196 Verkehrstote auf Autobahnen durch zu hohes Tempo

14.01.2020

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Aktuell wird wieder über ein Tempolimit auf den deutschen Autobahnen diskutiert. So gibt es im Zuge der Klimawandel-Debatte etwa Forderungen nach einer Begrenzung auf 130 km/h. Doch wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit auf den Autobahnen in Deutschland durch das schnelle Fahren aus? Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im Jahr 2018 bei Unfällen auf den deutschen Autobahnen 424 Menschen gestorben. Und für fast die Hälfte der Verkehrstoten (196 Unfallopfer bzw. 46 Prozent) auf Autobahnen sei eine nicht angepasste Geschwindigkeit mitverantwortlich gewesen.

Großteil der Verkehrstoten auf Strecken ohne Tempolimit

Wie Destatis weiter ausführt seien 71 Prozent der Todesopfer auf Autobahnen auf Strecken ohne Tempolimit gestorben. Konkret sei die unangepasste Geschwindigkeit bei 45 Prozent der Verkehrstoten auf Abschnitten ohne Tempobegrenzung eine Unfallursache gewesen. Dies treffe auf 135 von 301 Unfalltoten auf solchen Strecken zu. Auf Strecken mit Geschwindigkeitsbegrenzung gab es 2018 123 Unfalltote, 61 davon (50 Prozent) waren auch auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen.

"Freie Fahrt" noch auf 70 Prozent der Autobahnstrecken

Zu beachten ist allerdings, dass 70 Prozent der Strecken des gesamten Autobahnnetzes über keine Geschwindigkeitsbegrenzung verfügen. Daher relativiere sich der hohe Anteil der Unfalltoten auf Strecken ohne Tempolimit. Zudem werde häufig nicht nur zu schnell gefahren, sondern auch der erforderliche Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht eingehalten. Der mangelnde Abstand sei eine der Hauptunfallursachen.