2019 erstmals mehr als 100 Milliarden Musik-Streams in Deutschland

08.01.2020

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Die deutsche Musikindustrie macht den stärksten Umsatz inzwischen mit Audio-Streaming statt mit Musik auf physischen Datenträgern. Laut einer Auswertung des Marktforschungsunternehmens GfK Entertainment in Kooperation mit dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) knackte die Zahl der Musik-Streams 2019 in Deutschland erstmals die Marke von 100 Milliarden. Bei der Auswertung seien werbebasierte und kostenpflichtige Musik-Streams ab einer Länge von 31 Sekunden berücksichtigt worden.

Zahl der Musik-Streams innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt

Im vergangenen Jahr habe es 107 Milliarden Abrufe per Audio-Stream gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Audio-Streams damit stark angestiegen. 2018 hatten die Deutschen 79,5 Milliarden Musik-Streams genutzt, für 2017 werden rund 56,4 Milliarden Streams genannt.

"Das Streaming baut seine Position weiter aus, gleichzeitig bleiben aber auch die anderen Nutzungsformate relevant, das Angebot unserer Mitglieder reicht weiterhin von Vinyl bis zur Cloud", sagt Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI.

Rekorde bei Musik-Streams an Heiligabend und Silvester

Neue Rekorde gab es laut Dr. Mathias Giloth, Geschäftsführer GfK Entertainment, 2019 mit 431 Millionen Abrufen an Heiligabend sowie 407 Millionen Abrufen an Silvester. Diese beiden Tage seien die streamingreichsten Tage des vergangenen Jahres gewesen. Bereits seit 2014 werden Musik-Streams auch bei den offiziellen Deutschen Charts berücksichtigt.

Weihnachtshit war 2019 meistgestreamter Song eines Tages

Welche Titel waren 2019 besonders erfolgreich bei den Streaming-Diensten? Laut der GfK-Analyse sei "All I Want For Christmas Is You" von Mariah Carey der "Meistgestreamte Song eines Tages" gewesen. Alleine an Heiligabend wurden 3,2 Millionen Abrufe dieses Songs verzeichnet. Fast 3 Millionen Abrufe habe auch "Last Christmas" von Wham! an Heiligabend und somit innerhalb von 24 Stunden erreicht. Noch besser als der Wham!-Klassiker waren jedoch die Raptracks "Ronin" von Bushido & Animus" sowie "Tilidin" von Capital Bra & Samra.