Den Begriff Podcast hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört – doch eine genaue Definition hat selten jemand parat. Nicht jede im Internet geteilte Audiodatei lässt sich als Podcast bezeichnen: Wichtig für einen Podcast ist nämlich zum einen eine erkennbare Regelmäßigkeit, mit der neue Podcastfolgen erscheinen, zum anderen eine gewisse thematische Ausrichtung. Podcasts sind also so etwas wie die Blogs des gesprochenen Wortes.

Inhalt dieser Seite
  1. Podcast gleich Radiosendung? Eine Abgrenzung
  2. Die besten Podcast-Apps
  3. Die beliebtesten Podcast-Apps für Android:
  4. Die beliebtesten Podcast-Apps für iOS:
  5. Welche Podcasts hört Deutschland?
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Mobiles Internet Vergleich

Podcast gleich Radiosendung? Eine Abgrenzung

Viele verwechseln Podcasts mit Radiosendungen: Doch auch wenn beide Formate zu den Audiomedien zählen, gibt es zwischen ihnen wesentliche Unterschiede. Während Radio-Talkshows in der Regel an feste Sendezeiten gebunden sind und bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gewissen inhaltlichen Standards genügen müssen, sind Podcasts stets verfügbar. Außerdem sind sie hinsichtlich des Inhalts freier. Einen festen Sendetermin gibt es nicht, vielmehr ist die Audiodatei ab Veröffentlichung auf Abruf anwählbar. Der Hörer kann also selbst bestimmen, wann er Zeit dafür findet. Allerdings ist eine Vermischung zu beobachten, denn viele Radiosender produzieren inzwischen eigene Podcasts oder stellen ihre Sendungen nach Ausstrahlung online zur Verfügung.

Die besten Podcast-Apps

Podcasts eignen sich perfekt, um sich auf einem langen Flug oder dem Weg zur Arbeit mit informativen oder unterhaltsamen Inhalten die Zeit zu vertreiben. Daher liegt das Smartphone dank seiner Mobilität mit rund 73 Prozent als bevorzugt genutztes Endgerät für Podcasts klar an erster Stelle. Um die Podcasts nicht umständlich über den Browser öffnen zu müssen, nutzen viele Hörer Podcast-Apps für iOS oder Android. Einige Podcasts lassen sich zwar über die Apps der Streaming-Dienste Spotify und Apples iTunes aufrufen. Nur selten sind Formate allerdings auf beiden Plattformen verfügbar, sodass meist zwei Apps nötig sind, um alle Lieblingspodcasts zu sammeln.

Dank spezieller Podcast-Apps haben Hörer alle Inhalte übersichtlich sortiert an einem Ort. Und nicht nur das: Die Anwendungen organisieren die abonnierten Podcasts übersichtlich und laden die neuesten Inhalte der Lieblingsformate oft automatisch, sodass die Nutzer keine Podcastfolge mehr verpassen. Dieser Autodownload sollte allerdings auf WLAN-Verbindungen beschränkt sein, denn die Größe mancher Podcasts reicht an den zweistelligen Megabyte-Bereich heran, was das Datenvolumen ziemlich strapaziert.

Die beliebtesten Podcast-Apps für Android:

Pocket Casts

Intuitive und aufgeräumte App, die vor allem mit ihrer Synchronisationsfähigkeit überzeugt. Sie ist sowohl mit Android Auto, Android Wear als auch mit Chromecast kompatibel, lässt sich auf mehreren Devices installieren und ist dort immer auf dem aktuellen Stand. Die App ist auch für iOS und Windows verfügbar, die Kosten betragen 2,99 Euro.

BeyondPod

Unterstützt Chromecast und Android Wear und versorgt Einsteiger mit jeder Menge Podcast-Input. Zudem erlaubt BeyondPod den parallelen Download mehrerer Folgen sowie unterschiedliche Abspielgeschwindigkeiten. Die App kostet in der Pro-Version ebenfalls 2,99 Euro.

AntennaPod

Die schlichte App ist kostenlos und nutzt gpodder.net als Quelle für Podcasts. Ist der gewünschte Channel nicht in der Liste zu finden, kann der User die Adresse manuell hinzufügen.

Die beliebtesten Podcast-Apps für iOS:

Podcast

Die offizielle Apple-App fürs Podcast-Streaming ist kostenlos und visuell analog zur Musik-App aufgebaut. Sie ist somit übersichtlich gestaltet und sehr funktional.

Castro

Die App eignet sich dank grundlegender Funktionen und eines übersichtlichen Layouts gut für Einsteiger. Vorschläge macht Castro allerdings nicht – die Nutzer müssen die App selbst mit Podcasts befüllen. Die App kostet 3,59 Euro.

Overcast

Die App kostet zwar einmalig 4,49 Euro, bietet dafür allerdings eine Vielzahl an Funktionen. So ist es beispielsweise möglich, Overcast mit Twitter zu verknüpfen, um Vorschläge für interessante Podcasts zu generieren. Außerdem ist die Audioqualität der App sehr hoch: Sprechpausen lassen sich ausblenden, die Geschwindigkeit ist anpassbar und Stimmen können verstärkt werden.

Welche Podcasts hört Deutschland?

Um einen eigenen Podcast zu starten, ist grundsätzlich nicht viel Equipment erforderlich: Ein hochwertiges Mikrofon, eine Internetverbindung und eine Plattform, um die Aufnahmen zu veröffentlichen, sind zunächst alles, was man braucht. Folglich findet man in der Podcast-Landschaft so ziemlich alles: von Hobby-Podcastern mit tagebuchähnlichen Inhalten und Nischenthemen bis hin zu professionell aufgezogenen Channels von großen Medienunternehmen; von Nachrichten und Dokumentationen bis hin zu Comedy und Lifestyle. Einige dieser Formate haben eine besonders treue Anhängerschaft:

  • Fest & Flauschig: Musiker Olli Schulz und Moderator Jan Böhmermann sprechen jeden Sonntag ungefiltert über Themen, die sie aktuell beschäftigen – die Inhalte variieren, der bissige Humor bleibt.
  • Herrengedeck: Der Podcast von Laura Larsson und Ariana Baborie gehört ebenfalls in die Kategorie Unterhaltung. Die beiden Frauen teilen vor allem Geschichten aus dem Alltag mit ihren Hörern, aber auch Gesellschaftliches findet seinen Platz im zweiwöchentlich erscheinenden Format.
  • Die Lage der Nation: Richter Ulf Buermeyer und Journalist Philip Banse tauschen sich einmal pro Woche über das Weltgeschehen aus – der Podcast ist besonders für politisch Interessierte empfehlenswert.
  • Die Kunst, dein Ding zu machen: Ex-Basketballspieler und Lifecoach Christian Bischoff gibt Tipps zu Persönlichkeitsentwicklung und Karriere.
  • Einschlafen Podcast: Der Name ist hier Programm – beruhigende Geschichten helfen beim Entspannen und Einschlafen.

Das sind fünf Beispiele, die einen kleinen Ausschnitt aus der immer noch stark wachsenden Mediensparte zeigen. Die Beliebtheit von Podcasts steigt stetig – einerseits dank der Vielfalt an Themen, andererseits dank der Freiheit und Ungezwungenheit, die dieses Medium auszeichnen.

Mobiles Internet Vergleich

Mobiles Internet
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