Die Abkürzung UMTS steht für „Universal Mobile Telecommunication System“ und ist ein Mobilfunkstandard. Mit UMTS können Datenübertragungsraten von bis zu 384 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) erreicht werden, mit dem Aufbaustandard HSDPA sogar 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

Das Wichtigste in Kürze

  • UMTS wird auch als „3G-Standard“ bezeichnet, was für dritte Generation steht.
  • Inzwischen wird UMTS selbst nach und nach von der vierten Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) abgelöst.
  • UMTS hat der Internetnutzung auf mobilen Endgeräten zum Durchbruch verholfen.

Mobilfunkgenerationen lösen sich ab

UMTS wird auch als „3G-Standard“ bezeichnet, was für dritte Generation steht. Der 3G-Standard sollte den Grundstein für Multimedia-Anwendungen auf dem Handy oder Smartphone legen und vor allem das mobile Internet einem breiten Markt zugänglich machen. Milliarden wurden in UMTS investiert, um den bisherigen GSM-Standard abzulösen. GSM, was für „Global System for Mobile Communication“ steht, ermöglichte nur Datenübertragungsraten von 9,6 kbit/s.

Inzwischen wird UMTS selbst nach und nach von der vierten Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) abgelöst. LTE ist deutlich schneller als die Internetverbindungen über den Mobilfunkstandard UMTS. Theoretisch sind mit LTE Download-Geschwindigkeiten von 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde und mehr möglich. Allerdings dürfte es noch einige Zeit dauern, bis LTE massentauglich wird.

UMTS-Anschlüsse in Deutschland

Die vier großen Mobilfunkunternehmen Vodafone, E-Plus, O2 und die Telekom haben sich bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen im Jahr 2000 durchgesetzt. Auf sie kamen neben den hohen Kosten für den Erwerb der Lizenzen (etwa 50 Milliarden Euro) auch enorme finanzielle Anstrengungen für den Netzaufbau zu.

Doch diese hohen Investitionen dürften sich auszahlen: Zwischen 2005 und 2010 ist laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) die Anzahl der UMTS-Anschlüsse in Deutschland stetig und rasant gewachsen: Während es 2005 nur 2,3 Millionen UMTS-Anschlüsse in der Bundesrepublik gab, waren nur fünf Jahre später 31 Millionen UMTS-Anschlüsse vorhanden.

UMTS verhalf mobilem Internet zum Durchbruch

UMTS hat der Internetnutzung auf mobilen Endgeräten zum Durchbruch verholfen. Inzwischen kann eine ganze Reihe von Diensten über UMTS angeboten werden: beispielsweise Videotelefonie, Chat, Navigation, Bankdienste, Fernsehangebote und noch vieles mehr. Die Möglichkeiten, die Nutzer von Handys, Smartphones, Laptops oder Tablet-PCs dank UMTS haben, sind nahezu grenzenlos.

Im Umkehrschluss kann sogar gesagt werden, dass UMTS durch die schnelle Datenübertragung nicht nur neuen Anwendungen, sondern auch neuen Geräten den Weg geebnet hat. Entwicklungen, wie beispielsweise Surfsticks oder Tablet-PCs, bauen auf dem schnellen Internetzugang auf, den UMTS ermöglicht, und wären ohne diese Möglichkeiten niemals so populär geworden.

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