E-Auto-Prämie: Alle Infos zur Umweltprämie

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Das Wichtigste in Kürze

  • Am 3. Juni 2020 hat die Bundesregierung ein Konjunkturpaket verabschiedet, das eine Verdopplung der staatlichen E-Auto-Prämie vorsieht.
  • Für ein Elektroauto bis 40.000 Euro können Fahrzeugbesitzer je nach Modell einen Förderbetrag von bis zu 9.000 Euro erhalten.
  • Für E-Autos bis 65.000 Euro liegt die höchstmögliche Fördersumme bei 7.500 Euro.
  • Den Förderantrag müssen Autobesitzer online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einreichen.

Die neue E-Auto-Prämie: Alle wichtigen Infos

Um die Verkehrswende voranzutreiben, führte die Bundesrepublik bereits 2016 eine E-Auto-Prämie ein. Da bis Anfang 2020 nicht einmal 200.000 Anträge eingingen, hat die Regierung den sogenannten Umweltbonus ausgeweitet und verlängert. Aufgrund der Corona-Krise beschlossen die Politiker im Juni 2020 ein umfangreiches Konjunkturpaket, von dem auch verbraucher profitieren, die ein Elektroauto kaufen möchten. Seit Juli 2020 erhalten diese nämlich die doppelte Kaufprämie vom Bund. Zudem gilt die als Innovationsprämie bezeichnete Elektroauto-Förderung rückwirkend für alle ab dem 4. Juni 2020 zugelassenen Fahrzeuge.

Für welche Fahrzeuge gibt es die E-Auto-Prämie?

Der Staat verteilt Fördermittel für verschiedene Arten von Elektroautos, allerdings lediglich für gelistete Modelle bis zu einem Kaufpreis von 65.000 Euro. Von der neuen E-Auto-Prämie sollen nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sämtliche Autos profitieren, an die sich bereits die Umweltprämie gerichtet hat. Demzufolge erhalten sowohl reine Batterie-Fahrzeuge als auch Plug-in-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge eine Förderung.

Darüber hinaus richtet sich das Förderprogramm auch an Fahrzeugbesitzer junger Elektro-Gebrauchtwagen. Um die E-Auto-Prämie zu bekommen, darf der Ersthalter den Wagen jedoch maximal zwölf Monate zugelassen und selbst keinen Umweltbonus oder eine vergleichbare Förderung in Anspruch genommen haben. Eine weitere Bedingung ist, dass die Laufleistung bei höchstens 15.000 Kilometern liegt.

Wie hoch fällt die Umweltprämie für Elektroautos aus?

Mit welcher Fördersumme Käufer eines Elektroautos rechnen dürfen, hängt einerseits vom Kaufpreis und andererseits von der Art des Fahrzeugs ab. Die nachfolgende Tabelle gibt Auskunft über die Höhe der Zuschüsse:

E-Autos mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 €

Art des Elektroautos Fördersumme des Bundes Fördersumme des Herstellers Gesamt-Kaufprämie
Batterie-/Brennstoffzellen-Fahrzeug 6.000 €
(vorher 3.000 €)
3.000 € 9.000 €
(vorher 6.000 €)
Plug-in-Hybrid 4.500 €
(vorher 2.250 €)
2.250 € 6.750 €
(vorher 4.500 €)

E-Autos mit einem Nettolistenpreis über 40.000 € (bis max. 65.000 €)

Art des Elektroautos Fördersumme des Bundes Fördersumme des Herstellers Gesamt-Kaufprämie
Batterie-/Brennstoffzellen-Fahrzeug 5.000 €
(vorher 2.500 €)
2.500 € 7.500 €
(vorher 5.000 €)
Plug-in-Hybrid 3.750 €
(vorher 1.875 €)
1.875 € 5.625 €
(vorher 3.750 €)

Der Eigenanteil des Händlers gilt als nachgewiesen, wenn der Nettokaufpreis des Basismodells den Schwellenwert unterschreitet, wobei sämtliche vom Hersteller gewährten Nachlässe und Rabatte Berücksichtigung finden.

Wie lange gibt es die E-Auto-Prämie?

An dieser Stelle gilt es, zwischen dem Umweltbonus und der Innovationsprämie zu unterscheiden. Der Umweltbonus läuft spätestens Ende 2025 aus. Allerdings endet die Aktion bereits zu einem früheren Zeitpunkt, falls starker Andrang dazu führt, dass die vorhandene Fördersumme ausgeschöpft wird. Die neue E-Auto-Prämie hat der Gesetzgeber dagegen auf das Ende des Jahres 2021 befristet.

Die E-Auto-Prämie beantragen

Wie bereits bei der Abwrackprämie ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auch für die neue E-Auto-Prämie verantwortlich. Antragsberechtigt sind neben Privatpersonen und Unternehmen auch Stiftungen, Körperschaften und Vereine. Den Antrag können Besitzer eines Elektroautos ausschließlich online einreichen. Dabei gilt es zu beachten, dass das Auto bereits im Vorhinein eine Zulassung benötigt. Auf der Website des Bundesamtes müssen Antragsteller zudem folgende Unterlagen hochladen:

  • Fahrzeugrechnung
  • Zulassungsbescheinigung Teil II
  • Nachweispaket (nur bei einem Gebrauchtwagenkauf)
  • Nachweis über den Listenpreis des Neufahrzeugs (nur bei einem Gebrauchtwagenkauf)

Erfolgt die Anschaffung dagegen über Leasing, benötigen Fahrzeughalter den Leasingvertrag, die verbindliche Bestellung und eine Kalkulation der Leasingraten. Außerdem ist auch hier die Zulassungsbescheinigung Teil II notwendig. Bei gewerblichem Leasing fordert das BAFA zusätzlich eine Abtretungserklärung.

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Gut zu wissen: Sowohl bei einem Kauf als auch beim Leasing besteht in vielen Fällen nicht die Notwendigkeit, die E-Auto-Prämie in Eigenregie zu beantragen. Oftmals kümmern sich nämlich bereits die Autohändler darum.