sollte seinen Versicherer zum ersten rechtzeitig über die neue Adresse informieren - idealerweise noch bevor man den Wohnsitz wechselt. Das erleichtert nicht nur den Briefverkehr, sondern erhöht auch den Schutz. Denn meist sind dann beide Wohnungen, die alte und die neue, über den Hausratversicherer abgedeckt.

Zum zweiten sollten mögliche Vertragsänderungen bedacht werden. So ist es nach dem Einzug wichtig dem Versicherer die neue Wohnfläche und gegebenenfalls den geänderten Hausratswert mitzuteilen. Unter Umständen wirkt sich der neue Wohnort auch auf den Vertrag aus. Denn zieht der Versicherte etwa von einem Dorf in die Großstadt, kann es sein, dass er deutlich höhere Prämien zahlen muss. In einem solchen Fall gilt: Steigt der Prämiensatz durch den Umzug in einen höheren Tarif, besteht bei der Hausratversicherung ein Sonderkündigungsrecht.

Paare können nach dem Einzug in eine gemeinsame Wohnung eine ihrer Hausratversicherungen kündigen. So lässt es sich vermeiden, doppelt Beiträge zu zahlen.