Vorübergehendes Unbewohntsein

Wer seine Wohnung oder sein Haus über einen längeren Zeitraum nicht bewohnt, muss dies seinem Hausratversicherer melden. Ohne die Anwesenheit des Anwohners bleiben Schäden am Wohnobjekt möglicherweise unbemerkt. Folgeschäden unentdeckter Mängel können aufwendige Reparaturen nach sich ziehen und damit beim Wohngebäude- oder Hausratversicherer höhere Kosten verursachen. Daher legen die meisten Versicherer bereits in ihren Verträgen eine Frist für ein vorübergehendes Unbewohntsein des Objekts fest.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Definition "vorübergehendes Unbewohntsein"
  3. Dauerhafte Abwesenheit nicht gemeldet: Was passiert?
  4. Gründe für vorübergehendes Unbewohntsein
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Begriff "vorübergehendes Unbewohntsein" findet bei Wohngebäude- und Hausratversicherungen Anwendung.
  • Ist der Versicherungsnehmer über längere Zeit nicht vor Ort, erhöht dies das Risiko möglicher Versicherungsschäden.
  • Versicherte sollten im Vertrag nachschauen, wie lange sie abwesend sein können.

Definition "vorübergehendes Unbewohntsein"

Ist eine Wohnung oder ein Haus vorübergehend unbewohnt, bedeutet das ein höheres Risiko möglicher Schadenfälle. Dies ist vor allem für Hausratversicherer interessant. Bereits beim Abschluss einer Hausratversicherung vereinbaren Versicherer und Versicherungsnehmer deshalb einen Zeitraum, in dem der betroffene Wohnraum bedenkenlos unbewohnt bleiben darf, ohne dass sich der Versicherungsschutz oder die Beiträge ändern.

Diese Frist legt jeder Versicherer selbst fest. Zwar ist in den Allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen eine Frist von 60 Tagen vermerkt, jedoch ist diese nicht bindend. Jeder Versicherer kann sie individuell anpassen. In der Regel liegt sie bei zwei bis drei Monaten. Überschreitet ein Versicherungsnehmer diese Frist, handelt es sich um eine anzeigepflichtige Gefahrerhöhung. Nach der Anzeige hat der Versicherer die Möglichkeit, angemessen zu reagieren – zumeist in Form eines Risikozuschlags auf die regelmäßigen Beiträge oder einer Sonderzahlung.

Dauerhafte Abwesenheit nicht gemeldet: Was passiert?

Je länger eine Wohnung oder ein Haus unbewohnt ist, desto risikoreicher ist dies für die Hausratversicherung. Grund dafür ist, dass das unbewohnte Objekt während der Abwesenheit des Bewohners in der Regel nicht auf mögliche Schäden kontrolliert wird. Auch Einbrecher haben ein deutlich leichteres Spiel, wenn der Bewohner Einbruch und Diebstahl erst Wochen oder Monate später bemerkt.

Ist ein Wohnobjekt länger als die vertraglich geregelte Abwesenheitszeit nicht bewohnt, ist dies zwingend dem Versicherer zu melden. Wer das nicht macht, riskiert, seinen Versicherungsschutz gänzlich zu verlieren. Denn im Ernstfall hat der Versicherer das Recht, sich auf die vertraglichen Vereinbarungen zu berufen. Hält sich der Versicherungsnehmer nicht an diese und kommt es in dieser Zeit zu einem Schadenfall, zahlt die Versicherung in der Regel nicht mehr.

Gründe für vorübergehendes Unbewohntsein

Lange Abwesenheiten in der eigenen Wohnung oder im Eigenheim können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise:

  • Langzeiturlaube
  • die Nutzung der versicherten Wohnung als Zweitwohnsitz
  • die Verwendung des Wohnobjekts als Ferienhaus oder -apartment

Lange Auslandsaufenthalte wie eine Weltreise sollten Versicherungsnehmer langfristig im Vorfeld planen, um eine gemeinsame Lösung mit dem Versicherer zu finden. Zumeist besteht diese darin, dass der Versicherte einen Aufpreis zahlt und damit weiterhin den vollen Versicherungsschutz genießt.

Tipp: Ein Blick in den Versicherungsvertrag hilft immer! Da jedes Versicherungsunternehmen seine Frist für ein vorübergehendes Unbewohntsein selbst festlegt, unterscheiden sich die Zeitspannen zum Teil stark voneinander. Bei einigen Versicherern ist eine Meldepflicht sogar erst ab einem halben Jahr Abwesenheit gegeben.

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