10 Smartphone-Tricks, die fast keiner kennt

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Wissen Sie, wie Sie zwei Apps parallel nutzen oder mit dem Smartphone Dokumente ausdrucken? Mit diesen einfachen Alltags-Hacks holen Sie mehr aus Ihrem Smartphone heraus und erleichtern sich den Alltag. Denn Smartphones sind wahre Alleskönner – wenn man die entsprechenden Tricks kennt. 10 verrückte und geniale Smartphone-Funktionen im Überblick.

1. Zwei Android-Apps parallel nutzen

Dieser Trick ist für Multi-Tasking-Fähige geeignet. Wer zum Beispiel Youtube-Videos schauen möchte, während er über Whatsapp chattet, kann beide Apps auf einem geteilten Bildschirm nutzen. So erstellt man den Split-Screen für zwei gleichzeitig laufende Anwendungen:

  • Bei älteren Android-Versionen einfach den Task-Manager öffnen, um die geöffneten Apps anzuzeigen. Dann die gewünschten Apps auswählen und an den oberen Bildschirmrand hinziehen, um den Bildschirm zu teilen.
  • Bei neueren Android-Versionen (ab Android 9 Pie) drücken Nutzer auf das App-Icon der zuletzt genutzten Anwendung am oberen Rand. Nun lässt sich im Menü "In geteilter Bildschirmansicht öffnen" auswählen.

Die praktische Funktion funktioniert im Hoch- und Querformat.

2. "Shake it, baby!" Notizen mit dem "Schüttel-Trick" zurückholen

Kurz abgelenkt und schon ist die wichtige Notiz aus Versehen gelöscht – mit diesem Trick lassen sich Notizen blitzschnell wiederherstellen. Das Vorgehen ist denkbar einfach: Schütteln Sie Ihr iPhone kurz. Dann erscheint die Abfrage: "Eingabe widerrufen", mit der sich der gelöschte Text wiederherstellen lässt. Der Schüttel-Trick funktioniert auch bei E-Mails, Erinnerungen, Kalendereinträgen und SMS.

Ist die Funktion noch nicht standardmäßig aktiviert, lässt sich das in den Einstellungen einstellen (Einstellungen > Bedienungshilfen > Tippen > Zum Widerrufen schütteln).

3. Timer für Musik oder Podcasts einstellen

Wer gern zu Musik oder Podcasts einschläft, wird diese Funktion lieben! In der Uhr-App des iPhones lässt sich festlegen, wann Musik stoppen soll. In der Rubrik "Timer-Ende" findet sich unterhalb der Klingeltöne die Funktion "Wiedergabe stoppen". Hier können Nutzer die Zeitangabe einstellen. Die Funktion ist ab der Version iOS 7 verfügbar. Auch diverse Musik-Streaming-Apps bieten Timer-Funktionen. Bei Spotify lässt sich der "Sleeptimer" zum Beispiel in den Einstellungen der App aktivieren.

4. Unpassender Anruf? Smartphone einfach verstummen lassen

Android: Digitaler "Maulkorb" im Handumdrehen

Das Smartphone klingelt mitten im Meeting oder im Konzert – das hat fast jeder schon einmal erlebt. Mit diesem Tricks schalten Sie Ihr Android-Gerät im Handumdrehen stumm. Es ist fast zu einfach, um wahr zu sein: Drehen Sie Ihr Smartphone um – und schon ist Ruhe. Denn liegt das Gerät mit dem Display nach unten auf einer Fläche, hört es auf zu klingeln. So wird die praktische Funktion in den Einstellungen aktiviert:

  • Einstellungen öffnen und auf "Gesten" tippen.
  • "Zum Stummschalten drehen" aktivieren.

iPhone: LED-Blitz statt Klingeln

iPhone-Nutzer müssen lediglich den kleinen Regler an der oberen Seite des Geräts bedienen, um es stumm zu schalten. Wer dennoch keine Anrufe verpassen möchte, kann das iPhone auch blinken statt klingeln lassen – das visuelle Signal ist gut sichtbar, auch wenn das Gerät "auf dem Bauch" liegt.

LED-Benachrichtigungen werden in den Einstellungen unter "Allgemein" und "Bedienungshilfen" aktiviert. Hier findet sich die Funktion "LED-Blitz bei Hinweisen". Kommt ein Anruf oder eine Nachricht, blinkt der Blitz kurz auf. Übrigens: Der LED-Blitz blinkt auch beim Weckruf und holt garantiert auch Langschläfer aus dem Schlaf.

5. Digitale "Kindersicherung": App auf dem Bildschirm anheften

Wenn Eltern ihr Smartphone den Kindern anvertrauen, wollen sie oft auch sicherstellen, dass der Nachwuchs nur bestimmte Anwendungen nutzt und keinen Unfug treibt. Dafür bietet Android die passende Funktion: Apps lassen sich ganz einfach auf dem Bildschirm fixieren bzw. anheften – für alle anderen Anwendungen wird eine extra PIN abgefragt.

So geht’s: Android-Tipp: App auf dem Bildschirm anheften

6. Einfach-Modus macht die Bedienung einfacher

Dieser Tipp könnte den Handy-Kauf für die Großeltern ersparen: Jedes herkömmliche Smartphone lässt sich mit ein paar Einstellungen an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Bei vielen Geräten ist ein sogenannter Einfach-Modus aktivierbar. Dieser sorgt für vereinfachte Menüführung, reduzierte Funktionen und vergrößert Anzeigeflächen, Schrift und Symbole. Der Vorteil: Die Benutzeroberfläche lässt sich jederzeit wieder umstellen.

Zum Ratgeber: Handys und Tarife für Senioren

7. Mit dem Smartphone drucken

Einfach das PDF oder Foto mit dem Smartphone ausdrucken – das ist längst möglich. Sowohl Apple als auch Google haben Druckfunktionen in ihre Betriebssysteme integriert: Airprint bei iOS und Cloud Print bei Android. Airprint ist in den meisten Druckermodellen integriert. Auch mit der Google Cloud Print App für Android lassen sich Dokumente über jeden cloudfähigen Drucker ausdrucken. Einziges Manko: Google plant, den Dienst Ende 2020 einzustellen. Es bieten aber auch zahlreiche Drittanbieter wie Druckerhersteller spezielle Apps für mobiles Drucken.

Mehr erfahren: So geht's: Drucken mit dem Smartphone

8. Smartphone als Autoschlüssel verwenden

Schon mal das Auto mit dem Handy aufgeschlossen? Mit dieser Funktion können sich Smartphone-Besitzer wie MacGyver fühlen. Die Nutzung hängt aber vom Auto und Endgerät ab. Bei Automodellen von BMW und Audi können Android-Nutzer den digitalen Autoschlüssel per drahtloser NFC-Technologie (Near-Field-Communication) nutzen. BMW bietet einen schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug über die Connected-App bereits seit etlichen Jahren an. Auch "Spätzünder" Apple könnte die Funktion bald möglich machen. Unter anderem soll die Nutzung des Schlüssels zum Beispiel durch Familienmitglieder oder Freunde möglich sein.

Jetzt informieren: iPhone bald als Autoschlüssel nutzbar

9. Mobile "Tracking-Zentrale" per App

Ortung ist heutzutage mit jedem Smartphone möglich. Viele Tracking-Anwendungen gibt es als kostenlose App für iPhones und Android-Geräte. Die Tracking-Apps geben dann zum Beispiel den Standort des Kindes auf dem Weg zur Grundschule durch – oder signalisieren, wenn ein definierter Bereich verlassen wird ("Geo-Fencing"). Für Hunde oder Katzen eignen sich leichte GPS-Tracker am Halsband, die die Ortungsdaten ans Smartphone oder den Computer der Besitzer funken. Die Kosten variieren je nach Gerät, Nutzungsdauer und -intensität.

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10. Automatischer Notruf und Notfallfunktionen

Dieser Tipp ist für den Ernstfall wichtig. Per Smartphone lässt sich ganz einfach ein automatischer Notruf absetzen – ohne extra das Display zu entsperren und den Notruf manuell zu wählen. Mit iPhones ist seit 2017 ein automatischer Notruf per vorinstallierter Tastenkombination möglich. Doch nur jeder Siebte nutzt den automatischen Handy-Notruf, wie eine Verivox-Umfrage ergab.

Android-Geräte haben schon seit Jahren einen speziellen Notfallassistenten an Bord. Außerdem empfehlenswert für iPhone-Nutzer: Den Notfallpass mit wichtigen Gesundheitsdaten und Notfallkontakten hinterlegen.

Zum Ratgeber: Notruf per Smartphone absetzen: Notfallfunktionen und SOS-Apps