Ab auf die Piste - 5 Tipps für Ihren Winterurlaub im Schnee

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Heidelberg – Die Winterferien stehen in mehreren Bundesländern vor der Tür. Da heißt es für viele Wintersport-Begeisterte: Rauf auf die Skier und ab auf die Piste! Damit die Anreise und der Urlaub im Schnee stressfrei bleiben, geben wir Ihnen einige Expertentipps für einen erholsamen Winterurlaub.

Tipp 1: Alpen, Erzgebirge oder Riesengebirge – wo liegt Schnee?

Auch wenn der "echte" Winter derzeit in vielen Regionen noch im Sparmodus läuft, sind schon zahlreiche Pisten in den europäischen Wintersportgebieten geöffnet. Hier herrschen gute bis sehr gute Bedingungen für die Abfahrt auf Skiern oder Snowboards – teilweise jedoch nur dank Kunstschnee.

Die deutschen Skigebiete wie in den bayerischen Alpen sind gut auf die Wintersport-Begeisterten vorbereitet. So melden die Skipisten in den Bergen rund um Reit im Winkl bis zu 30 Zentimeter Schnee, in den Allgäuer Alpen wie auf der Nebelhornbahn bei Oberstdorf liegen sogar 45 Zentimeter. Auch die Mittelgebirge bieten schneebedeckte Pisten. Der Fichtelberg im Erzgebirge lockt mit einer 40 Zentimeter dicken weißen Pracht; in Winterberg im Hochsauerland sind es derzeit 25 Zentimeter Schnee – das ist aber ausreichend für eine gemütliche Pistenabfahrt ins Tal. Dagegen wird im Schwarzwald erst im Laufe des Januars mit Schnee gerechnet.

Ein Großteil der österreichischen Skigebiete ist ebenfalls geöffnet und bereits befahrbar. Die besten Pistenverhältnisse finden Wintersportler vor allem in den Gletscherskigebieten, wie auf dem Stubaier Gletscher im Stubaital oder auf dem Kitzsteinhorn Gletscher in Kaprun mit mehr als 90 Zentimeter Schnee. Auch in der Schweiz sind die Schneehöhen mit bis zu 45 Zentimetern gut bis sehr gut. Die besten Schneeverhältnisse finden Wintersportler jedoch aktuell im schweizerischen Zermatt mit einer Schneedecke von über einem Meter.

Selbst in den französischen und italienischen Alpen ist das Skilaufen bereits in vielen Regionen – wie in den bekannten Skigebieten Kronplatz (Italien) oder Méribel (Frankreich) – möglich. Wenn Ihr Urlaubsziel das Riesengebirge in Tschechien ist, erwarten Sie hier ebenfalls sehr gute Pistenverhältnisse. Das beliebte Skigebiet Spindlermühle lockt derzeit mit bis zu 60 Zentimeter Schneehöhe und auch die Pisten von Cerna Hora und von Ski Pec - Petzer melden bis zu 80 Zentimeter Schnee.

Übrigens: Wie im Straßenverkehr gilt auch auf der Piste: Alkohol ist tabu und zur eigenen Sicherheit sollte immer ein Ski-Helm getragen werden.

Tipp 2: Winterurlaub muss nicht teuer sein – das sind günstige Alternativen

Eine ausgiebige Shopping-Tour im Winterurlaub kann teuer werden – muss sie aber nicht. Ausschlaggebend hierfür ist die Kaufkraft des Euros, der sich selbst in europäischen Ländern sehr stark unterscheidet. Wenn Sie beispielsweise in der Schweiz auf Einkaufstour gehen wollen, müssen Sie kräftig in die Tasche greifen. Denn ein Euro hat hier umgerechnet nur einen Wert von 63 Cent – das heißt für Sie: Sie bezahlen in der Schweiz etwa acht Euro für Waren und Dienstleistungen, die Sie in Deutschland für gerade mal fünf Euro erwerben könnten.

Wenn Sie eher ein Sparfuchs sind und beim Winter-Shopping lieber auf den Preis achten, dann sollten Sie Ihren Urlaub im Schnee in den osteuropäischen Ländern verbringen, wie zum Beispiel in Tschechien. Dort erhalten Sie für einen Euro Produkte, die hierzulande einen Wert von 1,56 Euro haben. In Slowenien beträgt der Kaufkraftvorteil des Euros immerhin noch rund ein Viertel, das entspricht einem Gegenwert von 1,26 Euro.

In den Wintersportländern Österreich, Frankreich und Italien ist das Preisniveau ähnlich wie in Deutschland – da gibt es kaum Unterschiede bei den Preisen.

Tipp 3: Am besten mit Winterreifen und Vignette unterwegs – diese Pflichten gelten in diversen EU-Ländern

Wenn Sie Ihre volle Flexibilität im Winterurlaub und bei der Reise behalten wollen, dann bietet sich für Sie die Eigenanreise zum Beispiel mit dem Auto an – vor allem, wenn Sie auf Ihre eigene Winterausrüstung nicht verzichten wollen. Doch bei der Fahrt ins europäische Ausland sollten Sie – genauso wie in Deutschland – mit wintertauglicher Bereifung unterwegs sein. Denn in zahlreichen EU-Ländern wie Österreich, Tschechien und Slowenien gilt eine generelle beziehungsweise situative Winterreifenpflicht – die auch erst Ende März beziehungsweise Mitte April endet.

Ein Sonderfall ist die Schweiz. Denn hier gilt weder generell noch situativ eine Pflicht für Winterreifen. Sollten Sie mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen unterwegs sein und in einen Unfall verwickelt werden, haften Sie als Fahrer deutlich mit; außerdem drohen hohe Bußgelder, wenn Sie aufgrund der Sommerbereifung andere Verkehrsteilnehmer behindern. In Ländern wie Frankreich oder Italien, kann in bestimmten Gebieten, zum Beispiel im Gebirge, eine Winterreifenpflicht oder das Aufziehen von Schneeketten angeordnet werden. Achten Sie bitte in diesen Regionen auf die entsprechenden Verkehrsschilder.

Übrigens: Als Winterreifen gelten in der Regel neben Reifen mit der M+S-Kennzeichnung auch viele Ganzjahresreifen.

Niemals ohne Vignette

In Deutschland wird noch über die Einführung einer Pkw-Maut diskutiert, im europäischen Ausland ist eine solche Abgabe bereits Pflicht. Als Urlauber aus Deutschland werden Sie daher auf unterschiedlichste Art und Weise zur Kasse gebeten. In Ländern wie Frankreich oder Italien ist die Maut zum Beispiel streckenbezogen: Dort gibt es oft spezielle Mautstellen, an denen Sie für die Nutzung der Strecke bezahlen. In Österreich und Schweiz dagegen benötigen Sie eine Vignette – die Maut gilt dann auf allen Autobahnen und Schnell- beziehungsweise Nationalstraßen. Ohne dieses "Pickerl" drohen hohe Geldstrafen.

Übrigens: Kurzzeit-Vignetten schonen Ihren Geldbeutel und Sie sparen viel Geld gegenüber dem Erwerb einer Jahresvignette. Informieren Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Abreise, welche Vignette – insbesondere in Österreich oder der Schweiz – für Sie am günstigsten ist.

Tipp 4: Anreise mit dem Auto – stressfrei in den Urlaub und zurück

Der klassische Skiurlaub dauert normalerweise acht Tage – von Samstag bis Samstag. Meist herrscht dann an diesen Tagen des „Bettenwechsels“ der Ausnahmezustand – denn vollgepackte Autos mit Dachboxen schieben sich Stoßstange an Stoßstange über die Alpenstraßen sowie die Zubringerautobahnen. Für eine stau- und stressfreie Anreise zum Urlaubsort sollten Sie daher Samstage meiden, insbesondere zu Ferienzeiten. Wer an einem anderen Tag anreist, kann viel entspannter in den Urlaub starten; das gilt natürlich auch für die Rückreise.

Richtig gepackt auf Winterreise gehen

Das Gepäck für den Urlaub sowie das Wintersportgerät sollte ebenfalls richtig im Auto verstaut werden, damit die Ladung bei starken Bremsmanövern nicht zu gefährlichen Geschossen wird.

  • Skier oder Snowboards gehören im Kofferraum nach ganz unten und werden fest verzurrt – noch besser sind sie in einer Dachbox aufgehoben.
  • schwere Koffer und Gepäckstücke werden ebenfalls ganz unten und direkt an den Rücksitzlehnen platziert. Wer kann, sichert die gesamte Ladung im Kofferraum diagonal mit Zurrgurten und legt außerdem eine Decke darüber.
  • kleineres Gepäck wie Helme, Ski- und Snowboard-Schuhe sind am besten im Fußraum hinter den Vordersitzen aufgehoben.

Volltanken und frühzeitig nachtanken

Bevor Sie mit Ihrem Auto in den Winterurlaub starten, sollten Sie Ihren Wagen volltanken und bei einer längeren Tour rechtzeitig nachtanken, damit Ihnen im winterlichen Stau nicht der Sprit ausgeht. Empfohlen wird, spätestens wenn der Tank nur noch zu einem Viertel gefüllt ist, eine Tankstelle anzusteuern. Auch Ihren Handy-Akku sollten Sie vor der Fahrt voll aufladen. Denn bei einer Panne in abgelegenen Gebieten können Sie dann schnell Hilfe holen wie Polizei, Feuerwehr oder Pannendienst.

Übrigens: Die EU-weit einheitliche Notrufnummer 112 lässt sich kostenfrei anrufen.

Decken und heiße Getränke mitnehmen

Mit warmen Getränken, Snacks, Decken und Handschuhen sind Sie gut für die Fahrt in den Winterurlaub gerüstet, wenn diese mal länger dauert als geplant. Darüber hinaus sollten Sie Scheibenkratzer, Kehrbesen und Enteisungsspray sowie gegebenenfalls Schneeketten einpacken. Auch ein Abschleppseil, eine Taschenlampe sowie Ersatzglühbirnen für die Scheinwerfer gehören mit auf die Winterreise.

Tipp 5: Skifreier Tag – das sind alternative Urlaubserlebnisse

Immer mehr Urlauber fahren außerdem nicht mehr wegen der Pisten in die Berge. Diese sogenannten "Wintergenießer" fahren wegen des Naturerlebnisses dorthin. Sie wollen spazieren gehen, Schlitten fahren und – vor allem – sich bei Wellness-Anwendungen erholen oder genüsslich essen gehen.

Auch viele Skifahrer und Snowboarder stellen herausragende Pisten alleine längst nicht mehr zufrieden. Das Angebot abseits der Piste nimmt immer mehr an Bedeutung zu, wie die Partys beim Après Ski, oder die Winterurlauber suchen sich sportliche Alternativen ohne Bretter an den Füßen, wie das Klettern oder das Schneeschuhwandern.

Darüber hinaus bieten zahlreiche Wintersportorte viele Alternativen an, wenn Sie persönlich mal die Skier und Skistöcke für einen Tag beiseite stellen wollen. Neben Shopping- oder Outlet-Centern sind Ganzjahresrodelbahnen, Erlebnis- und Spaßbäder oder auch Museen eine willkommene Abwechslung bei Groß und Klein für einen skifreien Tag.