Hausratversicherung: auch für die WG unverzichtbar

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Hausratversicherung nicht nur für Studenten-WG
  3. Zunächst die Hausratversicherung der Eltern nutzen
  4. Hauptmieter als Versicherungsnehmer der WG-Hausratversicherung
  5. Quadratmeterpauschale
  6. Was ist alles versichert?
  7. Die Elementarschadenversicherung
  8. Der Wohnungsschutzbrief

Das Wichtigste in Kürze

  • Am besten läuft die Hausratversicherung der WG auf den Hauptmieter.
  • Eine Quadratmeterpauschale deckt auch die Gemeinschaftsräume ab.
  • Die Außenversicherung der Eltern greift nur für einen bestimmten Zeitraum und ist in der Summe begrenzt.
  • Fahrräder lassen sich prozentual abhängig von der Versicherungssumme versichern.

Hausratversicherung nicht nur für Studenten-WG

Wohngemeinschaften werden in der Regel mit Studenten assoziiert. Dabei stellt die Lebensform unverheirateter Paare, die zusammenleben, nichts anderes dar. Allerdings unterscheiden sich die beiden Formen in einem wesentlichen Punkt. Bei studentischen Wohngemeinschaften ist die Fluktuation der Mitbewohner in den meisten Fällen höher.

Warum sollte auch eine studentische Wohngemeinschaft eine Hausratversicherung besitzen? Computer, Fernseher, HiFi-Anlagen und Fahrräder stellen in der Regel den wertvollsten Besitz von Studenten dar. Der Verlust, beispielsweise durch Einbruchdiebstahl, würde bei dem einen oder anderen Bewohner ein echtes Loch in die Kasse reißen.

Angenommen, in einer Wohngemeinschaft leben drei Menschen zusammen. Da jeder für sich rechtlich selbstständig ist, wäre der erste Gedanke, dass sich auch jeder selbst über eine eigene Police versichert. Das Problem wäre allerdings, dass jeder nur seinen Hausrat versichert und die Gemeinschaftsräume wie Küche oder Bad damit vom Versicherungsschutz ausgenommen wären. Welche Alternative kommt in Betracht?

Zunächst die Hausratversicherung der Eltern nutzen

Zunächst einmal lohnt sich ein Blick in die Police der Eltern. Die sogenannte Außenversicherung deckt den Hausrat des Versicherungsnehmers außerhalb des Versicherungsortes, beispielsweise im Hotel oder der Ferienwohnung. Die Außenversicherung schließt aber auch den Hausrat der Kinder ein, wenn diese zu Ausbildungszwecken nicht mehr bei den Eltern, sondern andernorts leben. Allerdings zeigt der Vergleich für Hausratversicherungen, dass die Außenversicherung nicht unbegrenzt Gültigkeit besitzt. Je nach Versicherungsunternehmen deckt diese den Hausrat in Wohngemeinschaften für die Dauer zwischen sechs und zwölf Monaten ab. Dazu kommt, dass die Außenversicherung in der Regel auf zwanzig Prozent der Versicherungssumme des Vertrages der Eltern beschränkt ist.

Durch die Außenversicherung ist zwar der eigene Hausrat versichert, aber nicht der der Mitbewohner. Es wird auch ein wenig komplex, wenn jeder Bewohner im Schadensfall die eigene Police auf den Tisch legt. Nach wie vor bleibt auch die Frage nach dem Versicherungsschutz für die Gemeinschaftsräume.

Hauptmieter als Versicherungsnehmer der WG-Hausratversicherung

In der Regel gibt es bei einer Wohngemeinschaft einen Hauptmieter, welcher den Mietvertrag unterschrieben hat und der wiederum andere Zimmer untervermietet. Der Mieter ist im Schadensfall der erste Ansprechpartner der Versicherer. Sinnvoller als diverse Einzelverträge für die jeweiligen Zimmer ist es folglich, wenn der Hauptmieter als Versicherungsnehmer eine Hausratversicherung für die gesamte Wohnung abschließt und die Prämie unter den einzelnen Mitgliedern der Wohngemeinschaft aufgeteilt wird.

Quadratmeterpauschale vereinfacht die Hausratversicherung

Die Tatsache, dass das Eigentum des einen möglicherweise mehr wert ist als das Eigentum des anderen, spielt keine Rolle. Gleiches gilt bei einem Wechsel der Bewohner in der WG. Die Versicherungssumme einer Hausratversicherung wird nur noch in den seltensten Fällen durch den tatsächlichen Wert des Hausrats ermittelt. Die Versicherer legen schon seit vielen Jahren eine Quadratmeterpauschale zugrunde. Über diese Pauschale wird der Wert des Hausrats und damit die Höhe der Versicherungssumme bestimmt. Zieht ein Bewohner aus und ein anderer mit einem Hausrat ein, der vom Wert des Vormieters abweicht, spielt dies keine Rolle.

Hat die Wohnung beispielsweise 100 Quadratmeter und die Pauschale beläuft sich auf 650 Euro pro Quadratmeter, beträgt die Versicherungssumme 65.000 Euro. Damit ist auch ausgeschlossen, dass eine sogenannte Unterversicherung vorliegt. Die Unterversicherung bedeutet, dass die Versicherungssumme niedriger ausfällt als der Wert des Hausrates. Angenommen, der Wert des Hausrates beträgt faktisch 50.000 Euro, die Versicherungssumme lautet aber nur auf 40.000 Euro. Im Schadensfall bekäme der Versicherungsnehmer nur einen Anteil ersetzt, der sich nach folgender Formel ermittelt:

  • Entschädigung = Schaden * ((Versicherungssumme + Vorsorge) / Versicherungswert).

Für unser Beispiel erhält der Versicherungsnehmer bei einem Schaden von 20.000 Euro eine Versicherungsleistung von 16.000 Euro. Die Regelung für die Unterversicherung findet sich im Paragraf 75 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).

Die Ausnahme für den Unterversicherungsverzicht und die pauschale Berechnung der Versicherungssumme greift allerdings nicht, wenn der Bewohner über überdurchschnittlich wertvolle Gegenstände, beispielsweise Gemälde oder Skulpturen verfügt. In diesem Fall muss die Versicherungssumme anhand des tatsächlichen Wertes ermittelt werden. Ab einer bestimmten Größenordnung verlangen die Versicherer auch weiterführende Sicherungsmaßnahmen für die Wohnung. Dieser Umstand kommt bei einer durchschnittlichen Wohngemeinschaft aber nicht zum Tragen.

Was ist bei einer Hausratversicherung für eine Wohngemeinschaft versichert?

Da der Vertrag vom Hauptmieter als Versicherungsnehmer abgeschlossen wird, umfasst die Hausratversicherung für eine WG alle Räume der Wohnung einschließlich Keller und Mansarde. Es gibt keinen Unterschied zwischen Gemeinschaftsräumen und einzeln genutzten Räumen.

Neben der Frage, welche Räumlichkeiten versichert sind, stellt sich natürlich auch die Frage, was überhaupt durch die Hausratversicherung abgedeckt ist. In der Basisabsicherung greift die Hausratversicherung bei Schäden durch

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel ab Windstärke acht
  • Einbruchdiebstahl und Vandalismus

Im Rahmen dieser Absicherung wird allerdings noch differenziert. Im Fall von Einbruchdiebstahl muss die Wohnung von außen mit Gewalt geöffnet werden. Drang ein Dieb durch ein offenes oder gekipptes Fenster in die Wohnung ein, ist die Rede von "Einschleichen". Für diesen Fall besteht kein Versicherungsschutz. Wird der Versicherungsnehmer allerdings mit Gewalt seines Wohnungsschlüssels beraubt und ein Diebstahl in der Wohnung ist die Folge, greift die Hausratversicherung.

Fahrräder in der Hausratversicherung

Fahrräder sind bei vielen Gesellschaften mit einer Mindestsumme, prozentual abhängig von der Versicherungssumme eingeschlossen. Diese Größe beläuft sich auf ein Prozent. Ist das Fahrrad mehr wert, besteht die Möglichkeit, den Prozentsatz für einen kleinen Prämienzuschlag zu erhöhen. Wichtig ist, dass die Fahrradversicherung auf die Nachtklausel verzichtet. Diese besagt, dass der Versicherungsschutz für ein Fahrrad in der Zeit zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens nur besteht, wenn sich das Rad in der Wohnung oder dem abgeschlossenen Keller befindet.

Da es in einer WG häufig vom Wert sehr unterschiedliche Bikes gibt, ist eine Anpassung fast immer notwendig. Der Mehrbeitrag lässt sich allerdings bereits im Hausratversicherungsvergleich ablesen, so dass eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Bewohner möglich ist.

Wertsachen

Ebenfalls prozentual abhängig von der Versicherungssumme erfolgt die Erstattung von Wertsachen. Zu Wertsachen zählen unter anderem Schmuck, Gemälde, wertvolle Teppiche, Münz- und Briefmarkensammlungen, Sparurkunden, Wertpapiere und Bargeld. Für Bargeld sehen die Versicherungsgesellschaften konkrete Beträge vor, für alle anderen Prozentsätze ab zehn Prozent. Übersteigen die Wertsachen den standardmäßig vorgesehenen Satz, kann dieser vom Versicherungsnehmer gegen einen Mehrbeitrag angepasst werden.

Neben den einzelnen Klauseln, die auch die Dauer der Außenversicherung und den Höchstbeitrag der in der Außenversicherung versicherten Sachen regeln, besteht auch die Möglichkeit, die Versicherung um zusätzliche Bausteine zu erweitern.

Die Elementarschadenversicherung

Der wichtigste Baustein stellt zweifelsfrei die Elementarschadendeckung dar. Die Häufung der Unwetter in den letzten Jahren zeigt, dass diese Versicherung immer wichtiger wird. Die Elementarschadenversicherung leistet bei Schäden durch

  • Hochwasser
  • Schneedruck
  • Schnee- und Schlammlawinen
  • Erdbeben
  • Erdsenkungen
  • Vulkanausbrüche

Das größte Risiko besteht durch Hochwasser. Als Hochwasser gelten nicht nur über die Ufer getretene Gewässer. Drückt das Grundwasser durch Starkregen über die Erdoberfläche und läuft in Keller oder Räume im Erdgeschoss, gilt ebenfalls die Hochwasserklausel.

Der Wohnungsschutzbrief

Der Wohnungsschutzbrief kann ebenfalls in die Hausratversicherung integriert werden. Er übernimmt die Kosten, wenn zum Beispiel ein Schlüsseldienst kommen muss, weil dem Bewohner die Tür zugefallen ist und sich der Schlüssel in der Wohnung befindet. Er übernimmt auch die Kosten für Notfalleinsätze von Handwerkern, beispielsweise bei einer Rohrverstopfung oder einer defekten Heizung.

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