Internet to go: 10 Tipps zum Daten-Sommer

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Das Wichtigste in Kürze

  • Für Kurztrips lässt sich der Handytarif mit zubuchbaren Datenoptionen aufstocken.
  • Reine Datentarife mit Surfstick oder mobile Router mit Akku bringen Internet in die Ferienhütte oder ins Wohnmobil.
  • Flexible WLAN-Router statten feste Surfbereiche mit Stromanschluss – wie etwa den Schrebergarten – mit schnellem Internet aus.

Wer im Sommer unterwegs online sein möchte, hat verschiedene Tarif- und Zugangsmöglichkeiten – je nachdem ob ein Wochenende auf dem Gartengrundstück mit Freunden ansteht oder der Ferien-Camper langfristig ausgerüstet werden soll.

1. Kurztrip: Handytarif aufstocken

Für einen Kurzurlaub benötigen Verbraucher kein dauerhaftes Tarif-Upgrade. Sinnvoll sind zusätzliche Datenoptionen für einen begrenzten Zeitraum, zum Beispiel monatlich kündbare Tarife. So kann flexibel im Urlaubsmonat ein größeres Paket gebucht werden. Kosten und Datenmenge sind abhängig vom Basistarif und variieren stark. Die Optionen können nur beim eigenen Mobilfunkanbieter gebucht werden. Sie sind oft mehrfach zubuchbar.

2. Direkt beim eigenen Anbieter anfragen

24-h-Pakete werden kaum noch angeboten. Bisweilen gibt es aber interessante Angebote für Bestandskunden, die nicht offiziell vermarktet werden. Es kann sich also lohnen, direkt beim eigenen Mobilfunkanbieter nachzufragen. Teilweise werden auch im Kundenportal nach dem Login andere Optionen offeriert.

3. Mobile Router für unterwegs

Für Internet im Wohnmobil oder in der Ferienhütte können reine Datentarife mit passender Hardware sinnvoll sein. Solche Tarife sind unabhängig vom eigenen Smartphone-Tarif buchbar. In monatlich kündbaren Tarifen sind 5 Gigabyte (GB) schon ab gut 10 Euro zu haben. Manche Smartphone-Tarife sind noch günstiger, aber im Regelfall auch an längere Laufzeiten gebunden. Für Router oder Surfsticks, die als mobile Hotspots genutzt werden, können zusätzlich Kosten anfallen.

4. Internet aus der Steckdose

Mobile WLAN-Router bringen schnelles Internet ins Ferienhaus oder auf den Campingplatz – ein stationärer Internetanschluss ist nicht notwendig. Die Geräte müssen allerdings ans Stromnetz angeschlossen werden und laufen nicht oder nur eingeschränkt im Akkubetrieb. Die Netzbetreiber bieten passende Hardware im Tarif-Bundle an, wie zum Beispiel den Gigacube von Vodafone oder die Telekom-Speedbox. Die meisten Router sind für die Nutzung innerhalb eines bestimmten Surfbereiches ausgelegt, der sich aber ändern lässt. Um Internet auf dem Gartengrundstück oder an anderen festen Aufenthaltsorten zu empfangen, sind sie somit bestens geeignet. Für den spontanen Camping- oder Road-Trip eignen sich eher kleinere mobile Router mit Akku, etwa von Huawei.

Die effektiven Tarifkosten variieren je nach Gerät und Anbieter zwischen rund 25 und 90 Euro, einschließlich aller laufenden und einmaligen Kosten. Aktuell bieten die Netzbetreiber Telekom, Vodafone, Telefonica sowie Congstar mobile WLAN-Router. Wer flexibel bleiben möchte, kann Tarife ohne Laufzeit nutzen. In manchen Tarifmodellen wird die Grundgebühr außerdem nur fällig, wenn das Internet auch wirklich genutzt wird (Telefonica, Telekom). Andere Tarife bieten eine Vertragspause (Homespot-Tarife von Congstar) – praktisch für alle, die ihre Gartenhütte dauerhaft mit Internet versorgen wollen, diese aber nur in den Sommermonaten nutzen.

5. Hotspot einrichten

Ein Hotspot lässt sich auch mit vielen Smartphones einrichten, wenn die Datenkarte ins Handy eingesteckt wird. Im Prinzip kann auch ein Handytarif mit großem oder unlimitiertem Datenvolumen genutzt werden – hier ist jedoch Vorsicht geboten: Manche Smartphone-Tarife schließen eine Hotspot-Nutzung aus oder beschränken sie. Wer das Handy intensiv nutzen möchte, sollte außerdem Zusatzakkus oder Powerbank einpacken.

Zum Ratgeber: Altes Smartphone als mobilen Hotspot nutzen

6. Kostenlose Optionen nutzen

Bei der Telekom und bei Vodafone gibt es sogenannte Zero-Rating-Optionen (StreamOn bzw. VodafonePass). Damit können bestimmte Streamingdienste je nach Basistarif unbegrenzt und kostenlos genutzt werden.

7. Mit Data-Sharing-Tarifen Volumen teilen

Für Familien können auch Zusatzkarten interessant sein. Damit lässt sich das Datenvolumen des Haupttarifs flexibel unter mehreren Nutzern aufteilen. Solche Tarife sind praktisch, aber Vergleichen lohnt sich: Es gibt oft günstigere Einzeltarife. In einigen Tarifen werden – bisweilen ohne Aufpreis – Multi-SIM-Karten angeboten: Damit ist ein Tarif parallel an mehreren Geräten nutzbar.

8. Datenvolumen an Bedarf anpassen

Sobald Inhalte gestreamt werden, rauschen viele Daten durchs Netz: Ein Fußballspiel verbraucht etwa 3 Gigabyte, Musikstreaming aus dem Internet etwa 1 Megabyte pro Minute. Vor allem wer Filme streamen möchte, sollte mindestens 10 GB Daten buchen. Einfache Anwendungen wie Whatsapp, Facebook oder das Surfen im Netz verbrauchen nicht viel Datenvolumen – Tarife mit 1 GB reichen gut aus.

Tipp: Wer beim Datenvolumen sparen möchte, kann zum Beispiel Musik für Autofahrten schon vorher aufs Smartphone laden.

Zum Ratgeber: Wie viel Datenvolumen brauche ich wofür?

9. Tarife mit LTE buchen

Verbraucher sollten darauf achten, schnelles LTE-Internet zu buchen – sonst bekommt die Verbindung spätestens beim Streamen Probleme. Mindestens 50 Megabit pro Sekunde sind ratsam. Sehr schnelles Internet mit bis zu 500 Mbit/s gibt es nur bei den Netzbetreibern – da können die kleineren Provider gewöhnlich nicht mithalten.

Wichtig zu wissen: LTE-Tarife werden immer wichtiger. Denn ab 2020 wird das 3G-Netz an immer mehr Standorten abgeschaltet, um Platz für 4G und 5G zu machen. Verbraucher ohne LTE-Vertrag fallen dann automatisch ins alte 2G-Netz zurück.

10. Lieber ohne Datenautomatik

Verbraucher sollten Abstand nehmen von automatischen Nachbuch-Optionen für Handytarife. Dabei wird Zusatzvolumen gewöhnlich teuer erkauft. Eine Datenautomatik oder Speed-on-Optionen lohnen sich auf Dauer ebenso wenig wie das Überziehen eines Kontos. In einigen Tarifen kann diese Automatik auf Wunsch abbestellt werden.