Bauherrenhaftpflicht - Schutz durch die Privathaftpflicht

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Bauherrenhaftpflicht – Absicherung beim Hausbau

Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung, kurz Bauherrenhaftpflicht, ist während einer Hausbauphase unbedingt erforderlich. Der Bauherr trägt die Verantwortung dafür, dass auf dem Bauplatz keiner zu Schaden kommt. Sollte es doch zu einem Schaden kommen, hat er diesen finanziell auszugleichen und haftet mit seinem gesamten privaten Vermögen.

Eine Baustelle birgt ein hohes Risiko

Trotz aller Sicherungsmaßnahmen kann es durch einen Unfall oder durch Unaufmerksamkeit passieren, dass Personen- oder Sachschäden entstehen. Folgende Schadensfälle sind besonders häufig:

  • Schäden durch mangelnde Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen: Etwa unzureichende Absperrungen oder Beleuchtung oder nicht abgedeckte Gruben;
  • unzureichend gesicherte, einstürzende Gerüste;
  • hohe Temperatureinwirkungen, zum Beispiel durch ein Schweißgerät;
  • Stürze von Fußgängern oder Radfahrern wegen Schmutz auf Straße und Gehweg;
  • falsch gelagerte Baumaterialien, die etwa auf den Straßenrand hinausragen.

Besonders Personenschäden haben ein hohes Schadenspotential

Ein Grund, warum jeder Bauherr eine Bauherrenhaftpflicht abschließen sollte, ist das Risiko von Personenschäden. Wenn ein spielendes Kind beispielsweise in die Baugrube fällt und sich schwer verletzt, muss der Bauherr in voller Höhe zahlen, was durch Schadensersatz in Form einer Rente im schlimmsten Fall in die Millionenhöhe gehen kann. Wer als Bauherr keine Bauherrenhaftpflicht abgeschlossen hat, kann auch für die Anwalts- und Gerichtskosten haftbar gemacht werden. Die Ersatzansprüche können also so erheblich sein, dass der finanzielle Ruin droht.

Die Bauherrenhaftpflicht schützt auch gegen Sachschäden

Auf einer Baustelle besteht zudem nicht nur die Gefahr der Personenschäden. Ähnlich teuer können durch Baumaschinen verursachte Sachschäden an Nachbargrundstücken und -häusern oder an kommunalen Flächen und Einrichtungen werden. Wenn sich zum Beispiel beim Ausheben der Baugrube der Untergrund großflächig verändert, besteht bei Nachbarhäusern die Gefahr der Absenkung des Bodens.

Dieses kann zudem, genauso wie Schäden durch Feuchtigkeit, Dämpfe oder Gase (etwa durch Rauch oder Ruß), erst im Nachhinein erkennbar werden. Dieses Risiko besteht insbesondere wenn teilweise unerfahrene Bauherren Eigenleistungen am der Baustelle vornehmen.

Absicherung durch die Privathaftpflicht

Die Bauherrenhaftpflicht kann entweder als eigenständige Police oder über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt werden. Da die meisten Personen bereits über eine Haftpflichtversicherung verfügen – falls nicht sollte sie unbedingt abgeschlossen werden – können die Risiken als Bauherr häufig preisgünstig abgesichert werden.

Im Online-Rechner von Verivox können Sie schnell und übersichtlich Tarife vergleichen, die eine Bauherrenhaftpflicht enthalten. Wählen Sie dazu im Rechner bei „weitere Angaben zum gewünschten Versicherungsschutz“ einfach die Bauherrenhaftpflicht aus. Der Rechner zeigt ihnen dann nur Tarife, welche diese enthalten. Durch weitere Filtermöglichkeiten erhalten Sie die für Sie optimale Versicherung.

Leistungen der Bauherrenhaftpflicht

Hat er eine Bauherrenhaftplicht-Versicherung abgeschlossen, leistet die Versicherung bis zur vereinbarten Deckungssumme Schadenersatz – meist für eine Bauzeit von zwei Jahren. Die Versicherungssumme sollte mindestens 5 Mio. Euro betragen. Abgesichert sind auch Sachschäden, die durch das Gebäude oder die Baustelle entstehen können, etwa wenn ein vom Sturm angehobenes Schalungsbrett den Wintergarten des Nachbarn zerstört.

Wer die Bauherrenhaftplicht-Versicherung gleich beim Grundstückskauf abschließt, kann zusätzlich sparen. Denn ein unbebautes Grundstück ist häufig ohne Aufpreis mitversichert, wenn der Hausbau voraussichtlich innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein wird. Damit braucht der Hausbauer keine spezielle Haus- und Grundbesitzerhaftplicht mehr abschließen.

Rechtliche Unterstützung ist bei der Bauherrenhaftpflicht inbegriffen

Ist das Versicherungsunternehmen über die Ansprüche informiert, leistet es im ersten Schritt sogenannten passiven Rechtsschutz: Seine Anwälte prüfen zunächst, ob der Bauherr für den Schaden verantwortlich gemacht werden kann. Sind die Ansprüche berechtigt, werden diese von der Versicherung übernommen. Bei unberechtigten Forderungen übernimmt die Bauherrenhaftpflicht auch die Kosten, die bei einem Gerichtsverfahren entstehen.

Die Bauherrenhaftpflicht ist günstig!

Besonders erfreulich für den Bauherren ist, dass es sich um eine besonders preiswerte Police handelt. Die Bauherrenversicherung ist bei einer Bausumme von beispielsweise 200.000 Euro schon für unter 100 Euro zu haben. Besteht bereits eine private Haftpflichtversicherung, so kann der Versicherungsschutz womöglich für wenige Euro im Jahr erweitert werden. Im Verhältnis zur Bausumme handelt es sich bei der Prämie der Bauherrenhaftpflicht also um eine kleine Aufwendung.

Vertragliche Obliegenheiten bei der Bauherrenhaftpflicht

Doch die Bauherrenhaftpflicht leistet nur dann im vollen Umfang, wenn alle vertraglichen Obliegenheiten seitens des Versicherungsnehmers eingehalten werden. Normalerweise obliegt es dem Bauherrn zum Beispiel, sich um die Sicherung der Baustelle zu kümmern. Folgende Sicherungsmaßnahmen sind dabei besonders wichtig:

  • Die Absperrungen müssen eindeutig erkennbar sein. Bei größeren Baustellen muss zumeist ein Bauzaun aufgestellt werden.
  • Ausgehobene Gruben müssen so abgedeckt werden, dass keiner hineinstürzen kann.
  • Der Bauherr muss für eine sichtbare Beschilderung und bei Bedarf für eine ausreichende Beleuchtung der Baustelle sorgen.
  • Könnte Schutt oder Ähnliches von oben herabfallen, muss der Gehweg überdacht werden, um Passanten zu schützen.

Zu weiteren vertraglichen Obliegenheiten bei der Bauherrenhaftpflicht gehört, vor dem Abschluss des Vertrages die Versicherung umfassend über die geplanten Arbeiten in Eigenregie auf der Baustelle zu informieren. Auch wenn Freunde, Bekannte und Verwandte am Bau mithelfen, muss der Versicherer dies wissen. Wenn ein fremdes Bauunternehmen beteiligt ist, kann der Bauherr zwar die Auskunftspflichten auf dieses übertragen. Er muss aber die Überwachung desselben übernehmen und haftet dafür, wenn er diese Überwachungspflicht verletzt.

Freunde und Helfer absichern

Auch die Helfer auf der Baustelle müssen abgesichert werden. Mitanpackende Freunde und Verwandte sind automatisch bei der Bauberufsgenossenschaft, dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, versichert. Mit Baubeginn muss der Bauherr das Bauvorhaben bei der regionalen Bauberufsgenossenschaft anmelden. Das ist Pflicht. Bei Unterlassung drohen dem Bauherrn Bußgeldstrafen bis zu 2.500 Euro.

Pro Helferstunde zahlt der Bauherr nur wenige Euro. Nach einem Unfall auf der Baustelle übernimmt dann die Berufsgenossenschaft alle Kosten, von der Behandlung bis zur möglichen Rente.

Schadensfall rechtzeitig melden

Einen Schadensfall muss der Bauherr innerhalb einer Woche melden und dabei alles so exakt wie möglich schildern. Im besten Falle wird alles ordentlich dokumentiert. Außerdem müssen in einem solchen Fall sofort Maßnahmen eingeleitet werden, die weiteren Schaden abwenden – zum Beispiel Stützmaßnahmen am Gebäude. Über jegliche Form von Schadensersatzansprüchen vonseiten Dritter sollte die Versicherung umgehend informiert werden. Ohne Absprache sollte der Bauherr keinen Schadensersatz an Dritte leisten.

Optionaler Zusatzschutz durch die Bauleistungsversicherung

Bauherren können sich darüber hinaus auch noch mit einer sogenannten Bauleistungsversicherung gegen unvorhergesehene Schäden an Bauteilen und -stoffen durch extreme Witterungseinflüsse oder Vandalismus absichern. Über die Notwendigkeit einer Bauleistungsversicherung scheiden sich die Geister. Denn normalerweise sind hier im Schadensfall keine existenzbedrohenden Summen im Spiel. Wenn teure Teil-Abnahmen vorgesehen sind, lässt einen der Abschluss einer Bauleistungsversicherung ruhiger schlafen.

Versicherung endet mit dem Abschluss des Baus

Die Bauherrenhaftplicht-Versicherung endet in der Regel mit der Fertigstellung des Hauses. Sie sollte lückenlos in eine Privathaftpflichtversicherung bei Selbstnutzern bzw. eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung bei Vermietern übergehen.

Zum Dreiklang der wichtigsten Versicherungen nach dem Umzug ins neue Haus gehören außerdem die Hausrat- und die Wohngebäudeversicherung. Während Erstere das bewegliche Inventar wie Möbel, Kleidung oder Computer absichert, hält Letztere den finanziellen Schaden am Eigenheim gering, wenn Feuer, Blitz, Sturm, Hagel oder Leitungswasser Schaden am Haus verursachen. Für Öltankbesitzer empfiehlt sich zudem der Abschluss einer Gewässerschaden-Haftpflicht-Versicherung. Zwar sind moderne Öltanks gut gesichert und stehen in einer gesetzlich vorgeschriebenen Auslaufwanne. Wenn jedoch ein Tank wirklich ausläuft, können die Schäden am Grundwasser und Erdreich durch die Verseuchung in Millionenhöhe gehen.

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