Mit dem Garagenrabatt erhalten Versicherte, die über eine Garage verfügen, eine finanzielle Vergünstigung bei Abschluss einer Kfz-Versicherung, wie zum Beispiel einer Teil- oder Vollkaskoversicherung. Das ist möglich, da dem Versicherer statistisch geringere Schadensregulierungskosten für Fahrzeuge entstehen, die nicht im Freien, sondern in Garagen untergestellt werden. Denn dadurch können während der Nichtnutzung des Fahrzeuges zahlreiche Schäden vermieden werden, wie zum Beispiel Beschädigungen durch Dritte, durch Unwetter wie umstürzende Bäume oder durch Diebstahl des Fahrzeuges. Das Einsparpotenzial, welches sich daraus ergibt, geben einige Versicherungsunternehmen an die Versicherten in Form des Garagenrabattes in unterschiedlicher Höhe weiter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Garagenrabatt wird Versicherungsnehmern prozentual auf die jährliche Versicherungsprämie gewährt.
  • Damit ein Garagenrabatt gewährt werden kann, muss es sich um eine abschließbare Garage handeln.
  • Bei Abschluss der Versicherung wird in der Regel nicht überprüft, ob tatsächlich eine Garage vorhanden ist.

Garagenrabatt reduziert regelmäßig die Versicherungsprämie

Der Rabatt wird Versicherungsnehmern prozentual auf die jährliche Versicherungsprämie gewährt. Somit richtet sich die tatsächliche Höhe des Rabatts auch nach der Versicherungsjahresprämie. Wird ein Garagenrabatt von beispielsweise fünf Prozent bei einer Versicherungsprämie von 300 Euro im Jahr gewährt, dann läge die Ersparnis für den Versicherten bei 15 Euro. Ein Garagenrabatt wird dem Versicherten in der Regel während der gesamten Versicherungsdauer ermöglicht, wodurch sich die Ersparnis für den Versicherten mit den Jahren summiert. Zudem ist in der Regel eine Kombination mit anderen Rabattarten möglich, wie beispielsweise mit einem Fahrerkreis- oder Familienrabatt, wodurch ein insgesamt höherer Gesamtrabatt erzielt werden kann.

Voraussetzungen für einen Garagenrabatt

Damit ein Garagenrabatt gewährt werden kann, müssen in der Regel einige Voraussetzungen erfüllt werden. Zu diesen Bedingungen zählt insbesondere, dass es sich um eine abschließbare Garage handelt. Dabei kann es sich um eine Einzel- oder Doppelgarage, genauso wie um eine Tief- oder Sammelgarage handeln. Ein Carport wird bei vielen Versicherungsunternehmen hingegen nicht dazu gezählt, denn dieser ist nicht abschließbar. Denn bei Abstellen unter einem Carport ist das Fahrzeug noch für jedermann zugänglich und unterliegt dadurch äußeren Einflüssen. Daneben muss häufig beachtet werden, dass das alleinige Vorhandensein einer Garage nicht ausreicht, sondern das Fahrzeug sollte darin - je nach Vertrag - tatsächlich vorzugsweise oder sogar ausschließlich in den Nächten abgestellt werden. Zudem variieren die Regelungen von Versicherer zu Versicherer, wodurch nicht immer alle Garagenarten zu einem Rabattabzug führen können.

Ausnahmen von der Abstellregelung in der Garage

Ausnahmen bezüglich der Unterbringung werden aber in der Regel gewährt. Diese Ausnahmen sehen zumeist vor, dass der Versicherungsnehmer bei Fahrten zu anderen Orten, wie beispielsweise beim Besuch der Familie, das Fahrzeug auch außerhalb der Garage platzieren kann. Auch wenn die Garage vorübergehend nicht genutzt werden kann, wie es beispielsweise bei Umbauarbeiten der Fall ist, kann das Fahrzeug nachts auch im Freien abgestellt werden, ohne dass ein Versicherungsverlust droht. Ebenso ist die Vergünstigung durch einen Garagenrabatt nicht gefährdet, wenn das Fahrzeug während des Tages im Freien geparkt wird, denn der Rabatt bezieht sich in der Regel nur auf die Nachtstunden.

Falsche Angaben können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen

Bei Abschluss der Versicherung wird in der Regel nicht überprüft, ob tatsächlich eine Garage vorhanden ist. Werden die Angaben bei Nutzung eines Garagenrabatts nicht wahrheitsgemäß beantwortet, dann drohen dem Versicherten im Schadensfall der Versicherungsverlust und zusätzliche Vertragsstrafen. Dies kann auch der Fall sein, wenn Änderungen der Versicherung nicht bekanntgegeben werden, wie beispielsweise bei einem Umzug an einen Standort ohne Garage. Aber auch das regelmäßige Abstellen des Fahrzeuges in der Nacht außerhalb der Garage kann zu einer Tarifanpassung und Strafzahlungen führen.