Mit LTE ins Internet: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ratgeber / Mobiles Internet

Bild: Entertainment mit Tablet-PC Bild: ©bloomua/fotolia.com / Text: AFP, Verivox

Schnelles Internet ist in vielen ländlichen Gegenden nicht verfügbar, weil die notwendigen Leitungen fehlen. Um die Lücken in der stationären Breitbandversorgung zu schließen, setzen die Telekommunikationsanbieter auf den Ausbau des Mobilfunknetzes: Die LTE-Technik ermöglicht schnelles Internet per Mobilfunk – fast überall.

Was ist LTE?

LTE ist der sogenannte Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G). Die Technik erlaubt einen deutlich schnelleren Internetzugang als die vorherigen Mobilfunknetze. Long-Term Evolution, kurz LTE, verspricht (theoretisch) Download-Geschwindigkeiten bis zu 500 MBit pro Sekunde. Allerdings dürfte die Geschwindigkeit in LTE-Netzen tatsächlich häufig niedriger sein, denn sie hängt wesentlich davon ab, wie stark die Funkzellen ausgelastet sind.

Wo kann ich LTE nutzen?

Die Netzbetreiber bauen ihre LTE-Netze kontinuierlich aus, die Verfügbarkeit wächst. Wer einen LTE-Tarif buchen möchte, sollte vorab einen Verfügbarkeitstest vornehmen. So lässt sich sicherstellen, dass LTE vor Ort zu Hause – oder am Arbeitsplatz – verfügbar ist.

Wie teuer ist LTE?

Die Tarife der LTE-Anbieter müssen mittlerweile nicht mehr teurer als beim klassischen Internetzugang per DSL- oder Fernsehkabel-Anschluss sein. Verbraucher sollten mit rund 40 Euro pro Monat rechnen. Doch ein Vergleich lohnt sich: Die Mobilfunkanbieter haben teils mehrere Pakete mit unterschiedlichen Konditionen zu verschiedenen Preisen im Programm. Was Verbraucher noch wissen sollten: Im Gegensatz zu klassischen Internetanschlüssen per Festnetz ist das Volumen zur Datenübertragung begrenzt. Überschreitet ein Kunde diese Grenzen, wird die Geschwindigkeit gedrosselt.

Brauche ich spezielle Hardware, um LTE zu empfangen?

Um LTE nutzen zu können, benötigt man die passende Hardware. Je nach Nutzung stehen dafür verschiedene Endgeräte zur Verfügung: Wer mit dem Laptop mobil im Netz surfen möchte, kann dies am einfachsten mit einem LTE-Surfstick tun. Bei den meisten Anbietern kann man einen LTE-fähigen Stick gleich bei der Bestellung des LTE-Tarifs mit bestellen.

Eine andere Möglichkeit ist ein 4G Modem. Dieses kann direkt in den Laptop oder das Notebook integriert werden, ist allerdings etwas teurer als der Surfstick. Wer mit dem Smartphone im schnellen LTE-Netz surfen möchte, muss darauf achten, dass das Smartphone neben UMTS auch LTE empfängt. Dies ist nur bei einzelnen neuen Modellen der Fall, wie beispielsweise dem HTC Velocity 4G.

Wer LTE zuhause als DSL-Ersatz nutzen will, benötigt einen LTE-fähigen Router. Diesen erhält man meist zusammen mit dem Vertrag von dem Anbieter, die Preise bewegen sich zwischen 50 und 240 Euro.

Brauche ich jetzt noch einen Festnetz-Anschluss?

Bei der Deutschen Telekom ist fürs Telefonieren im LTE-Tarif ein klassischer Festnetz-Anschluss enthalten, der auch eine Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz umfasst. Bei Vodafone erhalten LTE-Kunden in einigen Tarifen eine Festnetz-Nummer, die allerdings über das LTE-Netz läuft. Die klassische Telefondose in der Wand entfällt also. Bei O2 müssen sich die Kunden getrennt um ihren Telefonanschluss kümmern - die Kosten dafür fallen also zusätzlich an.

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