Bei Schäden an einem privat gemieteten Wohnraum wird auch von Mietsachschäden gesprochen. Dabei kann es sich um Schäden an gemieteten Gebäuden und an allen Vermögensgegenständen der Mietsache handeln. Gemietete Möbel und Einrichtungsgegenstände können ebenso zum Versicherungsumfang zählen. Eine Regulierung dieser Schäden kann über die Haftpflichtversicherung der Mieter erfolgen. Daneben gibt es noch weitere Versicherungen, welche für bestimmte Arten der Mietsachschäden herangezogen werden können, wie beispielsweise die Hausratversicherung und ebenso die Tierhalterhaftpflichtversicherung. Denn nicht jeder Mietsachschaden ist in jeder Versicherung und allen Tarifen gleichermaßen enthalten. Insbesondere für Tierhalter ist es häufig notwendig, neben der regulären Haftpflichtversicherung eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, damit auch Schäden, die durch das eigene Haustier verursacht werden, mitversichert sind.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Mietsachschäden in vermieteten Gebäuden
  3. Sonderfall: was ist vom Versicherungsumfang ausgeschlossen?
  4. Versicherungsumfang kann angepasst werden
  5. Mieter muss Mietsachschaden dem Vermieter mitteilen
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Hausratversicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Mietschäden sind insbesondere Wände, Türen und der Fußboden sind oftmals von Schäden betroffen.
  • Abzugrenzen von Mietsachschäden sind allerdings Schäden, die durch Verschleiß oder Abnutzung entstanden sind.
  • Ein Mietsachschaden muss durch den Mieter nicht nur reguliert werden, sondern dieser ist zugleich zur Anzeige beim Vermieter verpflichtet.

Mietsachschäden in vermieteten Gebäuden

Schäden an einer Mietsache kommen häufig vor. Insbesondere Wände, Türen und der Fußboden sind oftmals von Schäden betroffen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Kratzer oder um Flüssigkeitsschäden handeln. Ebenso kann ein Mietsachschaden an den Fensterrahmen oder im Badezimmer, beispielsweise an der Keramik, entstehen. Bereits das Fallenlassen eines Gegenstandes kann einen Sprung im Waschbecken zur Folge haben.

Selbst Schlüsselschäden, welche zum Beispiel durch den Verlust eines Schlüssels entstehen können, zählen mit dazu. Mitunter muss beim Verlust eines Wohnungsschlüssels das gesamte zentrale Schließ-System eines Gebäudes ausgetauscht werden, wodurch dem Mieter hohe Kosten entstehen können. Mit der Dauer des Mietverhältnisses steigen diese Schäden in der Regel an und lassen sich oftmals kaum vermeiden.

Sonderfall: was ist vom Versicherungsumfang ausgeschlossen?

Abzugrenzen von Mietsachschäden sind allerdings Schäden, die durch Verschleiß oder Abnutzung entstanden sind. Für diese Schadensursachen ist auch der Mieter in der Regel nicht haftbar zu machen. Anders sieht es jedoch bei einem Mietsachschaden aus. Einige Schäden werden allerdings vom Versicherungsumfang ausgeschlossen.

Zu diesen Schadensarten zählt zunächst ein Mietsachschaden, der aufgrund einer zu hohen Beanspruchung entstanden ist. Aber auch Schäden an Gas- und Elektrogeräten sowie an der Warmwasser- oder Heizungsanlage sind häufig ausgeschlossen. Dies betrifft in der Regel auch Schäden durch Schimmel. Bei unvermeidbarem Schimmelbefall muss der Vermieter selbst die Regulierung übernehmen.

Daneben sind vorsätzlich herbeigeführt Schäden ein Grund für die Versicherung, die finanzielle Gutmachung des Schadens abzulehnen.

Versicherungsumfang kann angepasst werden

Neben Versicherungsausschlüssen gibt es Mietsachschäden, die häufig nicht zum regulären Versicherungsumfang einer Haftpflichtversicherung zählen, die dennoch versicherbar sind. Zu diesen zählen insbesondere Glasschäden, beispielsweise wenn ein Fenster einer Mietwohnung einen Schaden nimmt.

Ein solcher Schadensfall kann häufig separat über die Hausratversicherung als Glasversicherungabgesichert werden.

Ein Schaden, der beispielsweise durch den Hund verursacht wird, lässt sich hingegen über eine Hundehaftpflichtversicherung absichern. Dazu werden Hundehaftpflichtversicherungen mit und ohne Mietsachschadenschutz angeboten. Im Gegensatz zu Schäden, die durch Hunde oder Pferde herbeigeführt wurden, besteht bei Katzen kein zusätzlicher Versicherungsbedarf.

Denn in der Privathaftpflichtversicherung sind Schäden durch zahme Haustiere, zu denen Katzen, Fische, Vögel und einige weitere Kleintiere zählen, mitversichert. Allerdings sind nur Schäden versicherbar, die auf ein plötzliches Ereignis zurückgeführt werden können. Schäden, die der Tierhalter hätte verhindern können, sind somit meist nicht abgedeckt.

Mieter muss Mietsachschaden dem Vermieter mitteilen

Ein Mietsachschaden muss durch den Mieter nicht nur reguliert werden, sondern dieser ist zugleich zur Anzeige beim Vermieter verpflichtet. Unterlässt der Mieter die Anzeige eines Schadens, dann wird er schadensersatzpflichtig. Dabei kann ein Vermieter Schäden an der Mietsache noch bis zu sechs Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses gegenüber dem Mieter geltend machen. Entscheidend für den Beginn der sechsmonatigen Frist ist die Schlüsselübergabe.

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