Geschwindigkeit zurückholen: Computer aufräumen

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Bild: Schreibtisch Bild: ©japolia/fotolia.com / Text: dpa/tmn

Wer sich für das Ausmisten des Computers eine Viertelstunde Zeit nimmt, wird in den meisten Fällen mit einem schnelleren Rechner und kürzeren Wartezeiten belohnt. Eine komplett neue Installation des Betriebssystems ist zwar effektiver, aber weitaus aufwändiger und sollte nur von Kennern durchgeführt werden. Daher lohnt es sich, den PC immer wieder aufzuräumen.

Dopplungen und Überflüssiges entfernen

Wenn freier Speicherplatz auf der Festplatte rar wird, lohnt sich zunächst ein Blick auf die installierte Software. Welche Programme werden überhaupt noch genutzt? Oft finden sich bei genauerem Hinsehen Dopplungen, zum Beispiel Software zur Fotobearbeitung von verschiedenen Herstellern, von der aber nur ein Programm benötigt wird. Allerdings deinstallierten sich nur wenige Programme einwandfrei. Herrscht keine akute Platznot auf dem Rechner, kann man auch die unbenötigte Software drauflassen.

Autostart-Liste aufräumen

Viele Programme werden automatisch beim Hochfahren des Rechners gestartet und lassen Windows-Rechner mit der Zeit immer langsamer werden. Sie sind dann zwar im Hintergrund aktiv, benötigen aber dennoch Arbeitsspeicher. Im Autostart-Ordner lassen sich die Programme bei Bedarf deaktivieren. Es ist jedoch nicht ratsam, wahllos alle aufgeführten Programme aus der Autostart-Liste zu nehmen. Von Virenscannern und anderen Sicherheitsprogrammen sollten Anwender besser die Finger lassen.

Temporäre Dateien bereinigen

Beim Starten eines Programms entstehen temporäre Dateien, die das Programm im Verzeichnis C:\WINDOWS\TEMP ablegt. Häufig bleiben temporäre Dateien jedoch auch nach Beendigung des Programms stehen. Diese Artefakte lassen sich leicht entfernen, in dem Sie die Inhalte der Temp-Ordner löschen.

Daten dauerhaft löschen

Um Daten unwiederbringlich zu löschen, muss man sich jedoch etwas mehr Mühe geben. Wer sich einigermaßen mit Computern auskennt, kann auch scheinbar gelöschte Dateien wiederherstellen, erläutert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Um richtig zu löschen, müsse die Datei, der Ordner oder die Partition durch Überschreiben auch physikalisch von der Festplatte entfernt werden. Ein Verschieben in den bei modernen Betriebssystemen bekannten Papierkorb mit anschließendem Entleeren reiche nicht aus. Auch das Formatieren der Festplatte löscht die darauf enthaltenen Daten nicht vollständig. Nur ein Überschreiben der entsprechenden Bereiche lässt die dort vorher gespeicherten Daten verschwinden. Kommt der PC irgendwann selbst auf den Müll, ist es am sichersten, der Besitzer zerstört die Festplatte.

Datenmüll aus der Registrierungsdatei entfernen

Datenmüll entsteht vor allem, wenn häufig Programme installiert und wieder deinstalliert werden: Bei jeder Installation nimmt die Software einen Eintrag in der Registrierungsdatei vor, der sogenannten Registry. Diese Datei wird bei jedem Rechnerstart abgefragt. Nicht immer werden die Registry-Einträge mit der Deinstallation des Programms vollständig entfernt. So wächst die Registry und verzögert den Start des Rechners. Allerdings sollten Otto-Normal-Anwender die Registry in Ruhe lassen. Wer an der Registry herumdoktert, riskiert irreparablen Schaden am System.

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