Internet to go: 10 Tipps zum Daten-Sommer

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Wer im Sommer unterwegs online sein möchte, hat verschiedene Tarif- und Zugangsmöglichkeiten – je nachdem ob ein Festival-Wochenende mit Freunden ansteht oder der Ferien-Camper langfristig ausgerüstet werden soll.

1. Kurztrip: Handytarif aufstocken

Für einen Kurzurlaub benötigen Verbraucher kein dauerhaftes Tarif-Upgrade. Sinnvoll sind zusätzliche Datenoptionen für einen begrenzten Zeitraum, zum Beispiel monatlich kündbare Tarife. So kann flexibel im Urlaubsmonat ein größeres Paket gebucht werden. Kosten und Datenmenge sind abhängig vom Basistarif und variieren stark. Die Optionen können nur beim eigenen Mobilfunkanbieter gebucht werden. Sie sind oft mehrfach zubuchbar.

2. Direkt beim eigenen Anbieter anfragen

24-h-Pakete werden kaum noch angeboten. Bisweilen gibt es aber interessante Angebote für Bestandskunden, die nicht offiziell vermarktet werden. Es kann sich also lohnen, direkt beim eigenen Mobilfunkanbieter nachzufragen. Teilweise werden auch im Kundenportal nach dem Login andere Optionen offeriert.

3. Feriendomizil mit Hardware ausstatten

Für Internet im Wohnmobil, im Schrebergarten oder in der Ferienhütte können reine Datentarife mit passender Hardware sinnvoll sein. Solche Tarife sind unabhängig vom eigenen Smartphone-Tarif buchbar. In monatlich kündbaren Tarifen kosten 5 Gigabyte (GB) rund 20 Euro – manche Smartphone-Tarife sind günstiger, aber im Regelfall an längere Laufzeiten gebunden. Für Router oder Surfsticks, die als mobile Hotspots genutzt werden, können zusätzlich Kosten anfallen.

4. Im Trend: Flexible Router

Eine Kombination aus Tarif und Hardware mit 125 GB Daten im Monat bietet der GigaCube von Vodafone – dieser muss allerdings ans Stromnetz angeschlossen werden. Mobile Router mit Akku, etwa von Huawei, sind da flexibler. Vorteil des GigaCube: In der Flex-Variante werden die monatlichen Grundgebühren nur fällig, wenn wirklich Internet genutzt wird. Die Kosten liegen bei 34,99 Euro im Monat plus Einmalzahlung von 49,99 Euro fürs Gerät.

5. Hotspot einrichten

Ein Hotspot lässt sich auch mit vielen Smartphones einrichten, wenn die Datenkarte ins Handy eingesteckt wird. Im Prinzip kann auch ein Handytarif mit großem Datenvolumen genutzt werden – hier ist jedoch Vorsicht geboten: Manche Smartphone-Tarife schließen eine Hotspot-Nutzung aus oder beschränken sie. Wer das Handy intensiv nutzen möchte, sollte Zusatzakkus einpacken.

6. Kostenlose Optionen nutzen

Bei der Telekom und bei Vodafone gibt es sogenannte Zero-Rating-Optionen (StreamOn bzw. VodafonePass). Damit können bestimmte Streamingdienste je nach Basistarif unbegrenzt und kostenlos genutzt werden.

7. Mit Data-Sharing-Tarifen Volumen teilen

Für Familien können auch Zusatzkarten interessant sein. Damit lässt sich das Datenvolumen des Haupttarifs flexibel unter mehreren Nutzern aufteilen. Solche Tarife sind praktisch, aber Vergleichen lohnt sich: Es gibt oft günstigere Einzeltarife. In einigen Tarifen werden – bisweilen ohne Aufpreis – Multi-SIM-Karten angeboten: Damit ist ein Tarif parallel an mehreren Geräten nutzbar.

8. Datenvolumen an Bedarf anpassen

Sobald Inhalte gestreamt werden, rauschen viele Daten durchs Netz: Ein Fußballspiel verbraucht etwa 3 GB, Musikstreaming aus dem Internet etwa 1 Megabyte pro Minute. Vor allem wer Filme streamen möchte, sollte mindestens 10 GB Daten buchen. Einfache Anwendungen wie Whatsapp, Facebook oder das Surfen im Netz verbrauchen nicht viel Datenvolumen – Tarife mit 1 GB reichen gut aus.

9. Tarife mit LTE buchen

Verbraucher sollten darauf achten, schnelles LTE-Internet zu buchen – sonst bekommt die Verbindung spätestens beim Streamen Probleme. Mindestens 50 Megabit pro Sekunde sind ratsam. Sehr schnelles Internet mit bis zu 500 Mbit/s gibt es nur bei den Netzbetreibern – da können die kleineren Provider gewöhnlich nicht mithalten.

Wichtig zu wissen: LTE-Tarife werden immer wichtiger. Denn ab 2020 wird das 3G-Netz an immer mehr Standorten abgeschaltet, um Platz für 4G und 5G zu machen. Verbraucher ohne LTE-Vertrag fallen dann automatisch ins alte 2G-Netz zurück.

10. Lieber ohne Datenautomatik

Verbraucher sollten Abstand nehmen von automatischen Nachbuch-Optionen für Handytarife. Dabei wird Zusatzvolumen gewöhnlich teuer erkauft. Eine Datenautomatik oder Speed-on-Optionen lohnen sich auf Dauer ebenso wenig wie das Überziehen eines Kontos. In einigen Tarifen kann diese Automatik auf Wunsch abbestellt werden.